Videotagebuch aus "Down Under" Katastrophenalarm in Australien verlängert: Antje Spencer muss ihr Haus verlassen

Australien brennt. Hitze und Trockenheit brechen Rekorde. Die Hitzewellen würden häufiger und extremer, sagen die Wetterforscher. In den Feuergebieten müssen die Menschen weiter bangen. Antje Spencer, die für BRISANT ein Videotagebuch führt, musste nun auch ihr Haus verlassen und ist mit ihren beiden Kindern bei Freunden untergekommen. Mit etwas Glück wird es bald regnen.

Ein Löschhubschrauber fliegt über ein Buschfeuer in der Nähe von Bairnsdale in der Region East Gippsland Shire im Bundesstaat Victoria.
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Die Brände toben noch immer - und die Hitze in Australien schlägt die bisher gemessenen Rekorde. Wie das Amt für Wetterkunde am Donnerstag mitteilte, ist es auf dem von verheerenden Buschfeuern geplagten Kontinent nie wärmer und trockener gewesen als im vergangenen Jahr. Unterdessen könnte sich die Lage bei den Bränden noch einmal zuspitzen. In Teilen des Landes wurde der Katastrophenalarm verlängert. Die Menschen mussten erneut vor den Flammen fliehen.

Berliner Feuerwehrmann sammelt Spenden für australische Kollegen

Ein Schicksal, das auch deutsche Feuerwehrmänner nicht kalt lässt. Zum Beispiel Rene Kanzler, der als Brandmeister bei der Berliner Feuerwehr tätig ist. Der 28-Jährige hat via Socia Media von der Not seiner australischen Kollegen erfahren - und über seinen Instagram-Account spontan zu Spenden aufgerufen. Innerhalb kürzester Zeit sind bislang 11.000 Euro zusammengekommen. Rene Kanzler ist überwältigt.

2019 das wärmste Jahr in Australien

2019 war das wärmste Jahr in Australien seit Beginn der Aufzeichnungen, wie das Amt für Wetterkunde weiter erklärte. Dabei reicht der Vergleichszeitraum bis 1910 zurück. Der Zusammenhang zwischen den Bränden, den geringen Niederschlägen und den hohen Temperaturen sei deutlich. Amtschef Karl Braganza sagte: "Australiens Klima erwärmt sich." Vor allem Hitzewellen würden häufiger und extremer.

Mindestens 26 Todesopfer

Seit Beginn der großen Buschfeuer im Oktober 2019 verbrannten mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.

Videotagebuch von Antje Spencer aus Australien

BRISANT hat vor Ort die deutsche Auswanderin Antje Spencer getroffen, die mit ihrer Familie in Australien lebt. Sie stammt ursprünglich aus Dresden, ist aber mit einem Feuerwehrmann verheiratet, der jetzt gegen die Flammen kämpft. Die 40-Jährige lebt in der Nähe von einem der Brandherde im Ort Porepunkah im Bundesstaat Victoria. Sie wird in den nächsten Tagen in einem Videotagebuch berichten, wie die Lage vor Ort ist.

Videotagebuch

Antje Spencer 1 min
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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 09. Januar 2020 | 17:15 Uhr

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