Einfach genial | 06.03.2018 | 19:50 Uhr Schallschutzwände aus PET

In Großraumbüros herrscht oft ein Geräusch- und Stimmengewirr, das nicht nur die Konzentration beeinträchtigt, sondern auch einen gewissen Geräuschpegel erreicht.

Ein Mann steht auf einer Seite einer Schallschutzwand aus PET-Platten und telefoniert. Ein anderer misst von der anderen Seite den Geräuschpegel.
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Nicht selten werden an solchen Arbeitsplätzen Lautstärken um die 55 Dezibel (dB) erreicht. Solche Werte sind aber laut Berufsgenossenschaft auf die Dauer ungesund. Dass Lärm zudem ein Stressfaktor ist und sogar krank machen kann, wissen auch Andreas Neubert und Jan Hartmann aus Leipzig. Die beiden Produktdesigner haben eine mobile Wand entwickelt, die Lärm verringern soll. Das Besondere an dieser Wand: Sie besteht aus Polyethylenterephthalat, bekannt als PET – und zum Teil sogar aus recycelten Plastikflaschen. Die werden  geschreddert, mit neuem Kunststoff vermischt, zu Fasern verarbeitet, und zu einer Art starkem Filz gepresst.  Den Anteil von zurzeit  30 Prozent Recyclingmaterial wollen die Entwickler Stück für Stück erhöhen.

Aber wie gut schluckt die Wand den Schall. Bei einem Test mit einem lauten Schlagzeug wurden ohne Wand von 96 dB gemessen und mit Wand im gleichen Abstand nur noch 83 dB. Schon 10 dB weniger, nimmt unser Ohr als Halbierung des Lärms war.  Die Schallschutzwand leistet also einiges. Das hat sich bereits herumgesprochen. Interessenten kommen aus Deutschland und Europa.

Ansprechpartner Jan Hartmann und Andreas Neubert
Tel.: 0341 2001881
E-Mail: info@hartensteiner.com

Ein Schlagzeuger ist von drei Seiten mit einer Schallschutzwand aus PET-Platten umgeben.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 06. März 2018 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. März 2018, 22:29 Uhr