Einfach genial | 31.08.2021 | 19:50 Uhr Einfach geniales Mitteldeutschland – zukunftsorientierte Erfindungen

Mobilität, Digitalisierung, Umweltschutz, Hightech: In der Jubiläums-Ausgabe von "25 Jahre Einfach Genial" zeigen wir Forscher und Erfinder in Mitteldeutschland, die zukunftsorientierte Technologien parat haben.

Die deutsche Wirtschaft braucht gute Ideen – mehr denn je. In der Automobilbranche vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel. Der Kohleausstieg macht den Umbau der Energieversorgung notwendig. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern unsere Arbeitswelt und unseren Alltag. Die Themen Umwelt und Klimaschutz gewinnen auch für die Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Welche Antworten Forscher und Erfinder Mitteldeutschlands auf die Fragen der Zukunft haben, findet Henriette Fee Grützner auf ihrer Reise in der Jubiläums-Ausgabe von "25 Jahre Einfach Genial" heraus.

Ultraleichthubschrauber

Mit dem ersten in Deutschland zugelassenen Ultraleichthubschrauber geht es los. Entwickelt und gebaut wird der im Thüringischen Geisleden. Die Erfindung verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Helikoptern nur ein Zehntel so viel Treibstoff, ist wendiger, leiser und einfacher zu steuern – und schafft damit neue Einsatzmöglichkeiten für Hubschrauber.

Kontakt Lucielle Gebhardt
E-Mail: lgebhardt@edm-aerotec.de
Tel.: 036084 / 8448-0

Wasserroboter
Der Rettungsroboter kann selbstständig Personen greifen. Bildrechte: Wasserwacht Halle

Rettungsroboter

Henriettes erster Halt: Ilmenau  –  ein Zentrum der Roboterforschung. Die neueste Entwicklung des hiesigen Fraunhofer Instituts: ein Roboter, der Menschen vor dem Ertrinken retten soll. Er ist mit Kameras und Sensoren ausgestattet, die anhand des Schwimmverhaltens erkennen, wenn jemand in Not gerät. Er kann selbständig sein Ziel ansteuern.  Eine Fixier- und Fangvorrichtung sorgt dafür, dass auch bewusstlose Personen geborgen werden können. Die Entwicklung entstand in Zusammenarbeit mit dem Wasserrettungsdienst Halle.

Kontakt Martin Käßler
E-Mail: martin.kaessler@iosb-ast.fraunhofer.de

Regionale Proteinquellen

In der Nähe Leipzig widmet sich ein Startup einem ganz anderen Problem. Um Soja anzubauen, wird vor allem in Südamerika Regenwald gerodet. Die Anbaufläche für Soja ist allein in Brasilien so groß wie ganz Deutschland. Der überwiegende Teil der Soja-Produktion dient dazu, Kraftfutter für unsere Nutztiere herzustellen. Die beiden Gründer aus Sachsen suchen nach Alternativen. Sie wollen Proteine für Tierfutter regional erzeugen. Dafür züchten sie in ausrangierten Schiffscontainern tausende Exemplare der schwarzen Soldatenfliege. Die Larven dieser Fliegen enthalten Eiweiß, das Soja und Fischmehl im Tierfutter ersetzen kann. Ihre Anlagen sind Modular aufgebaut und können überall aufgestellt werden. 

Kontakt Kai Hempel
E-Mail: info@madebymade.de

Ein Hinweisschild an der ersten Wasserstofftankstelle in Sachsen-Anhalt mit dem Schriftzug «Wasserstoff»
Was viele nicht wissen: Es gibt bereits Wasserstofftankstellen. Bildrechte: dpa

Wasserstoffauto

In Chemnitz steigt Henriette jetzt vom Helikopter auf ein Wasserstoffauto um. Warum diese Technologie für die Zukunft unterer Mobilität wichtig ist, erfährt sie von Thomas von Unwerth. Der Professor für alternative Fahrzeugantriebe der TU Chemnitz will mit seinen Forschungen bewirken, dass die Automobil- und Automobilzulieferindustrie in Mitteldeutschland auf die Wasserstoffzukunft vorbereitet ist.

Textile Skipiste

Weiter geht es in Richtung Erzgebirge. Im Winter lockt die Region viele Wintersportler an, allerdings gibt es immer seltener Schnee. Innovationen sind gefragt – und dazu gehört die Idee eines Unternehmens, das von Freizeitskifahrern und Absolventen der TU Chemnitz gegründet wurde: die Ski- oder Rodelpiste aus textilem Material.

Kontakt Kerstin Scheithauer
E-Mail: mail@mr-snow.de

Recycling seltener Metalle

In Freiberg trifft Henriette Fee Grützner ein junges Team von ehemaligen Studenten der Bergakademie. Sie haben eine Anlage gebaut mit der es möglich und wirtschaftlich ist, aus Abfall vom Elektrorecycling noch wertvolle Materialien zu gewinnen. Zum Beispiel Indium. Ein Metall ohne das kein Smartphon-Display funktionieren würde. Im kommenden Jahr wollen sie ihre Anlage in Groß in eine ehemaligen Erzaufbereitungsanlage in Freiberg bauen.

Von dem Material, aus dem Smartphones gemacht sind, geht’s zu den Inhalten, die wir auf unseren Smartphones anschauen.

Kontakt Martin Reiber
E-Mail: info@rmf-tech.com

Multimedia-Forensik

Henriette macht in Dresden Station. Immer mehr Menschen nutzen das Internet um sich zu informieren – doch gerade hier werden zur Meinungsmache auch gezielt Falschinformationen und gefälschte Bilder verbreitet. Wenn Experten bei der Frage nach der Echtheit solcher Bilder an ihre Grenzen stoßen, kommt Dr. Thomas Gloe, Spezialist im Bereich Multimedia-Forensik, ins Spiel. Er und sein Team haben digitale Instrumente entwickelt, mit der Fälscher überführt werden können.

Kontakt Jakob Hasse
E-Mail: info@dence.de

E-Bike

In Magdeburg steigt Henriette aufs Fahrrad um, natürlich auf ein innovatives: ein E-Bike, das aussieht wie ein sportliches Tourenrad. Sebastian Meinecke und Ramon Thomas fertigen ihre E-Fahrräder mit dem 3D-Drucker.

Kontakt Ramon Thomas
E-Mail: info@urwahnbikes.de

Autonome Shuttle-Busse

Ebenfalls in Magdeburg wird am autonomen Fahren geforscht. Über zwei Drittel der Bevölkerung Mitteldeutschlands lebt im ländlichen Raum. Da der Busverkehr in vielen Orten ausgedünnt wurde, sind vor allem ältere Menschen ohne Auto quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lösung: Busse, die keinen Fahrer brauchen, und deshalb für die Verkehrsbetriebe kostengünstiger zu betreiben sind. Diese Busse kommen außerdem ohne Haltestellen und feste Routen aus – sie fahren dann, wenn sie gebraucht werden. Die autonomen Busse werden von der Universität Magdeburg in Stolberg im Harz und demnächst in der Landeshauptstadt getestet.

Caravanboot

Henriettes Reise endet ganz im Norden Sachsen Anhalts, bei den Bootsbauern in Havelberg. Hier wird ein Urlaubsdomizil für Wasser und Straße gebaut, ein Wohnwagen, der gleichzeitig ein Hausboot ist.

Kontakt Dietmar Kleenlof
E-Mail: info@caravanboat.de

Auf Zeitreise in die Geschichte von 25 Jahre Einfach Genial gehen! Viele Extras zum Jubiläum in der Mediathek

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach genial | 31. August 2021 | 19:50 Uhr

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