Urteil wegen Mordes Lebenslange Haft im Prozess um tödlichen Taxi-Unfall

BRISANT | 19.02.2018 | 17:15 Uhr

Er verursachte einen tödlichen Unfall mit einem gestohlenen Taxi - jetzt hat das Hamburger Landgericht den 25-Jährigen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Er habe sich des Mordes, des zweifachen versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Außerdem wurde er wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und Diebstahls verurteilt, sagte der Vorsitzende Richter der Großen Strafkammer am Montag (19.02.2018). "Wir haben es hier mit dem vorsätzlichen Werk eines maximal rücksichtslosen Täters zu tun."

Ein Toter und zwei Schwerverletzte

Der Angeklagte habe das gestohlene Taxi bewusst in den Gegenverkehr gelenkt und ein anderes Taxi frontal gerammt. Zuvor habe er den Wagen auf der Flucht vor der Polizei noch auf mindestens 163 Stundenkilometer beschleunigt. Bei dem Zusammenstoß am frühen Morgen des 4. Mai 2017 war ein 22 Jahre alter Fahrgast ums Leben gekommen, der Taxifahrer und ein weiterer Fahrgast wurden schwer verletzt.

Mit der Strafe entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung des Litauers hatte für vier Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung und gefährlicher Körperverletzung plädiert.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. Februar 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2018, 18:01 Uhr

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