Nach Transportunfall auf der A5 Weißes Löwenbaby "Lea" bereit für neues Zuhause

Sechs Wochen wurde das weiße Löwenbaby Lea nach einem Unfall beim Transport aus der Slowakei gepflegt. Nun ist das Raubtier bereit für ein neues Zuhause in Spanien.

Löwenbaby Lea
Lea geht es nach einem Transport-Unfall wieder gut. Bildrechte: dpa

Das nach einem Transportunfall gestrandete weiße Löwenbaby Lea kann nach sechswöchiger Pflege in einem Reptilienzoo in Rheinland-Pfalz nun an seinen Bestimmungsort in Spanien weiterreisen. "Alle Dokumente für eine rechtskonforme Reise liegen jetzt vor", sagte Landrat Dietmar Seefeldt vom Landkreis Südliche Weinstraße in Landau.

Transport aus der Slowakei geht schief

Das aus einer slowakischen Zucht für Großkatzen stammende Tier werde in einem Privatzoo bei Barcelona erwartet. "Ich habe Bilder und Videos von dem Zoo gesehen und mit dem Betreiber telefoniert. Lea erwartet eine artgerechte Haltung, der Betreiber hat einen sehr liebevollen Umgang mit den Tieren", sagte Seefeldt.

Lea war nach einem Auffahrunfall am 8. September auf der A5 in Baden-Württemberg zwischen Mannheim und Karlsruhe in einem der beteiligten Fahrzeuge gefunden worden. Die Löwin kam danach in dem Zoo in Landau unter. Der Transport aus der Slowakei war Behörden zufolge legal.

Löwenbaby Lea
Zoo-Geschäftsführer Uwe Wünstel mit Lea. Bildrechte: dpa

Lea hat Hundebellen für sich entdeckt

Reptilienzoo-Geschäftsführer Uwe Wünstel zufolge war die Aufnahme des Tieres durchaus eine Herausforderung, da der Tierpark keine Erfahrung mit Löwenbabys hatte. Mittlerweile wiege die Großkatze 19 Kilogramm und fresse 1.100 bis 1.500 Gramm Fleisch am Tag. "Es wird Zeit, dass sie zu Artgenossen kommt und zum Beispiel die löwische Sprache lernt", sagte Wünstel. In Landau habe Lea zuletzt wiederholt das Hundebellen nachgeahmt.

Bildergalerie - Angeberwissen zum Thema Löwen

Angeberwissen zum Thema Löwen

Filmszene - Eine Löwin und ein Löwe stehen beieinander.
Nur die Liebe zählt In der Paarungszeit geht es bei einem Löwenpärchen gut 40 Mal am Tag zur Sache und insgesamt etwa 300 Mal. Ein einzelner Akt dauert dabei aber nur etwa 30 Sekunden. Bildrechte: 2019 Disney Enterprises, Inc.
Filmszene - Eine Löwin und ein Löwe stehen beieinander.
Nur die Liebe zählt In der Paarungszeit geht es bei einem Löwenpärchen gut 40 Mal am Tag zur Sache und insgesamt etwa 300 Mal. Ein einzelner Akt dauert dabei aber nur etwa 30 Sekunden. Bildrechte: 2019 Disney Enterprises, Inc.
Löwe
Brüllen Das Gebrüll von Löwen erschüttert das Mark. Bis zu acht Kilometer kann man die "Rufe", die vor allem zum Markieren des Reviers eingesetzt werden, hören. Sie können eine Lautstärke von mehr als 110 Dezibel erreichen. Bildrechte: dpa
zwei Löwen
Einzigartiges Gesicht Das Schnurrhaarmuster eines Löwen ist einzigartig - vergleichbar mit dem Fingerabdruck eines Menschen. Bildrechte: dpa
Eine Gruppe weiblicher Löwen schläft unter einem Baum
Lieber im Rudel Löwen sind wahrlich soziale Tiere. Als einzige Katzenart leben sie in Gruppen. In Gebieten mit wenigen Beutetieren kann das Revier schon mal 5.000 Quadratkilometer groß sein. Im Rudel verteidigt sich das besser. Bildrechte: dpa
Ein Löwe im Nairobi National Park
Die Mähne Als einzige Großkatze hat der männliche Löwe eine teils prächtige Mähne. Sie dient als Schutz beim Kämpfen mit Rivalen und soll wohl zudem auch die Damenwelt optisch beeindrucken. Bildrechte: dpa
Löwe
Bloß nicht wecken Löwen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Das liegt vor allem daran, dass sie bei einer Mahlzeit bis zu 30 kg Fleisch auf einmal vertilgen können. Die Verdauung macht dann sehr müde. Außerdem gibt es für sie keine natürlichen Feinde - bis auf fremde Artgenossen. Bildrechte: dpa
Alle (6) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 22. Oktober 2020 | 17:15 Uhr

Das könnte sie auch interessieren