Der Osten – Entdecke wo du lebst | MDR Fernsehen | 03.12.2019 | 21:00 Uhr | online first Der Stausee Hohenfelden – Die Badewanne Erfurts

Ein Film von Maxine Brückner

Er ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Weimarer Land: Der Stausee Hohenfelden. Angelegt vor mehr als 50 Jahren ist er heute Naherholungsgebiet und Biotop für zahlreiche Tierarten. In den Sommermonaten besuchen tausende Menschen seinen Strand. Und machen ihn zur "Badewanne Erfurts".

Nur 1.150 Meter lang und 370 Meter breit und trotzdem ist er jedem Thüringer ein Begriff: Der Stausee Hohenfelden. Mitte der 1960er Jahre als Naherholungsgebiet angelegt, avancierte er schnell zu einem der beliebtesten Ausflugsziele direkt vor der Haustür Erfurts. Bis heute. Eine halbe Million Menschen besuchen den See jedes Jahr. Es gibt ein Strandbad, eine Therme, einen Greifvogelpark und einen Campingplatz.

Impressionen vom Stausee Hohenfelden

Baden im See, der Besuch einer Falknerei und Event-Gastronomie: der Stausee Hohenfelden ist Ausflugsziel und Naturschutzgebiet vor den Toren Erfurts. Hier finden sie einige Impressionen.

Der Stausee Hohenfelden wurde 1966/ 1967 als Naherholungsgebiet angelegt.
Der Stausee Hohenfelden wurde 1966/ 1967 als Naherholungsgebiet angelegt Bildrechte: Luca Schliefer
Der Stausee Hohenfelden wurde 1966/ 1967 als Naherholungsgebiet angelegt.
Der Stausee Hohenfelden wurde 1966/ 1967 als Naherholungsgebiet angelegt Bildrechte: Luca Schliefer
Brigitte und Michael Liebau sind Dauercamper in Hohenfelden.
Brigitte und Michael Liebau sind Dauercamper in Hohenfelden Bildrechte: Thomas Bresinsky
Camperfamilie Liebau kommt seit über 50 Jahren nach Hohenfelden.
Mittlerweile kommen sie auch mit Enkel Felix auf den Campingplatz Bildrechte: Thomas Bresinsky
Fischer Uwe Müller kümmert sich um das Ökosystem im Stausee Hohenfelden.
Fischer Uwe Müller kümmert sich um das Ökosystem des Stausees Bildrechte: Luca Schliefer
Uwe Müller ist regelmäßig auf dem Stausee Hohenfelden unterwegs.
Regelmäßig ist er auf dem Stausee mit seinem Boot unterwegs Bildrechte: Thomas Bresinsky
Die Greifvögel von Falkner Herbert Schütz fressen Fisch aus dem Stausee Hohenfelden.
Herbert Schütz betreibt nahe des Stausees eine Falknerei. 40 Vögel hält er auf seinem Falkenhof Bildrechte: Thomas Bresinsky
Eventkoch Hans Marcher setzt auf regionale Zutaten.
Eventkoch Hans Marcher setzt auf regionale Zutaten Bildrechte: Thomas Bresinsky
Eventkoch Hans Marcher ist vor 28 Jahren nach Thüringen gezogen.
Vor 28 Jahren ist er der Liebe wegen von Bayern nach Thüringen gezogen Bildrechte: Thomas Bresinsky
Bauingenieur Horst Leinweber hat den Stausee Hohenfelden mit geplant.
Bauingenieur Horst Leinweber hat den Stausee Hohenfelden mit geplant Bildrechte: Thomas Bresinsky
Elisabeth Herber und Caroline Hüll sind die Muschelprinzessinnen vom Stausee Hohenfelden.
Prinzessinnen am Stausee: Elisabeth Herber und Caroline Hüll sind die Muschelprinzessinnen von Hohenfelden Bildrechte: Thomas Bresinsky
Der Stausee ist heute Teil der "Erlebnisregion Hohenfelden".
Heute ist der Stausee Teil der "Erlebnisregion Hohenfelden" Bildrechte: Luca Schliefer
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Campen in idyllischer Natur

Brigitte und Michael Liebau kommen seit fast 35 Jahren her. Sie sind Dauercamper aus Leidenschaft, verbringen jede freie Minute auf ihrer Parzelle. Für sie gibt es keinen schöneren Ort: „Camping ist eine Lebenseinstellung!“ Die beiden Erfurter lieben die idyllische Natur und ganz besonders die starke Gemeinschaft auf dem Campingplatz.

Es spielt hier eigentlich keine Rolle, wer hier welchen Beruf hat. Hier sind sie eigentlich alle gleich. Wir sind Camper!

Michael Liebau

Hier haben sie ihre Kinder großgezogen – und seit einiger Zeit ist auch Enkel Felix begeisterter Nachwuchs-Camper. Mit seinem Opa im Stausee zu angeln, ist für den Sechsjährigen das Größte.

Der Fischer vom Stausee

Die westliche Seite des Sees ist Naturschutzzone und Lieblingsplatz von Uwe Müller. Er ist Fischer und Umweltexperte. Die Pflege des Stausees ist sein Lebenswerk. Uwe Müller ist es zu verdanken, dass die Wasserqualität inzwischen hervorragend ist. Das war nicht immer so. In den 1970er Jahren wurden asiatische Graskarpfen im Stausee ausgesetzt.

Uwe Müller ist regelmäßig auf dem Stausee Hohenfelden unterwegs.
Uwe Müller ist regelmäßig auf dem Stausee Hohenfelden unterwegs. Bildrechte: Thomas Bresinsky

Die waren viel zu groß für dieses Gewässer, haben alles gefressen, was im See wuchs. Dem Wasser fehlte damit die natürliche Filteranlage, er wurde zu einer stinkenden Algenbrühe.

Uwe Müller

Seit mehreren Jahren sorgt Uwe Müller nun dafür, dass das Biotop im Gleichgewicht bleibt, etwa durch das Aussetzen kleinerer, heimischer Fischarten und das Ansiedeln von Teichmuscheln, die das Wasser filtern.

Eventlokal

Die Wasserqualität ist auch Hans Marcher wichtig. Wenn die nicht stimmt, bleiben die Gäste aus. Der gelernte Werbekaufmann glaubt an das Potenzial des Sees, sieht den Tourismus als Chance für die ganze Region. Aus dem völlig heruntergekommenen ehemaligen Verwaltungsgebäude des Naherholungsgebiets hat Hans Marcher ein Eventlokal gemacht und sich damit einen Traum erfüllt: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Vor einigen Jahren hat er eine Zusatzausbildung als Koch absolviert und steht, wann immer es die Zeit zulässt, nun selbst hinterm Herd.

Eventkoch Hans Marcher setzt auf regionale Zutaten.
Eventkoch Hans Marcher setzt auf regionale Zutaten. Bildrechte: Thomas Bresinsky

Gutes Essen gehört zu meinem Leben [...]. "Hans am See" ist keine Schickimicki-Bude, wie man das vielleicht so kennt, sondern wir kochen mit ehrlichen, ordentlichen Zutaten aus der Region. Das liegt uns am Herzen.

Hans Marcher

Ein See – viele Erlebniswelten! Der Film von Maxine Brückner erzählt vom Leben und Ferienmachen am Stausee Hohenfelden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Immer wieder wird die Frage dabei aufgeworfen, wie Natur und Erlebnisregion in Einklang gebracht werden können.

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Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2019, 16:46 Uhr