Corona-Pandemie Sommerurlaub 2021: Was gilt in den einzelnen Urlaubsländern?

Viele beliebte europäische Reiseziele gelten nicht mehr als Risikogebiete - zum Beispiel Österreich, Italien oder Kroatiens Adriaküste. Damit steigt auch das Reisefieber der Deutschen. Wohin kann man verreisen? Wo gelten welche Regeln? Ein Überblick.

Corona-Krise Urlaub
Reisen sind trotz anhaltender Corona-Pandemie wieder möglich. Was gilt es bei der Einreise und vor Ort in den einzelnen Urlaubsländern zu beachten? Bildrechte: imago images/Bihlmayerfotografie

In vielen Bundesländern sind bereits Schulferien - und viele wichtige Urlaubsregionen in Europa haben ihre Türen im zweiten Corona-Sommer weit geöffnet. Insgesamt ist die Infektionslage trotz wieder steigender Zahlen immer noch vergleichsweise entspannt, auch wenn es vereinzelt beunruhigende Entwicklungen gibt. Also erstmal gute Voraussetzungen für Urlauber, die nach den zähen Lockdown-Monaten etwa ans Meer oder in die Berge wollen.

Quarantäne & Co.: Was gilt nach der Rückreise nach Deutschland?

Es gibt aber Auflagen, etwa eine Testpflicht für alle, die mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückkehren und nicht vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Wer aus einem Nicht-mehr-Risikogebiet auf dem Landweg nach Deutschland (zurück-)kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten.

Wer sich innerhalb von zehn Tagen vor Rückreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss seine Daten über das Einreiseportal eingeben (Impfnachweis, Genesenennachweis, negativer Test). Nur dann kann auch die zehntägige Quarantänepflicht umgangen werden.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt, kann sich frühestens fünf Tage nach Einreise testen lassen. Es sei denn, man ist geimpft oder genesen. Nach Aufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage, eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich. Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene gelten nicht.

Kein Abraten von Reisen mehr

Die Bundesregierung rät ab dem 1. Juli nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für europäische Länder, die nicht mehr als Risikogebiete eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch "um besondere Vorsicht gebeten".

Spanien: Jetzt ganzes Land Hochinzidenzgebiet

Im beliebtesten Urlaubsland der Deutschen wird die Corona-Lage seit Ende Juni immer schlechter. Die meisten Sorgen bereiten die Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante sowie die bei jüngeren Menschen bis 29 Jahren rapide steigenden Infektionszahlen.

Nachdem das RKI ganz Spanien zunächst zum Risikogebiet erklärt hatte, gilt es ab dem 27. Juli sogar als Hochinzidenzgebiet. Was bedeutet das? Das bedeutet, wer aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die kann man allerdings durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

In Sachen Einreise nach Spanien bleibt vorerst alles beim alten. Es ist weiterhin notwendig, 48 Stunden vor der Einreise einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen. Daraufhin bekommt man einen QR-Code für die Einreise. Vor dem Abflug müssen Urlauber ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Blick auf den Teresitas Beach und San Andres auf Teneriffa, Kanarische Inseln, Spanien.
Die Infektionszahlen auf den Kanarischen Inseln schwanken. Bildrechte: imago images/VWPics

Italien: Kein Risikogebiet mehr

Italien, eines der Sehnsuchtsziele vieler Deutscher, war besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Zwischenzeitlich gehörte fast das ganze Land zur sogenannten Weißen Zone, immer mehr Beschränkungen sind gefallen. Doch jetzt breitet sich auch in Italien die Delta-Variante immer weiter aus. Um diese einzudämmen, wird darüber diskutiert, den sogenannten Grünen Pass zur Voraussetzung für bestimmte Aktivitäten zu machen, darunter Restaurantbesuche im Innenbereich. 

Aktuell darf man draußen ohne Masken unterwegs sein, muss den Mund-Nasen-Schutz jedoch griffbereit haben, falls der Mindestabstand mal nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen Räumen wie Läden und Museen sowie in Bussen und Zügen gilt weiterhin eine Maskenpflicht.

