Patenschaft Geben Sie Hoch oder Tief Ihren Namen - So werden Sie Wetterpate!

Am 16. September um Mitternacht ist es wieder soweit: Dann kann man Wetterpate für die Hochs und Tiefs des kommenden Jahres werden und ihnen (s)einen Namen geben! Was Sie dafür tun müssen, sagen wir hier.

Ein Regenbogen über einer Apfelplantage
Hochs und Tiefs lösen sich regelmäßig in der Wetterküche ab. Bildrechte: Thomas Malik

Wer möchte nicht mal seinen Namen - oder den seines Liebsten - auf der Wetterkarte sehen? Noch dazu, wenn ein schönes Sommerhoch so heißt und strahlenden Sonnenschein bringt?

Am 16. September ab Mitternacht ist das wieder möglich!

Jeder Wetterpate bekommt eine Patenschaftsurkunde mit zugehöriger "Lebensgeschichte" seines Wetterwirbels sowie einer Taufkarte. Bedingung: standesamtlich anerkannte Vornamen!

Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief hingegen "nur" 240. Der Grund für diesen Unterschied ist nicht, dass Tiefdruckgebiete unbeliebter sind, sondern weil Hochdruckgebiete länger andauern. Erfahrungsgemäß werden im Jahr etwa 50 - 60 Hochs und 130 - 150 Tiefs getauft. Es gibt also mehrere Durchgänge von A - Z pro Jahr!

Wettermoderatorin Maira Rothe steht neben einer Wetterkarte.
Kevin und Quinta haben es getan - nun tragen Hoch und Tief ihre Namen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit 1954 tragen die Wetterwirbel Vornamen

Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen.

Damals wurden Tiefdruckgebiete mit weiblichen und Hochdruckgebiete mit männlichen Vornamen belegt - in alphabetischer Reihenfolge. Erst 1998 "emanzipierte" sich das Verfahren. Seitdem tragen die Hochs und Tiefs jährlich abwechselnd weibliche und männliche Vornamen. 

In geraden Jahren hören Hochdruckgebiete auf männliche und Tiefdruckgebiete auf weibliche Namen. In ungeraden Jahren ist es umgekehrt. 2021 werden also Tiefs Namen wie "Siegfried" tragen und Hochs zum Beispiel "Edda" heißen.

Die Wetterpatenschaft kommt übrigens den Meteorologie-Studenten an der Wetterstation der FU Berlin zugute. Ihre Ausbildung wird dadurch gesichert - so dass Sie auch künftig eine verlässliche Wettervorhersage im Radio hören oder im Fernsehen sehen können.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. September 2020 | 17:35 Uhr

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