Die wilde Müglitz
Bildrechte: MDR/Simank

Die wilde Müglitz

Ein Film von Peter und Stefan Simank

Es ist nur ein kleiner Fluss, doch er erzählt viele Geschichten: von Vertreibung, tierischer Neubesiedelung, der teils zerstörenden Kraft der Natur und von Heimatliebe. Zwei Fernsehmacher folgen der Müglitz von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe.

Die wilde Müglitz
Bildrechte: MDR/Simank

Sonnendurchflutete Berghänge, märchenhafte Täler, traumhafte Bergwiesen. Schon der sächsische König Johann nannte es "das schönste Tal Sachsens" - das Müglitztal. Und noch heute besticht die Flusslandschaft durch ihre atemberaubende Natur. Doch die menschlichen Schicksale, die sich an den Ufern der Müglitz abspielten, waren zum Teil sehr tragisch. 1945 werden Tausende Deutsche aus ihrer Heimat am Oberlauf des Flusses vertrieben, die fortan zu Tschechien gehört. In den 1950er Jahren schiebt die Sowjetarmee die letzten leerstehenden Häuser endgültig zusammen.

Neue Bewohner

Die wilde Müglitz
Eine Wasseramsel an der Müglitz. Bildrechte: MDR/Simank

Es haben sich keine neuen Menschen für das harte Leben im rauen Bergklima gefunden. Dafür jedoch neue tierische Bewohner, die andernorts ihre Heimat verloren haben. Und so befindet sich in den verschwundenen Dörfern des Müglitztals heute einer der letzten Birkhuhnbestände Sachsens. Auch die stark gefährdeten Kreuzottern leben hier.

Vom ruhigen Flüsschen zum reißenden Strom

Doch nicht nur die Menschen im Quellgebiet des Flusses haben eine bewegte Geschichte: Die Müglitz, normalerweise ein ruhiges fünf bis acht Meter breites Flüsschen, kann bei entsprechender Wetterlage zu einem reißenden Strom werden. Aufzeichnungen zufolge ereigneten sich in dem Tal seit 1609 achtzehn schwere Hochwasserkatastrophen. Zuletzt rauschte im August 2002 die Flut durch das Müglitztal und verwüstete ganze Ortschaften.

Heimatliebe und Touristenmagnet

Doch trotz der verheerenden Zerstörungskraft des Flusses - die Menschen blieben ihrer Müglitz immer treu, egal wie hoch die Fluten standen. Was macht diese Heimatliebe aus? Und weshalb zieht der eher kleine Fluss jährlich zehntausende Touristen an?

Die Fernsehmacher Peter und Stefan Simank folgen der 50 Kilometer langen Müglitz - von der Quelle in Cínovecký hřbet an der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien bis zur Mündung in die Elbe bei Heidenau.

Bildergalerie Unterwegs an der wilden Müglitz

Es ist nur ein kleiner Fluss, doch er erzählt viele Geschichten: von Vertreibung, tierischer Neubesiedelung, der Kraft der Natur und von Heimatliebe. Zwei Fernsehmacher folgen der nur 50 Kilometer langen Müglitz.

Blick auf eine grüne Wiese mit weißen Blumen
Die Quelle der Müglitz liegt in Tschechien in der Nähe des Berges Cínovecký hřbet. Bildrechte: MDR/Simank
Blick auf eine grüne Wiese mit weißen Blumen
Die Quelle der Müglitz liegt in Tschechien in der Nähe des Berges Cínovecký hřbet. Bildrechte: MDR/Simank
Auf einer Wiese steht ein weißer, viereckiger Stein, auf dem der Buchstabe C steht.
Nur ein kurzes Stück hinter der Quelle befindet sich die sächsisch-tschechische Grenze. Bildrechte: MDR/Simank
Im Vordergrund fließt ein kleiner Fluss, im HIntergrund steht auf einem Felsen ein Schloss.
Eine bekannte Sehenswürdigkeiten am Ufer der Müglitz: Schloss Weesenstein. Bildrechte: MDR/Simank
Ein Berghang, rechts und links davon stehen Bäume.
Die Müglitz fließt auf ihren knapp 50 Kilometern durch sonnendurchflutete Berghänge und märchenhafte Täler, ... Bildrechte: MDR/Simank
Ein Fluss fließt durch eine dicht bewachsene Landschaft
... allerdings ist der normalerweise fünf bis acht Meter breite Fluss nicht immer so ruhig ... Bildrechte: MDR/Simank
Wasser braust über Steine
... bei entsprechender Wetterlage kann die Müglitz zu einem reißenden Strom werden. Bildrechte: MDR/Simank
Ein künstlicher Teich inmitten eines Waldes.
Um schwere Naturkatastrophen wie im Jahr 2002 zu verhindern, gibt es im Müglitztal Hochwasserrückhaltebecken, wie dieses in Lauenstein. Bildrechte: MDR/Simank
Ein Vogel (Wasseramsel) sitzt auf einem nassen Stein.
Die Müglitz ist Heimat für zahlreiche tierische Bewohner: unter anderem die letzten Birkhühner Sachsens, die stark gefährdeten Kreuzotter und Wasseramseln. Bildrechte: MDR/Simank
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke, wo du lebst | 14. April 2018 | 11:45 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke, wo du lebst | 14. April 2018 | 11:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2018, 14:47 Uhr

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