Die Rolling Stones und die DDR

Die Rolling Stones und die DDR

Mick Jagger, 1995 2 min
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Stones-Fans 1990 in Berlin-Weißensee

Publikum vor dem Konzert auf einer Wiese: Ein Mädchen in kurzen Hosen sitzt auf einem großen Stein, unter ihr auf dem Rasen sitzt ein Jugendlicher mit Bierflaschen
Im August 1990 kamen die Rolling Stones zum ersten Mal in die DDR. Wie kaum eine andere Rockband hatten die Stones den Unmut der sozialistischen Kulturpolitiker herausgefordert. Die britischen Rocker galten als Inkarnation des Bösen. Das öffentliche Spielen von Stones-Songs war von 1965 bis 1979 sogar verboten. Bildrechte: DRA
Publikum vor dem Konzert auf einer Wiese: Ein Mädchen in kurzen Hosen sitzt auf einem großen Stein, unter ihr auf dem Rasen sitzt ein Jugendlicher mit Bierflaschen
Im August 1990 kamen die Rolling Stones zum ersten Mal in die DDR. Wie kaum eine andere Rockband hatten die Stones den Unmut der sozialistischen Kulturpolitiker herausgefordert. Die britischen Rocker galten als Inkarnation des Bösen. Das öffentliche Spielen von Stones-Songs war von 1965 bis 1979 sogar verboten. Bildrechte: DRA
Einlassgitter vor dem Konzert, junge Männer stehen herum, einer liest eine Zeitung.
Nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" hatten die Stones die beiden Konzerte in Ostberlin sowie eines in Prag kurzfristig in den Tourneeplan ihrer "Steel Wheels"-Show aufgenommen. In der Radrennbahn Berlin-Weißensee gaben sie zwei Konzerte vor insgesamt 100.000 Zuschauern. Bildrechte: DRA
Drei weiße Transporter mit Anhängern vor dem Bühnenaufbauten des Stoneskonzerts  in Berlin Weißensee 1990
Die 20 Millionen teure, eine verkommene Industrielandschaft stilisierende gigantische Bühne der "Steel Wheels"-Show hatten bis dahin nur in amerikanischen Footballstadien und im Tokyo-Dome aufgebaut werden können. Sie war 80 Meter breit und 30 Meter tief. Bildrechte: DRA
Blick aus Froschperspektive auf hohe Bühnengerüste
Eigens für die zwei Konzerte in Weißensee war das gesamte Equipment in vier Jumbo-Jets nach Berlin geflogen worden. Bildrechte: DRA
Publikum vor dem Konzert auf einer Wiese, viele liegen auf dem Rasen
Das erste der beiden Konzerte fand am 13. August statt, dem 29. Jahrestag des Mauerbaus. Stones-Gitarrist Keith Richards sagte damals in einem Interview: "Es waren Rock 'n Roll und Bluejeans, die den Eisernen Vorhang letztlich niedergerissen haben. Bildrechte: DRA
Zwei langhaarige Männer in Muskelshirts, einer mit Gitarre und zerrissener Jenas, sitzen am Heck eines Autos.
Nicht all diese Atomwaffen und nicht der Sieg im Machtkampf der Blöcke und all der Scheiß. Bildrechte: DRA
Eine Jugendliche lugt unter einem Absperrgitter durch beim Stones-Konzert in Berlin-Weißensee 1990
Was die Mauer letztlich zu Fall gebracht hatte, war die verdammte Musik, Mann. Man kann sie nicht aufhalten. Sie ist das allersubversivste. Bildrechte: DRA
Junge Männer in Nahaufnahme, einer schnauzbärtiger hat sich ein weißes Tuch als Sonnenschutz auf den Kopf gelegt
Man kann eine Mauer bauen, die die Leute aufhält. Aber die Musik, sie überwindet die Mauer." (Zitiert nach: The Rolling Stones. Die komplette Chronik. Köln, Heel.) Bildrechte: DRA
Publikum zwischen Absperrgittern
Die Organisation der Stones-Show in Berlin-Weißensee hatte nicht etwa ein namhafter Konzertveranstalter aus dem Westen in Händen, sondern eine kleine Ostberliner Hinterhof-Agentur namens "Power Music". Bildrechte: DRA
Blick auf die Stones-Bühne 1990, Publikum im Vordergrund
Um kurz vor 22 Uhr kamen die Rolling Stones auf die Bühne. Mike Jagger sagte artig: "Guten Abend allerseits". Dann ging die "Steel Wheels"-Show los. Bildrechte: DRA
Blick auf die Stones-Bühne 1990, Publikum im Vordergrund
Am Ende des Konzerts gab es ein großes Feuerwerk. "Phantastisch! Und wir waren dieses Mal dabei", titelte die FDJ-Zeitung "Junge Welt" am nächsten Morgen. Die Rolling Stones zogen anschließend nach Prag weiter, wo sie am 19. August vor 107.000 Zuschauern im Strahov-Stadion spielten. Vaclav Havel sagte damals: "Die Panzer ziehen ab, die Stones kommen." Bildrechte: DRA
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Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV:

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Brisant | 22.05.2018 | 18:10 Uhr