Wer in das Land reist, soll ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Zudem ist ein Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negativer Test erforderlich. Wer auf dem Landweg nach Deutschland zurückreist, muss keine Beschränkungen beachten.

Griechenland: Anstieg bei Neu-Infektionen - Risikogebiet

Das Land erlebt derzeit einen starken Anstieg bei Corona-Neuinfektionen - und gilt jetzt als Risikogebiet. Weil der Anstieg auf das erst jüngst gelockerte Nachtleben zurückgeführt wird, gelten für Bars nun wieder strengere Regeln, etwa ein Tanzverbot.

Griechenland-Besucher müssen vor der Einreise online ihre Daten registrieren und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie bei der Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren. Für die Rückreise nach Deutschland per Flugzeug reichen ein negativer Test oder ein Impf- oder Genesenennachweis.

Eine Familie blickt im Sonnenschein auf das Meer
Vollständig geimpfte Urlauber benötigen nur den Impfpass. Bildrechte: Colourbox.de

Niederlande: Eingeschränktes Nachtleben

In den Niederlanden gelten seit dem 10. Juli wieder strengere Regelungen, um den rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen zu stoppen. Discos und Nachtclubs sind zu, Restaurants dürfen nur noch bis Mitternacht öffnen. Die neue Regelung gilt mindestens bis zum 13. August.

Deutsche können das Land ohne Einschränkung besuchen, allerdings wird von Deutscher Seite davon abgeraten. Am 16. Juli hat das Robert-Koch-Institut das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft, am 23. Juli sogar als Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet: Wer aus den Niederlanden nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzt werden.

Rund 80 Prozent der niederländischen Bevölkerung haben nach Angaben der Behörden mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten, rund 50 Prozent sind vollständig geimpft.

Kroatien: Aktuelle Entwicklung im Blick behalten

Das beliebte Urlaubsland verlangt von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat, unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist.

Blick auf die Altstadt von Novigrad, nach Sonnenuntergang.
Novigrad im kroatischen Istrien gilt wie viele andere Regionen nicht mehr als Risikogebiet. Bildrechte: imago images/Eibner Europa

Die Hotels empfangen Gäste hingegen ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen bewirten, ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. Nicht zulässig ist außerdem das Bedienen von Gästen, die nicht an Tischen, sondern nur auf Treppenstufen oder ähnlichem sitzen.

Deutschland hat die Küstenregion Zadar als Risikogebiet eingestuft. Kehrt man von dort zurück, muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Portugal nach wie vor Hochinzidenzgebiet

In dem auch bei Deutschen sehr beliebten Urlaubsland verharren die Corona-Zahlen auf hohem Niveau, steigen aber auch nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Wochen. Für die weiter angespannte Lage wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht. Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus wurde Anfang Juli wieder eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt. In Regionen mit besonders schlechter Lage - darunter auch in den Metropolen Lissabon und Porto - dürfen die Menschen zwischen 23:00 und 5:00 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Straße.

Obwohl die Bundesregierung vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das als Hochinzidenzgebiet eingestufte Land warnt, ist Urlaub in Portugal weiterhin grundsätzlich möglich. Wer jedoch nicht geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, die kann sich aber durch einen zweiten negativen Test auf fünf Tage verkürzen.

Tropischer Garten in Funchal auf Madeira
Den tropischen Garten in Funchal auf Madeira dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete besuchen. Bildrechte: imago images/H. Tschanz-Hofmann

Österreich: Keine Maskenpflicht mehr

In Österreich ist die FFP2-Maskenpflicht größtenteils gefallen - auch in weiten Teilen des Handels. Ausnahme ist Wien. Hier gelten weiterhin strengere Regeln als im Rest des Landes. So müssen Kinder sich bereits ab einem Alter von sechs Jahren testen lassen, sonst liegt die Altersgrenze bei zwölf Jahren.

