Einfach genial | 13.02.2018 | 19:50 Uhr Für den Notfall - die Online-Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung soll behandelnden Ärzten Auskunft über die Behandlungswünsche eines Patienten erteilen, wenn dieser selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Das Problem vieler Verfügungen bisher ist, dass sie unspezifisch sind und lassen dem Arzt zu großen Auslegungsspielraum.

9 von 10 Patientenverfügungen sind unwirksam. Sie sind einfach so vage formuliert, so ungenau, so phrasenhaft, dass ein Arzt zu viel Auslegungsbedarf hat.

Paul Brandenburg Einfach genial, 13.02.2018
Ein Mann arbeitet am Schreibtisch.
Dr. Paul Brandenburg hat das Unternehmen "Dipat" gegründet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Um gegen diese Situation etwas zu tun, gründete der Notarzt Dr. Paul Brandenburg ein Start-Up - mit inzwischen sechs festen Mitarbeitern um sich herum. Er und sein Team entwickelten eine Webseite, die Patientenwünsche in eine Verfügung mit medizinisch korrekten und eindeutigen Formulierungen übersetzt. Komplexe Sachverhalte sind bei "Dipat" mit Erklärungen und Beispielen versehen. Für eine jährliche Gebühr von 48 Euro kann die personalisierte Verfügung jederzeit auch aktualisiert werden. Dafür bekommt jeder Nutzer einen Sticker per Post zugesandt, der auf die Krankenkarte geklebt wird. Auf dessen Code können die behandelnden Ärzte dann im Ernstfall zurückgreifen und die Patientenverfügung online abrufen.

Ansprechpartner Dr. Paul Brandenburg
Tel.: 0341 39293560
E-Mail: paul.brandenburg@dipat.de

Eine Gruppe von Menschen steht im Kreis in einem Büro.
Dr. Paul Brandenburg und sein Team. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 13. Februar 2018 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 10:42 Uhr