Winterzeit Zeitumstellung 2020: Wollte man die nicht eigentlich abschaffen?

Am 25. Oktober ist es wieder soweit! In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren umgestellt. Das Gute an der Winterzeit: Man kann eine Stunde länger schlafen und umso ausgeruhter in die Woche starten. Aber sollte die Umstellung der Uhren nicht eigentlich abgeschafft werden?

Zeitumstellung
Noch mindestens zweimal werden die Uhren umgestellt, dann könnte mit der Zeitumstellung in Europa Schluss sein. Bildrechte: dpa

25. Oktober: Umstellung der Uhren von Sommer- auf Winterzeit

Die gute Nachricht zuerst: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober können wir eine Stunde länger schlafen. Denn um drei Uhr morgens wird die Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt - und damit auf die "normale" Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Wer also noch eine herkömmliche Armbanduhr trägt, sollte nach dem Aufwachen daran denken, seine Uhr umzustellen.

Gesundheit: Zeitverschiebung wirkt wie Mini-Jetlag

Für den Tagesablauf bedeutet das Uhrumstellen, dass es morgens wieder früher hell und abends zeitiger dunkel wird. Im Jahr 1980 erneut eingeführt worden ist die Zeitumstellung übrigens, um Energie zu sparen. Doch das hat sich bald als Trugschluss erwiesen.

Heute ist nicht jeder über die zweimalige Zeitumstellung pro Jahr glücklich. Einige Menschen empfinden die Zeitverschiebung als eine Art Mini-Jetlag, weil der natürliche biologischen Rhythmus aus dem Takt gebracht wird. Das kann sich in Form von Müdigkeit, Gereiztheit und Konzentrationsstörungen bemerkbar machen.

Frau liegt im Bett und schaut am Wecker vorbei
Eine Stunde länger schlafen! Werden die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt, ist das möglich. Bildrechte: Colourbox

Abstimmung: Mehrheit der EU-Bürger gegen Zeitumstellung

Die meisten Menschen dürften es zumindest als unbequem empfinden, sich gleich zweimal im Jahr auf eine neue Zeit einzustellen. Bei einer Online-Abstimmung der Europäischen Union vor zwei Jahren hatten sich 84 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Mit fast drei Millionen kam zwar der Großteil der teilnehmenden Menschen aus Deutschland und Österreich. Trotzdem war es die bislang mit Abstand erfolgreichste Internetbefragung der EU.

Wegweiser mit der Aufschrift "Sommerzeit" durchgestrichen, "Winterzeit", Uhr
Ein Großteil der befragten EU-Bürger hat sich gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Bildrechte: colourbox

Ende der Zeitumstellungen im Jahr 2021?

Das Europaparlament hat sich bereits im März dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung im Jahr 2021 abzuschaffen. Eine dafür notwendige Gesetzesvorlage gibt es allerdings noch nicht. Auch müsste sich bis dahin jedes EU-Land entscheiden, in welcher "Zeit" es künftig leben möchte: Sommer- oder Winterzeit. Und um einen Zeit-Flickenteppich zu vermeiden, soll sich dann auch noch auf eine einheitliche Zeit für ganz Europa geeinigt werden.

Sprich: Es wird noch einige Zeit ins Land gehen, bis die Zeit-Frage final gelöst ist. Deshalb gibt es vorsorglich auch schon den Termin für die nächste Zeitumstellung im kommenden Jahr. Am 28. März 2021 werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt - und mit ein wenig Glück wird die dann dauerhaft bleiben.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Oktober 2020 | 17:15 Uhr

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