Alle, die getestet, geimpft oder genesen sind, können in Hotels, Restaurants, Konzerte und ins Theater.

Auf niedrigem Niveau sind die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen. Österreichs Regierung erwartet wegen der Delta-Variante eine vierte Welle. Deshalb wurden die Maßnahmen für die Nachtgastronomie noch einmal verschärft. In diese Lokale kommt man nur mit PCR-Test oder Impfung. Die Rückreise nach Deutschland ist problemlos.

Gemäß der neuen Einreiseverordnung (gültig bis 31. August) muss der Urlauber genesen, geimpft oder negativ getestet sein. Kann kein Nachweis vorgewiesen werden, ist vor der Einreise eine elektronische Registrierung erforderlich und ein COVID-19-Test spätestens 24 Stunden nach Einreise auf eigene Kosten nachzuholen. Die Rückreise von Österreich nach Deutschland ist ohne besondere Auflagen möglich. Nur Flugreisende benötigen einen negativen Test.

Rucksack mit Wanderstock und Wanderstiefeln auf einer Bank in den Bergen.
Wandern in Österreich - problemlos möglich. Bildrechte: imago stock&people

Frankreich: Zurück zur Normalität

Frankreich kämpft gegen eine vierte Corona-Welle. Die Infektionszahlen steigen seit Ende Juni deutlich an. Das Robert-Koch-Institut hat zuletzt folgende Regionen als Risikogebiete eingestuft: Korsika, Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur und das Überseegebiet Martinique. Vor Reisen nach Réunion, Französisch-Guayana und St. Martin wird bereits seit längerem gewarnt.

Im Kino, Theater oder Museum ist ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Ab August soll ein Nachweis auch für Restaurants, Fernzüge und Einkaufszentren nötig werden. Minderjährige sind von der Regelung zunächst ausgenommen.

Für Reisende aus Deutschland und anderen Ländern reicht zur Einreise ein aktueller Schnelltest. Auch mit einem Impfnachweis können Menschen einreisen. Ausländische Touristen müssen im Land für Tests zahlen - für einen PCR-Test werden 49 Euro fällig, für einen Antigen-Schnelltest 29 Euro. Wer aus Frankreich auf dem Landweg zurück nach Deutschland reist, muss keine Einreisebeschränkungen beachten. Bei Flugreisen muss ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden.

Eifelturm in Paris
Wer sich in Frankreich testen lässt, muss zahlen. Bildrechte: colourbox

Dänemark: Nahezu beschränkungsfrei urlauben

Die Neuinfektionszahlen haben wieder zugenommen, Delta ist dabei längst die dominierende Variante. Dennoch lebt es sich in Dänemark nahezu beschränkungsfrei: Einen Mund-Nasen-Schutz muss man nur noch tragen, wenn man in Bus oder Bahn steht, bis auf die Diskotheken ist seit längerem alles wieder offen. Im Restaurant, Museum und an vielen anderen Orten muss man per Corona-Pass negative Tests, Impfungen und überstandene Infektionen nachweisen können.

Deutsche können auch dann Dänemark-Urlaub machen, wenn sie noch nicht geimpft sind. An der Grenze müssen sie allerdings einen negativen Schnelltest vorzeigen. ABER: Wegen der Infektionslage hat das Robert Koch-Institut ganz Dänemark mit Ausnahme von Grönland als Risikogebiet eingestuft. Wer von dort auf dem Land- oder Seeweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

Ein Fahrzeug der dänischen Polizei steht auf der anderen Seite des Grenzübergangs nach Dänemark
Reisebeschränkungen in Richtung Dänemark werden wieder gelockert. (Archiv) Bildrechte: dpa

Weitere Länder im Überblick

  • Baltische Staaten

In Estland, Lettland und Litauen sind die Corona- Regeln stark gelockert. Das öffentliche Leben hat sich weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Corona-Auflagen in einigen Bereichen - teils mit Vorrechten für nachweislich Geimpfte und Genesene. Zugleich ist eine zunehmende Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung der Impfungen zu beobachten. Neue Einschränkungen werden diskutiert.

