Einfach genial | 13.02.2018 | 19:50 Uhr Nachgefragt: OLED als bewegliche Leuchtflächen

OLEDs
Die rote Leuchtfläche ist biegsam durch eine spezielle Folie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

2010 besuchten wir das Dresdner Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik. Hier wurden Organische Leuchtdioden - kurz OLED - entwickelt. Für diese Flächenleuchten werden mehrere organische Halbleitermaterialien übereinander geschichtet. Fließt Schwachstrom zwischen den Schichten im Inneren, bringt das die OLED zum Leuchten. So können große, gleichmäßig strahlende Flächen entstehen, die in der Herstellung günstiger sind als LED. OLED sind heute schon eine unverzichtbare Komponente in der Produktion von Fernseh- und Smartphone-Displays.

ein Mann in einem Elektronik-Labor
Jan Hesse und sein Forschungsteam tüfteln nun auch an OLED, die in der medizin eingesetzt werden können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nun, knapp sieben Jahre später, besuchen wir die Forscher erneut. Inzwischen haben die Wissenschaftler die vorher starren OLED-Module mit Hilfe von Folien flexibel gemacht. Durch die Flexibilität und Widerstandsfähigkeit der neuen OLED können die Dresdner Wissenschaftler jetzt völlig neue Anwendungsmöglichkeiten für die nun auch biegsamen Leuchtflächen erschließen - wie zum Beispiel im Automobilbereich. Die Industrie hat bereits Interesse angemeldet. Die Forscher haben schon wieder ein neues Ziel: der Einsatz von OLED in der Medizin. Getüftelt wird an Modellen, die im Körper Messungen vornehmen können und biologisch abbaubar sind.

Ansprechpartner Jan Hesse
Tel.: 0351-8823313
E-Mail: jan.hesse@fep.fraunhofer.de

Modellfahrzeug mit OLEDs
Ein Modellautos mit verbauten flexiblen OLED. Fahrzeughersteller haben bereits Interesse angemeldet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 13. Februar 2018 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 10:31 Uhr