Reisewarnung Europa-Urlaub trotz Corona: Wohin kann man noch reisen?

Das Wetter grau, die Tage immer kürzer. Kein Wunder, wenn manchen aller Warnungen zum Trotz das Fernweh packt. Auf eine Reise in eines der Corona-Risikogebiete sollte man dennoch verzichten. Doch: Welche Möglichkeiten bleiben dann noch übrig? Ein Länder-Check.

Bucht mit Segelbooten vor der italienischern Felseninsel Capri
Auch einzelne Regionen Italiens gelten jetzt als Corona-Risikogebiete. Bildrechte: colourbox

Ab dem 17. Oktober gilt: Alle Nachbarländer Deutschlands sind Corona-Risikogebiete! Für die meisten gelten "gesonderte Reisewarnungen", das heißt, dass das Auswärtige Amt vor Reisen in einzelne Gebiete abrät. Für andere Europastaaten gilt die offizielle Reisewarnung, zum Beispiel für Tschechien, Belgien oder die Balkan-Staaten.

Mallorca und Festland-Spanien tabu, hohe Fallzahlen in Frankreich

Spanien, die Balearen und die Kanaren sind derzeit keine Reiseziele, um unbeschwerte Urlaubstage zu verbringen. Nach wie vor gilt Spanien als eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Auch Südfrankreich sollte diesen Herbst eher gemieden werden. Einziger Lichtblick: die Insel Korsika. Dort hat man die Zahl der Neuinfektionen mittlerweile im Griff und die Einstufung als Risikogebiet ist (vorerst) Geschichte.

Dolce Vita mit Maske: Risikogebiete in Italien

Zwar ist man vorsichtig in Italien. Die Diskotheken sind dicht - und wer sich abends unters Volk wagt, der muss auf öffentlichen Plätzen eine Maske tragen. Doch Kampanien (Neapel) und Ligurien (Genua) sind Risikogebiete, die Inzidenz beträgt mehr als 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Die Lombardei (Mailand) und Venetien (Venedig) bilden weitere Hotspots.

Einreisebeschränkungen gelten für deutsche Urlauber in Italien (und Sizilien) nicht. Es sei denn, man möchte nach Sardinien reisen. Dort muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die Rialtobrücke spiegel sich im Canal Grande.
Vor Urlaub in Venedig wird ausdrücklich gewarnt. Bildrechte: dpa

Von Risikogebieten durchsetzt: Kroatien

Schwieriger gestaltet sich ein Urlaub in Kroatien. Dort gelten zahlreiche Regionen als Risikogebiete. Derzeit nicht dabei ist das für deutsche Autoreisende günstig gelegene Istrien. Dubrovnik und Split sind hingegen tabu.

Portugal ruft Notstand aus

Sonne kann man auch in Portugal (samt Madeira) tanken. In Portugal sollte vor allem der Großraum Lissabon gemieden werden. Denn der ist ein explizites Risikogebiet. Auch in Porto steigen derzeit die Zahlen der positiv auf das Coronavirus Getesteten. Daher hat der Staat am 15. Oktober den Notstand ausgerufen, er gilt vorerst 14 Tage. Die Maske muss jetzt auch an öffentlichen Orten getragen werden. Ab Mitternacht dürfen sich nicht mehr als fünf Menschen treffen.

Stadtansicht Lissabon - Blick auf Hafen und Altstadt.
Portugal befindet sich im Kathastrophen-Modus. Bildrechte: imago/blickwinkel

Sonne tanken in Griechenland

Griechenland ist samt seiner bei Urlaubern beliebten Inselwelt gut durch die Corona-Krise gekommen. Und ist das EINZIGE Land Europas, für das das Auswärtige Amt keine Reisewarnung herausegeben hat! Einziger Hotspot ist Athen. Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte sind nur eingeschränkt erlaubt. Sonne tanken, Kulturdenkmäler besichtigen und griechische Spezialitäten genießen kann man trotzdem. Gleiches gilt übrigens für Zypern.

Was man nicht vergessen sollte: Mindestens 24 Stunden vor ihrer Ankunft müssen sich Reisende elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden.

Malta ist zum Risikogebiet erklärt worden. Von Reisen in den Nordteil der Insel Zypern (Türkische Republik Nordzypern) wird abgeraten.

Urlaub im hohen Norden: Schweden, Norwegen, Dänemark

Schweden wurde wegen seines Sonderwegs oft kritisiert, hatte aber die Pandemie weitgehend im Griff. Jetzt aber sind Stockholm, Uppsala, Örebro und Jämtland Risikogebiete. Etwas unbedenklicher kann man nach Dänemark reisen. Lediglich der Großraum Kopenhagen sollte dort aufgrund hoher Fallzahlen gemieden werden. Wer von Deutschland nach Norwegen reist, muss sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Auch Finnland scheidet im Moment auch aus, weil dort Deutschland als Risikogebiet gilt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. Oktober 2020 | 17:15 Uhr

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