Dolphin-Watching vom Ufer aus Wieder Delfin in der Kieler Förde zu Gast

BRISANT | 15.05.2019 | 17:15 Uhr

Ungewöhnlicher Gast in der Kieler Förde: Seit mehreren Wochen taucht ein Delfin immer wieder nahe der Schwentinemündung auf und sucht mittlerweile auch die Nähe zu Menschen.

Ein etwa zwei Meter groߟer Gemeiner Delfin nähert sich einem Paddler in der Schwentinemündung.
Vom Wasser aus beobachtete auch ein Kajak-Fahrer den Delfin. "Ich habe das Gefühl, er wird immer zutraulicher", sagte der Mann. Bildrechte: dpa

Anfangs galt der Delfin in der Kieler Förde als Geheimtipp. Bereits seit mehreren Wochen taucht das Tier immer wieder nahe der Schwentinemündung auf. Das ruft mittlerweile ganze Heerscharen von Fotografen auf den Plan. Nahezu täglich treffen sich an den Ufern Dolphin-Watcher, um das Tier zu beobachten.

Ein Luftsprung nach dem anderen

Stundenlang jagte der etwa zwei Meter große Delfin anfangs den Heringsschwärmen nach, tauchte unter, schlug unter Wasser Haken, um überraschend 200 Meter entfernt für Sekundenbruchteile aus dem Wasser zu schauen und sofort wieder den nächsten Fischen nachzustellen. So mancher Fotograf war der Verzweiflung nahe. Gute Bilder vom Delfin gab es nur wenige.

Nun jedoch haben Hobby-Fotografen eine echte Chance auf einen Schnappschuss, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden. Unter dem Jubel der Whale-Watcher macht "Schwenteeny" seit Tagen immer wieder einen Luftsprung nach dem anderen.

Nicht das erste Mal

Bereits vor drei Jahren hatte ein Delfin in der Kieler Förde für Aufsehen gesorgt und Schaulustige angelockt. Weil Neugierige in einem Schleusenbereich nahe dem Nord-Ostsee-Kanal baden gegangen waren, um dem Tier besonders nahe zu kommen, musste die Wasserschutzpolizei damals eine Warnung aussprechen. Das Baden nahe Schleusen ist untersagt. Später stellte ein Meeresbiologe die These auf, dass der Delfin vermutlich für den Tod von Schweinswalen vor Kiel verantwortlich sei. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei gibt es aktuell aber keine Totfunde.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2019, 19:08 Uhr

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