"Hunde für Handicaps" Verein bildet "Partner auf vier Pfoten" aus

Für Menschen mit Behinderung sind Assistenzhunde Partner auf vier Pfoten. Der Verein "Hunde für Handicaps" bildet solche Vierbeiner aus. Unterstützung ist dabei bitter nötig - auch von Prominenten wie Gayle Tufts.

Ein Assistenzhund hilft beim Ausziehen eines Handschuhs.
Ein Assistenzhund hilft beim Ausziehen eines Handschuhs. (Archiv) Bildrechte: imago/epd

Prominente Unterstützerin

Hunde sind nicht nur gute Freunde, sie können auch richtige Alltagshelfer sein. Das findet auch Comedian Gayle Tufts, weshalb sie sich sehr für Hunde-Helfer engagiert. Kurzzeitig hat sie sogar selbst erlebt, wie es ist, wenn man auf Hilfe angewiesen ist. Das hat sie noch mehr angespornt, sich für diese Tiere einzusetzen. Tufts unterstützt schon seit Jahren "Hunde für Handicaps" - einen gemeinnützigen Verein für Behinderten-Begleithunde.

Gayle Tufts bei der Aufzeichnung der NDR-Talkshow Bettina und Bommes, 2016.
Gayle Tufts unterstützt den "Hunde für Handicaps e.V." seit Jahren. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Vielfältige Fähigkeiten der Hunde gefragt

Manche der Vierbeiner in deutschen Haushalten können viel mehr als Sitz und Platz. Als Diabetes- oder Epilepsiewarnhund, als Autismusbegleithund oder Blindenführhund können sie Leben retten, vor Gefahren warnen, den richtigen Weg weisen und - weniger spektakulär, aber genauso wichtig - ihren Besitzerinnen und Besitzern ganz praktisch Hilfe im Alltag leisten. Fahrstuhlknopf drücken, Türen schließen oder das Telefon holen sind nur drei Beispiele. Hunde, die das lernen sollen, werden im "Hunde für Handicaps e.V." ausgebildet.

 Ein Assistenzhund räumt eine Waschmaschine aus.
Die Fähigkeiten von Assistenzhunden können sehr unterschiedlich sein. Hier räumt ein Vierbeiner die Waschmaschine aus. (Archiv) Bildrechte: dpa

Halter und Verein auf Spenden angewiesen

Das Problem? Die Ausbildung ist enorm teuer. Mehr als 20.000 Euro kann die zweijährige Ausbildung der Tiere kosten. Auf das gesamte Hundeleben gerechnet, sind die Kosten sogar noch ein Vielfaches höher. Denn neben Anschaffung und Ausbildung seien noch Futter- und Tierarztkosten zu berücksichtigen, sagte Kerstin Gerke vom Verein "Hunde für Handicaps" dem MDR-Magazin "Selbstbestimmt". Solche Summen können viele Menschen mit Behinderung oft nicht aufbringen. Deshalb ruft der Verein zu Spenden auf, um potentiellen Haltern ein Leben mit Assistenzhund zu ermöglichen. Anders ist es bei ausgebildeten Blindenhunden, denn da werden die Kosten von bis zu 30.000 Euro beim Vorliegen entsprechender Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen.

Helfen und informieren? Hier entlang!

Wer sich über den Verein "Hunde für Handicaps e.V." informieren oder einfach helfen möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite des Vereins. Folgen Sie dem Link:

(ten/mdr)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. September 2020 | 17:15 Uhr

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