Eine Frau sitzt vor der Turnhalle der Santa Fe High School und betet. Bei Schüssen in der High School sind nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen getötet worden.
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Santa Fe in Texas Wieder Tote bei Schießerei an US-Schule

BRISANT | 18.05.2018 | 17:15 Uhr

Bei der Schießerei in einer High School im US-Bundesstaat Texas hat sich die Zahl der Todesopfer auf zehn erhöht. Außerdem entdeckte die Polizei mehrere Sprengfallen auf dem Schulgelände. Es wurden Verdächtige gefasst. Das Motiv für den Anschlag ist unklar.

Eine Frau sitzt vor der Turnhalle der Santa Fe High School und betet. Bei Schüssen in der High School sind nach Polizeiangaben mindestens acht Menschen getötet worden.
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Bei Schüssen in einer High School in Santa Fe im US-Bundesstaat Texas hat es nach jüngsten Angaben zehn Todesopfer gegeben. Wie Gouverneur Greg Abbott mitteilte, gibt es außerdem zahlreiche Verletzte. Abbott sprach von einem der hinterhältigsten Angriffe in der Geschichte der Schulen von Texas. Er kündigte eine robuste Reaktion des Staates an.

Wir müssen mehr tun, als nur für die Opfer zu beten.

Gouverneur Greg Abbott

Zahlreiche Sprengfallen gelegt

Dakota Shrader, Schülerin der Santa Fe High School, und ihre Mutter Susan Davidson, umarmen sich.
Schüler und Eltern sind geschockt. Bildrechte: Stuart Villanueva/The Galveston County Daily News/AP/dpa

Der oder die Täter haben offenbar auch Sprengsätze installiert. Wie die Ermittler mitteilten, wurden die Sprengsätze innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes gefunden. Sie würden von Experten untersucht und gegebenenfalls entschärft. Die Polizei rief Passanten auf, verdächtige Gegenstände sofort zu melden und nicht selbst zu berühren.

Ein Verdächtiger wurde laut Polizeichef Ed Gonzalez festgenommen. Dabei soll es sich um einen Schüler handeln. Außerdem sei eine zweite verdächtige Person in Gewahrsam.

Letzter Prüfungstag

CNN meldete unter Berufung auf Augenzeugen, eine bewaffnete Person sei in einen Klassenraum eingedrungen und habe das Feuer eröffnet. An der Highschool gehen rund 1.500 Kinder und Jugendliche zur Schule. Am Freitag war der letzte Tag schulinterner Prüfungen. Ob das mit der Tat in Verbindung steht, war zunächst unklar.

US-Präsident Donald Trump ließ sich informieren. Er schrieb auf Twitter: "Dies ist ein sehr trauriger Tag". Die Tat sei "absolut schrecklich". Trump zufolge muss künftig sichergestellt werden, dass Schusswaffen nicht in die Hände derer geraten, die eine Bedrohung darstellten.

Videostandbild zeigt Rettungskräfte und Polizisten nach Schüssen vor einer High School in Texas.
Rettungskräfte und Polizisten nach Schüssen vor einer High School in Texas. Bildrechte: KTRK-TV ABC13/AP/dpa

22. Schießerei an US-Schulen in diesem Jahr

Nach Angaben von CNN ist es bereits die dritte Schießerei an einer Schule in den USA binnen sieben Tagen und bereits die 22. seit Jahresbeginn.

Die häufigen Schießereien haben in den USA eine heftige Debatte über das Grundrecht auf Waffenbesitz ausgelöst. Landesweit forderten Schüler eine Verschärfung der Waffengesetze, vielerorts wurden Schulen bestreikt.

Nach dem Schulmassaker in Florida im Februar hatte sich Trump offen für Beschränkungen gezeigt. In einer Rede jüngst beim Jahrestreffen der Waffenlobby-Organisation NRA verteidigte er jedoch den Waffenbesitz. Stattdessen setzt Trump auf eine Bewaffnung der Lehrer.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Mai 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2018, 21:59 Uhr

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