Wer von Deutschland oder aus anderen EU-Ländern einreist, muss sich registrieren. In Abhängigkeit von der Infektionslage im Herkunftsland muss gegebenenfalls ein negativer Corona-Test vorgelegt werden und es gilt teils auch eine Quarantänepflicht. In Estland sind Einreisende aus Deutschland von beiden Verpflichtungen befreit, in Lettland müssen Nicht-Geimpfte und in Litauen sämtliche Einreisende einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Bei der Rückreise nach Deutschland gibt es außer bei Flugreisen keine besonderen Auflagen.

  • Belgien

Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht angestiegen. Knapp 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft. Einreisende aus Deutschland unterliegen derzeit keiner Test- oder Quarantänepflicht, gleiches gilt für die Rückreise über den Landweg.

Wer länger als 48 Stunden im Land bleibt, muss sich bei den Behörden anmelden. Wer aus einer EU-Region mit aktiverem Infektionsgeschehen kommt, muss in Quarantäne, wenn er nicht geimpft, getestet oder genesen ist. Die Gastronomie darf mit begrenzter Kapazität sowohl innen als auch außen öffnen. Auch Hotels oder Vergnügungsparks empfangen unter Auflagen Gäste.

  • Bulgarien

Lokale und Einkaufszentren, Wellness- und Fitnesszentren, Diskotheken und Kasinos sind unter Auflagen geöffnet. Auch Theater, Kinos und Museen können besucht werden. In Supermärkten, Apotheken und Banken sowie in Kirchen und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Die Impfquote ist im EU-Vergleich sehr niedrig.

Das südosteuropäische Urlaubsland gilt aus deutscher Sicht nicht als Risikogebiet. Deutsche Touristen müssen bei der Rückkehr aus Bulgarien nicht in Quarantäne, nur bei Flugreisen ist ein negativer Test erforderlich. Geimpfte, getestete und von Covid-19 genesene Reisende aus Deutschland und vielen anderen EU-Staaten dürfen ohne Beschränkungen einreisen.

  • Großbritannien

Die hochansteckende Delta-Variante treibt die Fallzahlen im Vereinigten Königreich in die Höhe. Allerdings steigt die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus und der Todesfälle deutlich weniger stark als in vorherigen Wellen - ein Erfolg der fortgeschrittenen Impfkampagne.

Trotz niedriger Fallzahlen ist Deutschland nach wie vor auf der "gelben" Reiseliste des Vereinigten Königreichs. Das bedeutet: Reisende müssen nach Ankunft mindestens fünf Tage in häusliche Quarantäne und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Nur Menschen mit Wohnsitz in Großbritannien sind davon ausgenommen. Im größten Landesteil England sind fast alle Corona-Maßnahmen trotz hoher Infektionszahlen aufgehoben. Trotzdem müssen Kontaktpersonen von Infizierten in häusliche Quarantäne.

Von deutscher Seite sind Großbritanniens und Nordirland als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Wer nicht vollständig geimpfte oder genesene ist, muss nach der Rückkehr für 14 tage in Quarantäne. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen PCR-Test verkürzt werden.

  • Irland

Für Reisende aus der EU mit Nachweis eines digitalen EU-Impfzertifikats gilt inzwischen keine Quarantänepflicht mehr. Für Reisende aus Ländern mit besonders hohen Corona-Fallzahlen oder gefährlichen Varianten gilt weiter verpflichtende Isolation im Hotel.

Deutschland hat ganz Irland als Risikogebiete eingestuft. Reiserückkehrer aus Irland müssen innerhalb von 48 Stunden einen negativen Test oder einen Impfnachweis vorgelegen. Der ist für eine Rückkehr per Flieger aber sowieso notwendig.

