Einfach genial | 14.11.2017 | 19:50 Uhr Sensorkabel warnt bei Einbrüchen

Demonstration des Sensorkabels 5 min
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Dieses Kabel soll Schutz vor Einbrüchen bieten. Entwickelt wurde es von Prof. Uwe Hartmann und seinem Team von der Universität Saarbrücken. Eigentlich beschäftigt sich Prof. Hartmann mit theoretischer Physik, genauer gesagt mit Magnet-Sensorik.

zwei Hände halten ein Sensorkabel
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Zu dem Forschungsgebiet gehört auch das Magnetfeld der Erde. Es sorgt dafür, dass eine Kompassnadel immer nach Norden zeigt. Um die Stärke des Erdmagnetfelds zu messen, entwickelten die Wissenschaftler kleine Sensoren.  In einem Meter Abstand auf einem Kabel aufgereiht, sollen sie sich als Alarmanlage bewähren.  Dazu wird das Kabel an einen Zaun angebracht.  Wird einer der Sensoren nun nur ein winziges Stück bewegt, ändert sich für ihn die Stärke des Magnetfelds und das System schlägt Alarm. Durch den Abstand der Sensoren kann dann die Einbruchstelle sofort  lokalisiert werden. Ab wann ein Sensor Alarm schlagen soll, wird vorher eingestellt. So kann unterschieden werden, ob nur der Wind am Zaun rüttelt oder ob gerade ein Bolzenschneider zum Einsatz kommt. Ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Überwachungssystemen  ist die Unabhängigkeit von der Wetterlage. Ein weiterer ist der Preis. Ein Meter Kabel kostet rund drei Euro und ist für die Überwachung von Privatgärten bis hin zu riesigen Arealen geeignet. Das Sensorkabel soll der zuverlässige Einbruchsschutz der Zukunft werden – interessant für Privatleute und Nutzer von großen Flächen.

Ansprechpartner Prof. Dr. Uwe Hartmann
Tel.: 0681 3023799
E-Mail: u.hartmann@mx.uni-saarland.de

Ein Mann sitzt in einem technischen Labor am Fenster an einem Computer. Ein Kabel führt durch das Fenster nach draußen, woe ein Mann mit einem Bolzenschneider einen Maschendrahtzaun zerschneidet.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 14. November 2017 | 19:50 Uhr