Schweine bekommen Raufutter in Form von Stroh in einer Raufe.
Schweine in einem Stall (Archivbild) Bildrechte: imago/Marius Schwarz

Vreden im Münsterland Strom abgestellt: 900 Schweine qualvoll verendet

BRISANT | 15.01.2019 | 17:15 Uhr

Die Hintergründe sind offen. Fest steht: In einem Betrieb im westlichen Münsterland sind 900 Schweine qualvoll verendet. Die für das Überleben notwendige Belüftungsanlage wurde abgeschaltet.

Schweine bekommen Raufutter in Form von Stroh in einer Raufe.
Schweine in einem Stall (Archivbild) Bildrechte: imago/Marius Schwarz

Nach dem gewaltsamen Eindringen Unbekannter in einen Schweinemastbetrieb in Vreden im westlichen Münsterland sind rund 900 Tiere verendet. Es handelt sich bei dem Betrieb um den Hof, den Christian Röring, Sohn des Bundestagsabgeordneten Johannes Röring, bewirtschaftet. Johannes Röring ist auch Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.  

Belüftung des Stalls ausgeschaltet

Nach Angaben der Polizei waren die unbekannten Täter in den Technikraum des Betriebes eingedrungen und hatten die Stromversorgung unterbrochen. Damit wurde die Belüftung des Stalles ausgeschaltet, die für die Mastschweine lebensnotwendig ist.

Rund 100.000 Euro Schaden

Der Besitzer schätzt nach Polizeiangaben den Schaden auf rund 100 000 Euro. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird in alle Richtungen ermittelt.

900 Schweine bereits 2013 erstickt

Es ist nicht das erste Mal,  dass auf dem Hof der Familie Röring so viele Schweine verenden. Bereits im Juli 2013 war in dem damals neu gebauten Stall die Belüftungsanlage ausgefallen. Mehr als 900 Tiere erstickten daraufhin. Der Landwirt hatte damals von sich aus die Behörden alarmiert. Später waren Tierschützer in den Betrieb eingedrungen und hatten Aufnahmen gemacht, um vermeintliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu dokumentieren. Die Bilder wurden im Politik-Magazin "Panorama" im Ersten gezeigt. Der Bauernpräsident hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2019, 11:19 Uhr

Das