Einfach genial | 01.05.2018 | 19:50 Uhr Spielerisch Thrombose verhindern

Jährlich erkranken etwa 100.000 Menschen in Deutschland an einer Venenthrombose. Man kann dieser Erkrankung relativ gut vorbeugen. Ärzte raten dazu, durch Vor- und Zurückbewegen der Füße, einer sogenannten Muskel-Venen-Pumpe, die Durchblutung im Bein anzuregen.

Ein Mann liegt auf einer Liege und spielt auf einem Tablet ein Spiel, das er mit zwei roten Sensoren steuert, die an seinen Füßen befestigt sind.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Informatiker Daniel Steffen hat diese Übung nun mit einem Computerspiel kombiniert. Dazu werden an den Füßen Kipp-Sensoren angebracht. Über Bluetooth verbinden sich diese Sensoren mit einem Tablet oder einem Handy und schon geht’s los. Mit der Bewegung der Füße wird ein Ball in dem Spiel gesteuert. Bei einer wippenden Bewegung mit dem linken Fuß, macht der Ball einen kleinen Sprung, mit dem rechten einen großen. So springt man über Monster und sammelt Münzen ein. Daniel Steffen hat im vergangenen Jahr in einer Studie überprüft, wie Menschen ab 50 mit seiner Erfindung zurechtkommen. Das Ergebnis: Keiner hatte mit der Bedienung Probleme. Dafür haben aber alle Probanden mit dem Spiel ausdauernder geübt als ohne.   

Ansprechpartner Daniel Steffen
Tel.: 0631 2055125
E-Mail: steffen@informatik.uni-kl.de

Ein Mann liegt auf einer Liege und spielt auf einem Tablet ein Spiel, das er mit zwei roten Sensoren steuert, die an seinen Füßen befestigt sind.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 01. Mai 2018 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Mai 2018, 21:10 Uhr