Menschen betrachten eine Anzeigetafel, auf der im Flughafen München (Oberbayern) unter anderem die Ankunft eines Flugzeugs aus Kairo in Ägypten angezeigt wird.
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Behörden eingeschaltet Zwei Deutsche in Ägypten vermisst

BRISANT | 08.01.2019 | 17:15

Sie wollten nach Ägypten reisen, um Angehörige zu besuchen. Seitdem sind zwei deutsche Männer in dem nordafrikanischen Land verschwunden. Das Auswärtige Amt nimmt beide Fälle "sehr ernst".

Menschen betrachten eine Anzeigetafel, auf der im Flughafen München (Oberbayern) unter anderem die Ankunft eines Flugzeugs aus Kairo in Ägypten angezeigt wird.
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Keine Angaben zum Wohlbefinden

In Ägypten wird nach Angaben des Auswärtigen Amtes nach dem Verschwinden eines jungen Mannes ein zweiter Deutscher vermisst. Die Deutsche Botschaft stehe in Kontakt mit den Behörden und bemühe sich in beiden Fällen mit Nachdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. "Es geht dort um zwei verschiedene Fälle von deutschen Staatsangehörigen, die vermisst werden. Wir sind mit denen seit einigen Tagen befasst und wir nehmen beide Fälle sehr ernst", sagte er. Mit Blick auf das Wohl der Betroffenen könnten keine weiteren Angaben gemacht werden. Beide Männer haben Angehörigen zufolge eine deutsche Mutter und einen ägyptischen Vater und besitzen beide Staatsbürgerschaften.

Angehöriger wartet vergeblich am Flughafen

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) handelt es sich im ersten Fall um einen 18-Jährigen aus Gießen, der am 17. Dezember über Luxor in das Land einreisen wollte, um seinen Großvater in Kairo zu besuchen. Vor dem Weiterflug in die Hauptstadt brach der Kontakt ab, bestätigte sein Vater gegenüber der dpa. "Er ist nicht angekommen. Mein Bruder hat (in Kairo) auf ihn gewartet." Es seien jetzt drei Wochen und es gebe keine Spur. "Niemand weiß, ob er noch am Leben ist", so der Vater weiter. Er geht davon aus, dass ägyptische Sicherheitskräfte seinen Sohn festgenommen haben und er seitdem in Gewahrsam ist.

Links und rechts stehen die Gebäude de Auswärtigen Amtes. in der Mitte steht ein großer Stein mit dem Schriftzug-Auswärtiges Amt-.
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Von Geheimdienst festgehalten?

Im zweiten Fall geht es um einen 23 Jahre alten Deutschen aus Göttingen, der mit seinem Bruder am 27. Dezember über den Flughafen Kairo nach Ägypten einreisen wollte. Die Behörden hielten den jungen Mann am Flughafen fest und ließen nach Angaben seiner Mutter nur seinen Bruder passieren. Seitdem ist der bei der Einreise Festgehaltene verschwunden. Die Mutter hatte sich daraufhin an den deutschen Botschafter in Ägypten gewandt. Durch Kontakte in Kairo habe man herausgefunden, dass sich der Sohn angeblich in einem Gebäude der "Hauptstelle des Geheimdienstes" in der Hauptstadt befinde. Er werde demnach ohne jegliche Begründung festgehalten.

Die ägyptische Regierung hat Menschenrechtsorganisationen zufolge in den vergangenen Jahren Zehntausende Menschen aus politischen Gründen eingesperrt.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 08. Januar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2019, 18:23 Uhr

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