Ein Rettungshubschrauber transportiert verletzte Menschen.
Hubschrauber bergen Opfer nach dem schweren Gewitter im Tatra-Gebirge. Bildrechte: dpa

Blitzeinschlag am Gipfelkreuz Mindestens fünf Tote bei Gewitter in Hoher Tatra

BRISANT | 23.08.2019 | 17:15 Uhr

Bei einem starken Gewitter im Tatra-Gebirge sind fünf Menschen getötet und weitere verletzt worden. Die meisten Opfer gab es im polnischen Teil der Hohen Tatra nahe dem Urlauberort Zakopane.

Ein Rettungshubschrauber transportiert verletzte Menschen.
Hubschrauber bergen Opfer nach dem schweren Gewitter im Tatra-Gebirge. Bildrechte: dpa

Ein heftiges Gewitter im Tatra-Gebirge hat mindestens fünf Menschenleben gefordert. Im polnischen Teil der Hohen Tatra wurden nach Angaben von Rettungskräften am 1.895 Meter hohen Berg Giewont vier Menschen von einem Blitzschlag getötet. Rund 140 Verletzte seien nach dem heftigen Sturm in polnische Krankenhäuser gebracht worden, berichtete die Agentur PAP unter Berufung auf die Rettungskräfte am Freitag. Neun Wanderer wurden demnach noch vermisst.

Schwere Verbrennungen erlitten

Viele der Verletzten erlitten teils schwere Verbrennungen, als Blitze in ein Eisenkreuz auf dem Bergmassiv Giewont und in Kletterketten aus Metall einschlugen. Das Gipfelkreuz gilt im katholisch geprägten Polen als religiöser Wallfahrtsort.

Nach Informationen des polnischen Fernsehsenders TVN24 bargen Rettungshubschrauber Dutzende Menschen. Laut Bergrettung wurden drei Verletzte auf der Intensivstation behandelt. Regierungschef Mateusz Morawiecki informierte sich am Unglücksort über die Lage.

Stichwort: Hohe Tatra Die Tatra ist ein Ausläufer der Karpaten im Grenzgebiet zwischen Polen und der Slowakei.

Touristen steigen einen Berg hinab.
Das Gipfel-Kreuz auf dem Wielki Giewont ist ein beliebtes Touristen-Ziel. Bildrechte: dpa

Auch Opfer in der Slowakei

Auch in der Westtatra in der Slowakei gab es Gewitter-Opfer. Dort wurden ein Mann und eine Frau vom Blitz getroffen. Wie die Bergwacht mitteilte, stürzte der Mann mehrere Hundert Meter in die Tiefe. Die aus Tschechien stammende Frau sei am Bein verletzt worden. Sie wurde demnach mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen.

Wenig später rückte der Rettungshubschrauber erneut wegen eines Blitzschlags aus und musste einen slowakischen Wanderer versorgen, der kurzzeitig bewusstlos war. Der Wetterumschwung kam den Berichten zufolge sehr plötzlich, so dass sich viele Wanderer nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 19:18 Uhr

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