Animation Höhenwindkraftwerk nach Hermann Honnef
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Echt | MDR FERNSEHEN | 18.09.2018 | 21:15 Uhr Höhenrausch, Macht und Nazis – Die geheime Windkraftrevolution

Bis zu fünfhundert Meter hohe Bauwerke, mit drei und mehr riesigen Doppel-Rotoren an der Spitze, jeder mit einem Durchmesser von 160 Metern und einer Leistung von 20 Megawatt: Eine Vision für Windkraftanlagen aus den 1930er Jahren, entwickelt von Hermann Honnef. Der Erfinder wollte die Höhenwinde nutzen und damit Elektrizität erzeugen.

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Honnef errichtete kleine Versuchsanlagen nördlich von Berlin. Doch seine Visionen sind größer: Wolkenkratzer mit Windkraftwerken, eine autarke Energieversorgung für die Megacitys von morgen. Doch seine Pläne werden nie realisiert. Er ist Stahlbauer, hatte 1925 mit seiner Firma das damals höchste Gebäude im deutschen Reich errichtet: Der Mittelturm zur Abspannung von Drahtantennen für den Sender Königs Wusterhausen bei Berlin war 243 Meter hoch. Doch Rotoren aus Stahl sind zu schwer und hätten den Windkräften nie standgehalten.

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Di 18.09.2018 21:15Uhr 01:32 min

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Für die Entwicklung der modernen Windkraft brauchte es einen Aerodynamiker, der die Gesetze des Windes kennt. Der Luftfahrttechniker Ulrich W. Hütter entwickelte ab 1940 im Auftrag von SS-Brigadeführer Walther Schieber die ersten wissenschaftlich fundierten Windkraftanlagen der Welt. Das Ziel der Nazifunktionäre war eine autarke Energieversorgung für die Expansionspläne im Osten. Lange Zeit war diese Geschichte völlig unbekannt. Im riesigen Aktenbestand des Thüringer Hauptstaatsarchivs in Weimar stößt der Historiker Dr. Rüdiger Stutz auf den Namen einer geheimnisvollen Firma, den er noch nie gehört hat: VENTIMOTOR

Exklusiv bei ECHT erzählt Heiner Dörner, Schüler von Ulrich Hütter, von dessen bahnbrechenden Aerodynamik-Forschungen bei der VENTIMOTOR in Weimar. Auf dem Webicht bei Weimar testet Hütter verschiedene Windkraftanlagen. Es fehlt weder an Geld noch an Material. Das Projekt ist streng geheim, und es ist ganz oben angebunden: Hütter hat jede Unterstützung der mächtigen Thüringer Gustloff-Werke, dessen Chef der hohe Nazi-Funktionär Walther Schieber ist. Und Schieber ist gut angesehen bei Hitler und seinem Rüstungsminister Speer. Ohne Ulrich Hütters Experimente in Weimar wäre die moderne Windkraft heute nicht möglich. Ulrich Hütter wird später zum „Windpapst“ in Westdeutschland avancieren. ECHT lüftet die Geheimnisse der Windkraftformel der Nazis.

Zuletzt aktualisiert: 19. September 2018, 09:43 Uhr