  • Malta

Im kleinsten EU-Land sind die Corona-Fallzahlen Anfang Juli rapide angestiegen. Die Gesundheitsbehörden führen den Anstieg auf Reisende aus dem Ausland zurück. Sprachschulen sind geschlossen und strenge Einreiseregelungen eingeführt worden.

Reisende müssen nachweisen können, dass sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Gültig sind die von Malta ausgestellten Nachweise, sowie digitale EU-Impfzertifikate und das des staatlichen Gesundheitssystems Großbritanniens NHS. Ein negativer PCR-Test oder eine Bescheinigung, dass man von der Krankheit genesen ist, reichen nicht mehr aus. Urlauber müssen sich online registrieren, das gilt auch für Kinder ab 5 Jahren. Wer nicht geimpft ist und trotzdem einreist, muss 14 Tage in ein Quarantäne-Hotel.

Von deutscher Seite gilt Malta seit dem 25. Juli als Risikogebiet.

  • Polen

Im Nachbarland sind Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien unter Auflagen geöffnet. Restaurants dürfen in Außenbereichen Gäste bedienen, in Innenräumen gilt dies mit 75 Prozent Kapazität. Geimpfte werden bei den Kapazitätsbeschränkungen nicht mitgezählt - sie können also gegebenenfalls auf ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch zählen. Fitnessstudios und Hallenbäder sind in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht.

Bei der Einreise aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt eine Quarantänezeit von zehn Tagen. Dies gilt nicht für Reisende, die bei der Einreise einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Auch vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene sind von der Quarantäne befreit.

Für die Bundesregierung ist Polen kein Risikogebiet mehr. Bei der Einreise per Flugzeug besteht aber weiterhin die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests.

  • Schweden

Schweden hat keine Einschränkungen für Reisende aus Deutschland und anderen EU-Ländern, aber man muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Menschen aus dem restlichen Skandinavien sind davon ausgenommen. In Deutschland gilt das Land nicht mehr als Risikogebiet.

In Schweden gibt es keine Maskenpflicht, die geltenden Beschränkungen sind nach wie vor lockerer als in vielen anderen Ländern Europas.

  • Norwegen

Deutsche Touristen können wieder Urlaub in Norwegen machen. Das skandinavische Land hat die Bundesrepublik ebenso wie mehrere andere EU-Länder kürzlich als grün eingestuft, was bedeutet, dass man aus diesen Staaten wieder einreisen darf, ohne in Quarantäne zu müssen. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss aber eine Einreiseanmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Corona-Schnelltest machen.

Auch die Rückreise nach Deutschland gestaltet sich mittlerweile unkompliziert. Keine der Provinzen ist aktuell als Risikogebiet eingestuft. Die Geschäfte und Lokale sind fast überall in Norwegen uneingeschränkt geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

  • Schweiz

Jede Woche verdoppelt sich in der Schweiz die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus - allerdings noch auf niedrigem Niveau. Schuld ist die Delta-Variante, die schon gut dreiviertel der Neuansteckungen ausmacht.

Im Prinzip ist alles wie vor der Pandemie geöffnet. In Innenräumen müssen in der Regel Masken getragen werden. In einigen Kantonen können Restaurants und Veranstalter die Zahl der Gäste pro Tisch oder Sitzreihe begrenzen. Das EU-Impfzertifikat wird anerkannt. Nur Flugreisende ohne Zertifikat brauchen vor der Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise sowie die Rückkehr nach Deutschland ohne besondere Auflagen möglich.

  • Türkei

Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Restaurants, Cafés und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet. Seit 1. Juli sind zudem die seit Monaten geltenden Ausgangsbeschränkungen vollständig aufgehoben. Touristen waren von denen jedoch ohnehin ausgenommen. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.

Das RKI stuft die Türkei als Risikogebiet ein. Bei der Rückreise nach Deutschland muss entweder ein negativer Corona-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung nachgewiesen werden.

Stand: 25.07.2021

(dpa/ADAC/Auswärtiges Amt/RKI)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 25. Juli 2021 | 17:10 Uhr

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