1972 - Enteignungswelle schwächt Wirtschaft

1972 enteignet die SED die letzten privaten, halbstaatlichen und genossenschaftlichen Betriebe. Für einen symbolischen Preis werden sie vom Staat aufgekauft und in Volkseigentum umgewandelt.

Eine Ausnahme bilden kleine Handwerksbetriebe. In der Industrie verlieren über 2500 Privat- und etwa 5600 halbstaatliche Betriebe ihre ohnehin bereits stark eingeschränkte Selbständigkeit. In der Bauwirtschaft werden 182 private und etwa 800 halbstaatliche Betriebe verstaatlicht. Darüber hinaus werden rund 1700 Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) in Volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt. Für die DDR-Wirtschaft wirkt sich die Enteignung negativ aus, denn die Privatbetriebe hatten sich auf Nischen spezialisiert und wirtschafteten meist rentabel.

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2009, 11:37 Uhr