Corona Booster gegen Omikron - wer sollte sich impfen lassen?

Nach der EU hat jetzt auch die Ständige Impfkommission den neuen Impfstoffen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus grünes Licht gegeben. An ihrer Impfempfehlung hat die Kommission festgehalten. Wer sollte sich mit welchem der neuen Vakzine impfen lassen - und wer benötigt weiterhin die "alten" Impfstoffe?

Eine Hand hält ein Impfstoff-Fläschchen.
Jetzt hat auch die Stiko den neuen Corona-Impfstoffen gegen die Omikron-Variante grünes Licht gegeben. Bildrechte: IMAGO / McPHOTO

Die EU hat dem angepassten Corona-Auffrischungsimpfungen bereits grünes Licht gegeben, jetzt hat auch die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zu den Omikron-Boostern ausgesprochen: Sie empfiehlt für alle Auffrischungsimpfungen ab zwölf Jahren vorzugsweise die neuen Impfstoffe.

Dabei können sowohl die auf die Omikron-Variante BA.1 angepassten Booster als auch der auf die Subvarianten BA.4/BA.5 abgestimmte Impfstoff eingesetzt werden. Beide sollen im Vergleich zu den bestehenden mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten auslösen und gegenüber dem ursprünglichen Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute.

Eine Präferenz für einen der neuen Omikron-Booster äußerte die Stiko nicht.

Auch bisherige Corona-Impfstoffe können weiter genutzt werden

Doch auch die bestehenden Vakzine können der Kommission zufolge weiter verimpft werden. Sie würden nach wie vor sehr gut vor schweren Verläufen, Krankenhausaufenthalten und Tod schützen.

Die angepassten Booster von Biontech und Pfizer gegen BA.1 sowie gegen BA.4/BA.5 dürfen ab zwölf Jahren eingesetzt werden, der BA.1-Impfstoff von Moderna ab 30 Jahren.

Auf einem Wecker steht Booster geschrieben und es ist eine Spritze abgebildet.
Wem wird die zweite Corona-Booster-Impfung empfohlen? Bildrechte: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Wem empfiehlt die Stiko welchen Booster?

Eine vierte Impfung - vorzugsweise mit den neuen Boostern - empfiehlt die Stiko weiterhin ab 60 Jahren. Außerdem Personen ab zwölf Jahren mit erhöhtem Risiko für einen schweren Corona-Verlauf sowie medizinischem Personal.

Ein immungesunder junger Mensch unter 60 Jahren, der dreimal geimpft worden sei, benötige erstmal keine vierte Impfung. Auch wer bereits viermal geimpft worden sei, brauche zunächst keinen weiteren Booster. Eine Ausnahme seien Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sowie Hochbetagte.

Für Kinder zwischen fünf und elf Jahren, die aus gesundheitlichen Gründen einen Booster benötigen, sollen laut Stiko weiter die für diese Altersgruppe zugelassenen ursprünglichen Impfstoffe verwendet werden.

Omikron-Untervariante BA.5 in Deutschland dominierend

Die Omikron-Untervariante BA.1 hatte im vergangenen Winter für einen massiven Anstieg der Corona-Infektionen gesorgt. Inzwischen hat in Deutschland die seit Mitte Juni dominierende Sublinie BA.5 andere Varianten fast vollständig verdrängt.

BRISANT/Reuters

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 22. September 2022 | 17:15 Uhr

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