Das "Blaue Wunder" in Dresden

Gondel der Bergschwebebahn in Dresden-Loschwitz.
1901, d.h. acht Jahre nach dem Bau des Blauen Wunders, hatte Dresden auch eine Schwebebahn. Seit 1975 steht sie unter Denkmalschutz. Bildrechte: IMAGO
Der Schaufelraddampfer "Leipzig" auf der Elbe am Blauen Wunder in Dresden
Der Ingenieur Claus Köpcke war zu Baubeginn schon 60 Jahre alt und im sächsischen Finanzministerium für das Eisenbahnwesen verantwortlich. Eiserner Wille wurde ihm auch nachgesagt, und der Drang nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Vor allem über die Eigenschaften dieses neuen Materials, das jetzt überall spektakuläre Bauten ermöglichte. Der Eiffelturm in Paris war ein Durchbruch. Eisen bot ungeahnte Möglichkeiten. Auch für Brücken. Bildrechte: IMAGO
Winter in Dresden am Blauen Wunder, mit Anlegesteg.
Die Brücke soll ohne Mittelpfeiler in der Elbe auskommen – so der Wunsch der Schifffahrtsgesellschaften. Für den von ihm entwickelten Brückentyp führt Köpcke die Bezeichnung "versteifte 3-gelenkige Hängebrücke" ein. Ein Gelenk in der Mitte, zwei über den Brückenpfeilern.

Gebaut wird aus Siemens-Martin-Stahl der Königlichen Marienhütte Cainsdorf bei Zwickau. Tausende eiserne Nieten halten die Teile zusammen, sie werden glühend heiß und von Hand eingeschlagen.
Bildrechte: imago/Sven Ellger
Das Blaue Wunder in Dresden.
2,2 Millionen Mark kostet das Bauwerk. Dafür müssen die Benutzer zahlen - Brückenzoll: Erwachsene 5 Pfennige, Pferde und Kühe 12, und Fahrzeuge 40 Pfennige.
Dazu Stadtführer Christoph Pötzsch: "Die Brücke ist 1893 fertig geworden, die letzte Mautzahlung eines Überquerenden war 1924."
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gondel der Bergschwebebahn in Dresden-Loschwitz.
1901, d.h. acht Jahre nach dem Bau des Blauen Wunders, hatte Dresden auch eine Schwebebahn. Seit 1975 steht sie unter Denkmalschutz. Bildrechte: IMAGO
Welterbe Elbtal, Blaues Wunder
- 1935 hatte man schon außen neben der Fahrbahn Gehwege angesetzt, der Verkehr nahm immer mehr zu.
- 1982 wird wieder ein Belastungstest gemacht. Der Test zeigt: Alles ist noch gut.
- Bis 1986 fahren noch Straßenbahnen über das Blaue Wunder.
Bildrechte: MDR/Diana Köhler
"Blaues Wunder" in Dresden aus der Luft gesehen
Die "Jahrhunderflut" 2002 mit einem Pegelstand von 9,40 Meter bringt die Elbe mehr als sieben Meter über den Normalwert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Trockengelegtes Ufer der Elbe in Dresden.
Sinkende Pegelstände an Deutschlands Flüssen aufgrund der anhaltenden Hitze im Sommer 2003: Hier ist das trockengelegte Ufer der Elbe in Dresden im Juni 2003 zu sehen. Bildrechte: imago/Hentschel
Bauarbeiten Blaues Wunder
Bürgermeister Schmidt-Lamontain zu aktuellen Baumaßnahmen: "Wir machen die Maßnahme [...] auch, weil wir dort Korrosionsschutz vornehmen. Wir tauschen Stahlbauteile aus, wir tauschen Nieten aus, wir bringen neuen Korrosionsschutz auf, also wir schützen die Brücke vor Rost und so wird sie dann wieder für mehrere Jahrzehnte halten und wir hoffen, dass wir sie so noch möglichst ins nächste Jahrhundert retten können." Bildrechte: xcitepress
Eine Frau läuft am 10.12.2015 in Dresden (Sachsen) bei Sonnenaufgang vor der Elbbrücke "Blaues Wunder" und dem Fernsehturm an den Elbwiesen entlang.
Das "Blaue Wunder" ist die östlichste Dresdner Elbquerung. Bildrechte: dpa
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