Donald Trump, Präsident der USA, hat im Zusammenhang mit der Situation an der Grenze zu Mexiko angekündigt, den Nationalen Notstand auszurufen.
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Weil er Grönland nicht kaufen darf US-Präsident bockig: Trump sagt Dänemark-Reise ab

BRISANT | 21.08.2019 | 17:15 Uhr

Weil Dänemarks Premierministerin Frederiksen nicht über den Verkauf von Grönland reden will, hat US-Präsident Trump nun ein Treffen mit ihr abgesagt. Frederiksen nannte sein Ansinnen "absurd".

Donald Trump, Präsident der USA, hat im Zusammenhang mit der Situation an der Grenze zu Mexiko angekündigt, den Nationalen Notstand auszurufen.
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Seine Absage an Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen kam - Trump-typisch - per Tweet: Dänemark sei ein ganz besonders Land mit unglaublichen Menschen, so der US-Präsident. Aber nachdem Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen erklärt habe, das sie nicht über den Verkauf von Grönland sprechen wolle, werde er das Treffen mit ihr auf einen anderen Zeitpunkt verschieben. Weiter schrieb er: "Die Premierministerin konnte durch ihre Direktheit sowohl den Vereinigten Staaten als auch Dänemark viel Geld und Mühe sparen. Ich danke ihr dafür..."

"Im Grunde ein großes Immobiliengeschäft"

Trump hatte erst am Wochenende sein Interesse an Grönland bestätigt. Die Insel sei "strategisch sehr interessant". Im Grunde sei das "ein großes Immobiliengeschäft". Aber die Insel stehe auch nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Laut US-Medienberichten soll Trump in den vergangenen Monaten allerdings immer wieder bei Beratern nachgefragt haben, ob es sich lohne, Grönland zu kaufen und unter welchen Bedingungen das möglich sei.

Am Montag machte er noch Witze über das Thema, als er ein bearbeitetes Foto twitterte, das einen großen, goldfarbenen Trump-Tower in einem kleinen Dorf in Grönland zeigte. Dazu schrieb er: "Ich verspreche, das Grönland nicht anzutun!" Doch offenbar sind seine Kaufabsichten ernster gemeint als anfangs vermutet.

"Absurde Diskussion"

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Kaufinteresses sprach Dänemarks Premierministerin Frederiksen von einer "absurden Diskussion". Auch der Ministerpräsident vom autonomen Außengebiet Dänemarks, Kim Kielsen, unterstrich: Die Arktisinsel stehe nicht zum Verkauf.

Stichwort: Grönland Grönland mit seinen rund 56.000 Einwohnern ist autonom, gehört aber zum dänischen Königreich. Es ist etwa sechsmal so groß wie Deutschland. Ein Großteil der Fläche ist ständig von Eis bedeckt. Für Washington könnte Grönland durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland und wegen dort vermuteter Bodenschätze strategisch bedeutend sein.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 18:56 Uhr

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