MDR FERNSEHEN | 03.04.2018 | 20:45 Uhr Von Damast, Cord und anderen edlen Stoffen aus der Oberlausitz

Männer in bunten Hemden
Designer René König (r.) und Eisschnellläufer Nico Ihle (l.). König arbeitet ausschließlich mit Stoffen aus der Oberlausitz.

René König:
"Das fanden wir ganz spannend, dass man zu der Druckebene, die wir auf den Stoff bringen, also zu dieser Grafik, die auf den Stoff gedruckt wird, noch zusätzlich in den Stoff Musterungen einweben können. Und das ist natürlich eine Besonderheit, die es so auf dem Stoffmarkt gar nicht zu kaufen gibt.“
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Roter Stoff mit gelbem Muster
Damast - ein edler und kostspieliger Stoff. Seit 1666 wird er in der Oberlausitz hergestellt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Frau an einer alten Maschine, an der Fäden herunter hängen
Der letzte erhaltene Damast-Handwebstuhl steht in Großschönau. Anderthalb Jahre musterten und webten die Arbeiter an einer großen Tischdecke. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Frau sitzt an einem Webstuhl
Die letzte noch produzierende Handweberei der Oberlausitz sitzt in Eibau. Familie Tröger stellt seit den 1970er-Jahren Gardine, Mode und Wohnaccessoires her.

Kathrin Tröger, Handweberin:
"Viele Ältere wissen das noch, kennen das, kommen hier rein, und sagen, ach, das hat es früher immer gegeben oder das kenne ich noch oder so. Aber viele denken auch, das ist ein Museum. Das man hier drauf arbeitet und wir unser Geld damit verdienen, das halten die meisten für unmöglich."
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Frau sitzt an einem Tisch, vor ihr liegt ein gemusteter Stoff
Eine Mustermacherin im VEB Damino. Sie entwirft sogenannten Afrika-Damast. Dieser ging zu DDR-Zeiten in großen Mengen nach Afrika. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Frau steht in einem Raum mit Stoffrollen
Uta Appelt ist heute Mustermacherin bei Damino. Sie macht Muster vor allem für Airliner, alte Hotels und jede Menge Designs für Afrika. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann lächelt in die Kamera
Wolfgang Hermann war seit 1963 in der Damastproduktion tätig. Er leitete die Veredlung der Stoffe.

Er erinnert sich: "Wir hatten unsere engen Beziehungen zu unseren Freunden in der Tschechei, in Brumov. Und da wurde immer so ein bissl gegenseitig abgeguckt, was könnte es gegenwärtig dort geben. Und dann wurde auch entsprechend angeglichen."
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Männer in bunten Hemden
Designer René König (r.) und Eisschnellläufer Nico Ihle (l.). König arbeitet ausschließlich mit Stoffen aus der Oberlausitz.

René König:
"Das fanden wir ganz spannend, dass man zu der Druckebene, die wir auf den Stoff bringen, also zu dieser Grafik, die auf den Stoff gedruckt wird, noch zusätzlich in den Stoff Musterungen einweben können. Und das ist natürlich eine Besonderheit, die es so auf dem Stoffmarkt gar nicht zu kaufen gibt.“
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Ein Mann lächelt in die Kamera
Auch andere Stoffe kommen aus der Oberlausitz. Dr. Christian Criegee leitet die einzige Cordfirma in Europa.

"Der Cord wird nicht nur für Bekleidung eingesetzt bei uns. Wir haben einen Kunden, der stellt daraus Polierplatten her. Und solche Beispiele gibt es zu Hauf. Man muss immer weiter denken und sich überlegen, was kann man aus unserem Textil noch herstellen."
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Frau mit Brille steht in einem Raum mit mehreren Maschinen
Ein großer Websaal mit 60 Webstühlen. Hier stellen über 100 Mitarbeiter Cord und technische Textilien her. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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