Echt | MDR FERNSEHEN | 04.03.2020 | 21:15 Uhr Die giftigsten Orte Mitteldeutschlands

Qualmende Schlote, Gestank in der Luft, saurer Regen – Flüsse, Seen und Böden die vergiftet sind. Das gehört zur 100jährigen Geschichte des Chemiestandorts Leuna. Diese Zeiten sind im ehemaligen Chemiedreieck noch allgegenwärtig. Auch wenn weite Teile der geschundenen Region inzwischen von der Natur zurückerobert wurden und ehemalige Tagebaulöcher heute idyllische Seen sind. Doch im Untergrund befinden sich noch immer die giftigen Altlasten.

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Rund 80 Millionen Euro flossen seit 1990 in die Sanierung. Täglich wird mit Benzol verseuchtes Grundwasser nach oben gepumpt und aufwändig gereinigt. Dies gilt auch für den Boden unterhalb des Chemiegeländes in Bitterfeld. 150 Jahre lang versickerten hier die Abfälle der Chlorchemie. Seit der Wende laufen die Pumpen, die verseuchtes Grundwasser nach oben leiten. In Aufbereitungsanlagen wird es gereinigt und anschließend in die Mulde geleitet. Mindestens weitere 50 bis 60 Jahre müssen die Pumpen noch laufen, schätzen Experten. Kosten pro Jahr: 20 Millionen Euro.

ECHT fragt nach: Wie sicher ist die Lagerung unserer giftigsten Hinterlassenschaften? ECHT-Moderator Sven Voss will von Experten wissen: Wie sicher sind die giftigsten Orte Mitteldeutschlands?