Schütz macht Schule

Heinrich Schütz war einer der wichtigsten Komponisten seiner Zeit, heute ist er jedoch nur noch selten auf Spiel- und Lehrplänen zu finden. Im Schütz-Jahr 2022 holt MDR-Clara den Musiker mit einem vielseitigen Praxisprojekt für den Musikunterricht in die Gegenwart.

Bild des Komponisten Heinrich Schütz im bunten Pop-Art-Stil mit Farbklecksen.
Bildrechte: MDR

Heinrich Schütz (1585 - 1672) wurde schon zu Lebzeiten als "Vater der deutschen Musik" bezeichnet. Er leitete die Dresdner Hofkapelle, komponierte für Staatsbesuche, Hochzeiten oder Gottesdienste und war mit Kollegen wie Michael Praetorius und Giovanni Gabrieli eng verbunden. Sein Wirken war in seiner mitteldeutschen Heimat allgegenwärtig und beeinflusste Generationen von Komponisten nach ihm. Zum Schütz-Jahr 2022 anlässlich seines 350. Todestags bietet MDR-Clara, das Jugend-Musik-Netzwerk von MDR KLASSIK, ein interaktives Musikprojekt für Schulen an, um diesen umfassend gebildeten, mutigen und manchmal vergessenen Künstler heute für junge Menschen erfahrbar zu machen.

"Schütz macht Schule" - Heinrich S. für Lernende

Historische Zeichnung aus dem 19. Jahrhundert, Portrait von Heinrich oder Henrich Schütz oder Henricus Sagittarius, 1585 - 1672
Heinrich Schütz Bildrechte: imago/imagebroker

Aus Venedig brachte Heinrich Schütz die Mehrchörigkeit nach Mitteldeutschland: die Verbindung von Musik und Raum zu einem Gesamtkunstwerk. Dieses Prinzip, neue klangliche Facetten zu schaffen, greift das Projekt "Schütz macht Schule" von MDR-Clara auf: Jugendliche können sich in ihren Schulklassen mit Schütz' Musik beschäftigen und selbst aktiv werden.

Ausgehend von Schütz' Werken und deren Klangästhetik fügen sie der Musik mit darstellender oder bildender Kunst neue Facetten hinzu. Außerdem wird es Vorlagen und Anleitungen zum musikalischen Experimentieren geben. MDR-Clara stellt dafür Materialien zur Verfügung, die die Teilnahme am Projekt niederschwellig und ohne spezielle Ausrüstung möglich machen.

Experimente mit Tonspuren und Gegenständen aus dem Alltag

6b der Pestalozzi OS in Meißen
Mit frei verfügbarer Software kann die Musik von Heinrich Schütz einfach bearbeitet werden. Bildrechte: Carsten Seibt

Eine durch MDR-Musikerinnen und -Musiker aufgenommene Komposition von Schütz wird den Mittelpunkt des Unterrichtsmaterials bilden. Neben der Aufnahme in Originalbesetzung ist eine Instrumentalversion geplant, die in Einzelspuren zur Verfügung steht und von den Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt für eine eigene kreative Arbeit genutzt werden kann. Sie können die einzelnen Spuren etwa mit Freeware verfremden oder verändern oder neue Stimmen hinzuerfinden und diese mit dem Handy aufnehmen.

Leere Glasflaschen liegen in einem Gestell nebeneinander, darauf sind Schlägel abgelegt.
Aus einfachen Dingen wie leeren Glasflaschen können richtige Instrumente werden. Bildrechte: MDR/Hagen Wolf

Ein anderer Teil des Projekts ist angelehnt an Schütz' Arbeit im 30-jährigen Krieg, in dem er teils mit minimalen Mitteln und einem stark reduzierten Personal musizieren musste. Die Klassen werden angeleitet, selbst mit den in ihrer Schule vorhandenen Instrumenten oder Alltagsgegenständen zu experimentieren und daraus melodische oder rhythmische Sequenzen zu erarbeiten.

Modulares Material und ein Abschlusskonzert

Weitere Anregungen bieten die bereitgestellten Unterrichtsmaterialien. Diese werden modular angelegt, so dass sie, je nach zeitlicher Verfügbarkeit, in eine Musikstunde integriert oder als gesamte Unterrichtsreihe übernommen werden können.

Den Abschluss des Projekts "Schütz macht Schule" bildet ein Konzert mit MDR-Ensembles für Schülerinnen und Schüler, in dem besonders gelungene Ergebnisse präsentiert werden.

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