Der Osten - Entdecke wo du lebst | 07.07.2020 | 21:00 Uhr Die Buchenwälder der Hohen Schrecke

Ein Film von Peter Simank

Die Waldwildnis der Hohen Schrecke ist einmalig in Deutschland. Mehr als ein Jahr waren die Naturfilmer Peter und Stefan Simank dort unterwegs, um den Geheimnissen des uralten Buchenwaldes nachzugehen. Ergebnis ist eine packende Natur-Doku, die am 7. Juli im MDR FERNSEHEN zu sehen ist.

Dicke Buchenstämme
Unberührter Buchenwald - einzigartig in Deutschland. Bildrechte: MDR/Simank-Film

Auf halber Strecke zwischen Erfurt und Halle hat sich auf wundersame Weise ein Wald erhalten, wie er ohne Zivilisation überall wachsen würde - der typisch deutsche Wald, mit riesigen, uralten Buchen. Die ältesten Exemplare gehören zu den gewaltigsten Bäumen Deutschlands und wuchsen schon, als Goethe nach Weimar kam. Mit ihren ausladenden Kronen würden sie 7.000 Fußballfelder beschirmen. Die Hohe Schrecke ist eine Welt, die es in Deutschland kaum noch gibt. Ein Wald, der in Würde alt werden darf - mit Bäumen, die in Freiheit sterben und nicht im Sägewerk.

Auf Entdeckertour in den Buchenwäldern

Ein bemooster Stamm liegt in einem Buchenwald
Die Hohe Schrecke - eine Welt, die es in Deutschland kaum noch gibt. Ein Wald, der in Würde alt werden darf - mit Bäumen, die in Freiheit sterben und nicht im Sägewerk. Bildrechte: MDR/Simank-Film
Ein bemooster Stamm liegt in einem Buchenwald
Die Hohe Schrecke - eine Welt, die es in Deutschland kaum noch gibt. Ein Wald, der in Würde alt werden darf - mit Bäumen, die in Freiheit sterben und nicht im Sägewerk. Bildrechte: MDR/Simank-Film
Dicke Buchenstämme
Mächtige silber-graue Stämme tragen das Kronendach des Waldes - sie sind die Säulen des "Buchendoms". Bildrechte: MDR/Simank-Film
Panoramaaufnahme der Hohen Schrecke
Große Teile wurden zwischen 1938 und 1993 militärisch genutzt. Bildrechte: MDR/Simank-Film
Ein Schwarzspecht füttert seinen Nachwuchs im Baumstamm
In der Hohen Schrecke findet man einen der höchsten Bestände von Schwarzspechten in ganz Deutschland. Sie sind charakteristisch für intakte Buchenwälder. Bildrechte: MDR/Simank-Film
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke, wo Du lebst | 07. Juli 2020 | 21:00 Uhr

Über Jahrhunderte schwer zugänglich, jahrzehntelang militärisch genutzt, entwickelte sich der Wald zur Terra incognita. Erst seit wenigen Jahren erkundet ihn die Wissenschaft und stößt immer wieder auf Sensationen - längst verschollen geglaubte Urwald-Reliktarten, extrem seltene Tiere, die nur dort überlebt haben, wo es seit der letzten Eiszeit immer Wald gab und sich jahrtausendealte Biotop-Zustände erhalten haben.

Wir haben bis jetzt elf Urwald-Reliktarten in der Hohen Schrecke nachgewiesen, das ist damit das Top-Gebiet in Thüringen. Da kommt selbst der Nationalpark Hainich mit seinen fünf Arten nicht mit.

Käferkundler Andreas Weigel

Sanfter Tourismus

Um dieses europaweit bedeutsame Waldgebiet dauerhaft zu bewahren, wurde 2009 das Naturschutzgroßprojekt "Hohe Schrecke" gestartet. Damit wollen die angrenzenden Gemeinden gemeinsam mit dem BUND Thüringen und der Naturschutzstiftung David den einzigartigen Schatz vor der Haustür sichern.

Auf einem Viertel ihrer Fläche soll die Hohe Schrecke ein nutzungsfreier Urwald bleiben, in den restlichen Bereichen soll der Wald nur extrem schonend bewirtschaftet und touristisch erschlossen werden. Seit 2015 führen mehrere Themenwege in einer Länge von etwa 180 Kilometern durch das bisher nahezu undurchdringliche Waldgebiet. Ein Ort der totalen Entschleunigung in atemberaubender Einsamkeit.

Das sind schon richtige Canyons, wenn man hier in den Tälern steht. Die Brennnessel wachsen mannshoch. Da denkt man, dort ist noch nie ein Mensch gewesen. Entsprechend ist auch die Tierwelt. Also hier kann ich den ganzen Tag wandern und treffe nicht einen einzigen Menschen. Also ca. 7.000 Hektar Buchenwald - das hat man in Deutschland nicht mehr so oft.

Erster Wegewart Dieter Krüger

Über ein Jahr waren die Naturfilmer Peter und Stefan Simank in der Waldwildnis der Hohen Schrecke unterwegs, beobachteten die Besonderheiten der Tierwelt, sprachen mit Naturschützern, Anwohnern und Wissenschaftlern und gingen den Geheimnissen des uralten Buchenwaldes nach - von der Krone bis in die Wurzeln.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke, wo Du lebst | 07. Juli 2020 | 21:00 Uhr

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