Schlagergeschichten in Bildern Talente, aus denen Stars wurden

Der DDR-Schlagersänger Frank Schöbel, aufgenommen im August 1972
1958 rief Heinz Quermann die Castingshow "Herzklopfen kostenlos" ins Leben. Frank Schöbel stand hier zum ersten Mal auf der Bühne. Bildrechte: dpa
Der DDR-Schlagersänger Frank Schöbel, aufgenommen im August 1972
1958 rief Heinz Quermann die Castingshow "Herzklopfen kostenlos" ins Leben. Frank Schöbel stand hier zum ersten Mal auf der Bühne. Bildrechte: dpa
Die Schlagersängerin Veronika Fischer
In der Bewertung des Talents von Veronika Fischer lag Heinz Quermann völlig daneben: nicht "übermäßig begabt", lautete sein Urteil. Auswirkungen hatte das Verdikt des Talentschmieds für die 1951 geborene Sängerin allerdings keine. 1970 sang sie bei der "Stern Combo Meißen", ab 1971 bei der legendären Band "Panta Rhei". Von 1974 an war Veronika Fischer mit ihrer eigenen Band unterwegs, bis sie 1981, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, die DDR verließ. Ihre Songs aus diesen produktiven sieben Jahren wie etwa "Dass ich eine Schneeflocke wär", "Auf der Wiese" oder "Klavier am Fluss" gehören längst zu den Klassikern der DDR-Rockmusik. Bildrechte: Herzklopfen kostenlos/DRA
1974, Musikerin Nina Hagen
Anfang der siebziger Jahre trat auch Nina Hagen, Stieftochter des Liedermachers Wolf Biermann, in "Herzklopfen kostenlos" auf. Als Heinz Quermann im Jahr 2000 für sein Lebenswerk die "Goldene Henne" verliehen bekam, kniete Nina Hagen vor ihrem "Entdecker" nieder und sang für ihn ihren Kulthit "Du hast den Farbfilm vergessen". Bildrechte: IMAGO
Die Schlagersängerin Christ Doerk
Mit "Summertime", einer Arie aus George Gershwins Oper "Porgy and Bess", trat 1963 die Gebrauchswerberin Chris Doerk in "Herzklopfen kostenlos" auf. 1967 bekam sie den "Berufsausweis" als Schlagersängerin. Es war der Beginn einer rasanten Karriere: Noch im selben Jahr gewann sie gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Frank Schöbel den "Schlagerwettbewerb der DDR"; ein Jahr danach waren die beiden Hauptdarsteller im Defa-Kultfilm "Heißer Sommer" und galten seitdem als das Traumpaar der DDR-Unterhaltung. Nach der Scheidung von Frank Schöbel trat Chris Doerk nur noch gelegentlich auf und zog sich Mitte der siebziger Jahre schließlich ganz aus dem Unterhaltungsgeschäft zurück. Bis heute arbeitet sie als freie Fotografin und Malerin. Bildrechte: Lieder aus dem fahrenden Zug/DRA
Die Schlagersängerin Dagmar Frederic bei Herzklopfen kostenlos
1966 trat die damals 21-jährige Dagmar Frederic in "Herzklopfen kostenlos" auf. Von einer Karriere in der leichten Muse riet Heinz Quermann der gelernten Apothekenhelferin und Studentin an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" aber ab. Sie solle lieber klassische Musik machen, gab er ihr mit auf den Weg, schließlich könne sie doch "richtig singen". Nur ein Jahr später erhielt Dagmar Frederic ein Engagement am Berliner "Friedrichstadtpalast", 1973 entdeckte das Fernsehen die Sängerin und Entertainerin. In den folgenden Jahren moderierte sie etliche Unterhaltungssendungen, darunter die Samstagabendgala "Ein Kessel Buntes". Dagmar Frederic, die "Caterina Valente des Ostens", wurde oft auf "persönlichen Wunsch" ihres großen Verehrers Erich Honecker besetzt. Bildrechte: Herzklopfen kostenlos/DRA
Die Sängerin Regina Thoss
Auch die Schlagersängerin Regina Thoss war eine Entdeckung von Heinz Quermann. 1964 lud er die 16-Jährige, die damals noch Volkslieder sang und das Konservatorium "Robert Schumann" in ihrer Heimatstadt Zwickau besuchte, in seine Talentshow ein. Zwei Jahre später gewann sie bereits das "Internationale Schlagerfestival der Ostseeländer" in Rostock und war fortan einer der beliebtesten Schlagerstars der DDR. Bildrechte: Da liegt Musike drin/DRA
Die Schlagersängerin Monika Herz bei "Herzklopfen kostenlos"
Während ihrer Lehre als Gebrauchswerberin im Stahlwerk Eisenhüttenstadt war Monika Herz Mitte der sechziger Jahre Gesangssolistin des betriebseigenen Volkskunstensembles, mit dem sie zu Arbeiterfestspielen reiste und einmal auch bei "Herzklopfen kostenlos" auftrat. Nach diesem Auftritt bekam sie Kontakt zu Komponisten und Textern, die sich bereit fanden, für das junge Talent Lieder zu schreiben. 1972 veröffentlichte Monika Herz schließlich ihre erste Single – "Zärtlich sollst du bleiben". Von da an gehörte sie zu den Dauergästen der Schlagerparaden in der DDR. Bildrechte: Rund F Nr. 3/DRA
Der Schlagersänger Roland Neudert bei Herzklopfen kostenlos
Roland Neudert war ein typisches Kind des "Bitterfelder Weges": 1960 wurde der 1939 geborene Maschinenbauschlosser aus Thüringen, der nach Feierabend die Volksmusikschule in Sonneberg besuchte, Sieger beim "Heiteren Finale" der Talentshow "Herzklopfen kostenlos". Zwei Jahre später bekam er seinen "Berufsausweis" und trällerte nun landauf- landab See- und Fernfahrermelodien. Obwohl er einige Hits in der "Schlagerrevue" landen konnte, erschien erst 1980 seine erste LP – "Guten Morgen, schönes Kind". Nach dem Ende der DDR war Neudert zunächst beschäftigungslos, von 1995 bis 2003 moderierte er beim MDR gemeinsam mit seiner Frau Petra Kusch-Lück die "Musikantenscheune". Bildrechte: Schlager '67/DRA
Der Schlagersänger Wolfgang Ziegler bei Herzklopfen kostlos
Der 1943 in Rostock geborene Sänger, Keyborder, Komponist und Produzent Wolfgang Ziegler gab 1970 bei Heinz Quermann sein Fernsehdebüt. Auf der Bühne stand er aber schon jahrelang mit seiner besonders im Norden der Republik bekannten Beatgruppe "Baltics". Nach einem Studium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" gründete er 1972 die Band "Wir", mit der er bis 1986 auftrat. Seinen größten Erfolg feierte Ziegler als Solist 1988 mit dem Schlager "Verdammt, und dann stehst du im Regen", mit dem er über die Grenzen der DDR hinaus bekannt wurde.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV:  Damals war's-Legenden - Ein Abend für Heinz Quermann | 07.02.2016 | 20:15 Uhr
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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1974, Musikerin Nina Hagen
Anfang der siebziger Jahre trat auch Nina Hagen, Stieftochter des Liedermachers Wolf Biermann, in "Herzklopfen kostenlos" auf. Als Heinz Quermann im Jahr 2000 für sein Lebenswerk die "Goldene Henne" verliehen bekam, kniete Nina Hagen vor ihrem "Entdecker" nieder und sang für ihn ihren Kulthit "Du hast den Farbfilm vergessen". Bildrechte: IMAGO