Die Bunker um Leuna: Von der Nazi-Ruine zum Chemiepark Bunker und Bomben: Spurensuche

Die Bunker um Leuna - Von der Naziruine zum Chemiepark
Ein Drainage-Netz soll alles, was an Ölen und Benzinen im Boden ist, herausfiltern. Eine Aufgabe noch für die nächsten zwei, drei Generationen, schätzt Ingenieur Christian Schulz-Giesdorf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bunkereingang
Der Eingang zum unterirdischen Bunker, in dem die Werksführung Schutz finden sollte, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Fässer mit Kraftstoff der Wehrmacht
Im März 1935 war der Grundstein für das Treibstoffwerk in Böhlen-Lippendorf gelegt worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die Leuna-Werke waren der Ausgangspunkt für den Chemie-Boom in Mitteldeutschland. Die Region um Merseburg liegt zunächst außer Reichweite für feindliche Bomber. Außerdem gibt es große Braunkohlevorkommen; die Basis für den Treibstoff, der die Kriegsmaschinerie am Laufen halten sollte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ein Drainage-Netz soll alles, was an Ölen und Benzinen im Boden ist, herausfiltern. Eine Aufgabe noch für die nächsten zwei, drei Generationen, schätzt Ingenieur Christian Schulz-Giesdorf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Teile einer abgeschossenen Lancaster, die Recherchen führten zu den Nachfahren des britischen Piloten: "Heute ist man freundschaftlich verbunden", erzählt Matthias Koch. Jedes Stück im Museum hat eine Geschichte wie diese. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kraftwerk Lippendorf, im Vordergrund altes Bunkergebäude.
Böhlen-Lippendorf bei Leipzig. Im größten Braunkohlekraftwerk der Region entsteht der Strom für die Chemieindustrie. Am Fuß der Kühltürme steht einer der überirdischen Bunker aus Kriegszeiten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bunkergewölbe mit verschiedenen Gerätschaften
Der Bunker vom Typ Salzgitter wurde erhalten und als Lagerraum genutzt. Versuche, die Anlagen aus Stahlbeton mit zwei Meter dicken Wänden abzutragen, scheiterten nicht nur in Böhlen-Lippendorf. Die neuen Werke wurden um die Kriegshinterlassenschaften herumgebaut. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann mit Lampe an der Schulter schaut zur Kamera.
Andreas Bock arbeitet seit mehr als 30 Jahren bei der Werksfeuerwehr und kennt das Gelände, auch den unterirdischen Bunker, der im Falle eines Angriffs Kommandozentrale mit Telefonleitstelle sein sollte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Direkt neben Leuna entstand die Gartenstadt mit attraktiven Unterkünften, um Fachkräfte zu gewinnen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Ab 1940 startete ein großes Bunker-Bauprogramm, um die Werke und deren Belegschaft zu schützen. Für Leuna sind sieben geplant, davon drei auf dem Betriebsgelände. Einer dieser Hochbunker steht noch heute mitten zwischen den Chemieanlagen und überragt Stadt und Werk. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Im April 1936 begann der Bau der Buna-Werke in Schkopau zur Produktion von Synthesekautschuk, auch heute ist das Gelände ein Chemie-Standort. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Heinz Rehmann arbeitete 46 Jahre lang in den Buna-Werken, zu DDR-Zeiten berühmt für Plaste und Elaste. Nach der Wende wurde der heute fast 90-Jährige zum ehrenamtlichen Archivar. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Heinz Rehmann sammelte Karten und Pläne, auch seine Erinnerungen hielt er fest in einem einzigartigen Buch über die Buna-Geschichte, deren Beginn er als kleiner Junge miterlebte. Später versetzten ihn die Angriffe der Bomber in Todesangst. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Aufgrund der kriegswichtigen Herstellung von Treibstoff und Kautschuk wurde die Chemieregion schließlich zum Angriffsziel für die allliierten Bomber. Am Ende konnte sie auch der mitteldeutsche Flak-Gürtel nicht aufhalten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Auf die Spätfolgen des Krieges stößt man bis heute in der Region. Auch in Zeitz, wo ein Hydrierwerk zur Treibstoff-Produktion errichtet worden war. Die Geschichte ist nicht erledigt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Das Archiv im ehemaligen Luftschutzbunker des Hauptgebäudes: Nur noch in den alten Büchern und Plänen sind die zahlreichen Gebäude aus der Entstehungszeit der Werke in den 1930er-Jahren verzeichnet, auch die vielen Bunker. Monatelang haben Karl Mück (l.) und seine Kollegen zu DDR-Zeiten damit gekämpft, die massiven Bauten abzureißen. Vergeblich. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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