Bilder Ferropolis: Gesichter und Geschichten

Ein schwarzweiß-Foto
Der Arbeitskräftebedarf im Bitterfelder Revier war riesig, geworben wurde deswegen auch um Frauen. Anfangs waren sie ungelernte Gleisarbeiterinnen, später waren sie tätig als Schlosserinnen, Mechanikerinnen, Lokführerinnen. Schließlich leitete eine Frau, Helge Häger, das Braunkohlekombinat Bitterfeld. Ende der 1970er-Jahre waren 40 Prozent der Belegschaft in der Braunkohle weiblich. Bildrechte: Privat / Horst Richter
Ein schwarzweiß-Foto
Der Arbeitskräftebedarf im Bitterfelder Revier war riesig, geworben wurde deswegen auch um Frauen. Anfangs waren sie ungelernte Gleisarbeiterinnen, später waren sie tätig als Schlosserinnen, Mechanikerinnen, Lokführerinnen. Schließlich leitete eine Frau, Helge Häger, das Braunkohlekombinat Bitterfeld. Ende der 1970er-Jahre waren 40 Prozent der Belegschaft in der Braunkohle weiblich. Bildrechte: Privat / Horst Richter
Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
Der Job war hart, aber angesehen und gut bezahlt: "Ich bin Bergmann, wer ist mehr?", hieß es damals. Als Gratifikation diente auch der Grubenschnaps. Der war im Tausch für Mangelware wie eine harte Währung, lacht Roland Hermann. Bildrechte: Der Osten - Entdecke wo du lebst / MDR FERNSEHEN
Elternhaus in Gremmin vor der Überbaggerung
1981 musste Roland Hermann sein eigenes Dorf, Gremmin mit wegbaggern. Bildrechte: Privat / Roland Hermann
Überbaggerung von Gremmin
Große Proteste gab es nicht, viele Menschen verdienten ihr Brot in der Kohle. Bildrechte: Stadtarchiv Gremmin
Ein Foto von einem Tagebau
Nach 70 Millionen Tonnen war Golpa-Nord 1991 wie geplant "ausgekohlt". Der plötzliche komplette Ausstieg aus der Kohle-Industrie jedoch stürzte viele Menschen in der Region in eine schwere Krise. Von 60.000 Arbeitsplätzen blieben nur 3.000. Bildrechte: Rene Baer
Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
Festivals finden in diesem Jahr nicht statt, aber es gibt  ein Autokino und einen "Pop-up-Campingplatz". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Begehung von Golpa-Nord mit Horst Richter
Im Tagebau: Mit 14 Jahren begann Horst Richter als Schlosser-Lehrling, mit Ende 20 wurde er der erste Leiter von Golpa-Nord. Bildrechte: Privat / Rene Baer
Baggerfahrerin Monika Miertsch
Monika Miertsch gehörte seit 1970 dazu, als Baggerfahrerin in Golpa-Nord fuhr sie gleich das älteste Gerät, den Bagger 197, Baujahr 1941, der heute "Mosquito" heißt Bildrechte: Privat / Monika Miertsch
Eine schwarzweiß-Postkarte
In der DDR hing die ganze Wirtschaft am "Schwarzen Gold". 250 Dörfer mussten weichen. So auch Gremmin unweit von Gräfenhainichen. Bildrechte: Stadtarchiv Gremmin
Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
In Golpa-Nord gründeten ehemalige Kumpels, die sich nun selbst abwickelten, wie zum Trotz, einen Förderverein, um beispielsweise das Modell des 617er Baggers, einst größter Eimerkettenbagger der Welt, in Schuss zu halten. Bildrechte: Der Osten - Entdecke wo du lebst / MDR FERNSEHEN
Ein Plan
Zur selben Zeit überlegte eine Gruppe Landschaftsplaner am wieder gründeten Bauhaus Dessau, ob aus ehemaligen Gruben wie in Golpa nicht etwas ganz Neues enstehen könnte. Bildrechte: Stiftung Bauhaus Dessau / Mitteldeutscher Rundfunk
Städteplaner Harald Kegler und Martin Brück, damals Student, im Bauhaus Dessau über den Plänen für Ferropolis
Städteplaner Harald Kegler und Martin Brück (l.), damals Student, schafften es, Klaus Schucht, bei der Treuhand zuständig für Bergbau und selbst vom Fach, bei einem wilden Outdoor-Trip für ihre Idee vom "Industriellen Gartenreich" zu begeistern. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
Ferropolis sei nach dem Ende der DDR und dem Tagebau-Aus gewissermaßen aus der Krise entstanden, sagt Geschäftsführer Thies Schröder. Er kämpft nun mit seinem Team dafür, dass die "Stadt aus Eisen" auch die Pandemie überdauert; nicht nur als Kulisse für Konzerte, sondern als Monument einer Ära. Dafür arbeitet er gerade mit seinem Team. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ferropolis - Die Stadt aus Eisen
Zukunftsideen gibt es auch heute für Ferropolis. Schüler und Schülerinnen können zum Projekttag kommen, um etwas über Braunkohle und den Tagebau zu lernen, in dem vielleicht ihre Großeltern arbeiteten, aber auch um an Solar-Modellautos zu tüfteln. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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