Der Osten - Entdecke wo du lebst | 27.12.2020 Making of: "Sachsens Glanz & Preußens Gloria" – Geheimnis einer Legende

Der Sechsteiler über Aufstieg und Fall des sächsischen Königshauses war das größte Projekt des DDR-Fernsehens. Hochkarätig besetzt mit Schauspielern wie Dietrich Körner oder Rolf Hoppe und wahrlich barock ausgestattet! Zum bevorstehenden 35-jährigen Jubiläum der Reihe entstand ein nachträgliches Making-of: Der Film von Kerstin Mauersberger spürt den Erinnerungen von Beteiligten, der Kraft der Bilder, den Charakteren und der bis heute anhaltenden Wirkung nach.

Sachsens Glanz & Preußens Gloria - Geheimnis einer Legende 45 min
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Der Osten - Entdecke wo du lebst So 27.12.2020 22:00Uhr 44:53 min

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Sachsens Glanz und Preußens Gloria – der Sechsteiler über das Leben und die damit einhergehenden Intrigen am sächsischen Hof im 18. Jahrhundert waren das größte, teuerste und ehrgeizigste Projekt des DDR-Fernsehens überhaupt. Millionen Zuschauer verfolgten die Geschichte um den Aufstieg des sächischen Königshauses, der im Siebenjährigen Krieg endete. Die barocke Pracht in einem Rausch schöner Bilder wiederaufleben zu lassen, das hatte seinen Preis.

Hochkarätig besetztes Großprojekt

Szenarist und Regisseur feilten drei Jahre am Drehbuch und mussten dann noch einmal anderthalb Jahre warten, bis die DEFA das Budget zusammen hatte. 12 Millionen Mark waren veranschlagt, sie sollten nicht reichen. Schon allein die Garderobe der Hauptdarsteller kostete im Schnitt 50.000 Mark der DDR und wurde in aufwendiger Handarbeit gefertigt. Die DEFA fuhr mit riesigen Teams, hunderten von Kostümen und LKW's voll Technik nach Leningrad und Warschau, um den eigentlichen Handlungsort Dresden so glanzvoll wie möglich zu inszenieren. Denn damals Anfang der 1980er-Jahre war etwa das Residenzschloss noch eine Ruine.

Das namhafte Schauspiel- Ensemble um Dietrich Körner, Rolf Hoppe, Ezard Haußmann, Monika Woytowicz, Eberhard Esche und Irma Münch schufen in Regie von Hans Joachim Kasprzik Figuren, hinter denen die historischen Vorbilder teilweise verblassten.

Bilder Making of: Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Dass die Fernsehzuschauer in der DDR in großen Bildern von Sachsens Glanz erfahren, ist vor allem dem Schriftsteller Alfred Börner und dem Regisseur Hans Joachim Kasprzik zu verdanken.

Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Das barocke Dresden ist ein Mythos. Vieles wurde in den Bombennächten von 1945 zerstört und erst in jüngster Zeit wieder aufgebaut. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Das barocke Dresden ist ein Mythos. Vieles wurde in den Bombennächten von 1945 zerstört und erst in jüngster Zeit wieder aufgebaut. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Leander Haußmann erzählt noch heute begeistert von den Dreharbeiten mit Regisseur Hans Joachim Kasprzik, der voller Witz und Kraft gewesen sei. Damals noch Schauspielstudent stand Haußmann mit der ersten Riege vor der Kamera. Er sagt über die Sachsen-Saga: "Es war nicht so etwas wie "Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse". Es war etwas ganz Neues, dass man sich daran gewagt hatte, dass sich die DDR ein bisschen geöffnet hatte ... plötzlich für diese Tradition und  Geschichte." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Eher durch einen Zufall wirkte auch die Tochter des Regisseurs, Anne Kasprik, mit. Sie mimte Gräfin Dönhoff, die Nachfolgerin der Cosel als Mätresse Augusts des Starken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Anne Kasprik weiß auch um die Kämpfe ihres Vaters, das Großprojekt zu starten und zu stemmen. Kasprzik, Jahrgang 1928, stammte aus einer armen schlesischen Bergarbeiterfamilie. Er las seit frühester Kindheit, ging in der Nachkriegszeit so oft er konnte ins Kino.
Vom Statisten brachte er es zum Regieassistenten und zum Regisseur.
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Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Die sechs Filme rund um "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" haben bis heute Spuren hinterlassen. Historiker oder Gästeführer an einstigen wie der Burg Stolpen können ein Lied davon singen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Dass die Fernsehzuschauer in der DDR in großen Bildern von "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" erfahren, ist vor allem dem Drehbuchautor Alfred Börner und Regisseur Hans Joachim Kasprzik zu verdanken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Jens Gaitzsch, Museologe auf der Burg Stolpen, dem Verbannungsort der Gräfin Cosel, stellt fest, dass sie nicht allein die romantisch Liebende war und auch keine frühe Feministin.
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Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Auch der aufwendig inszenierte Fluchtversuch von der Burg ist eine Erfindung der Filmemacher, wie Gaitzsch betont. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Gaitzsch, der jede der mehrere tausend Seiten umfassenden Akten über die Cosel im Sächsischen Staatsarchiv gelesen hat, kommt zu dem Schluss, dass die Gräfin wohl eine "histrionische Persönlichkeit" gewesen sei. "Mit impulsiven und narzisstischen Zügen." Fest steht, dass sie 49 Jahre ihres Lebens in Verbannung auf Burg Stolpen verbringen musste und dort auch starb. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Christoph Pötzsch ist heute Stadtführer in Dresden und kennt alle Schauplätze des Films. Er sah zu bei den Dreharbeiten und sagt:
"'Sachsens Glanz und Preußens Gloria' ist eine Literaturverfilmung, keine Doku über sächsische Geschichte. Wenn man sich darauf einlässt, sind die Filme in sich stimmig. Eine großartige, dramaturgische Vision."
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Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Szenenbildner Georg Kranz sorgte dafür, dass die filmische Zeitmaschine ins Barock funktionierte. Der kriegsversehrten Ruine des Dresdener Residenzschlosses gab er mit dem Scheibentrick eine neue Fassade.
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Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
Auch für einen Maskenball, der in Potsdam in der Nähe des Neuen Palais inszniert wurde, zauberte er. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Glanz und Preußens Gloria: Making of
"Also Netflix hätte das nicht viel besser machen können", findet am Ende Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes in Dresden.
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Nicht nur Leander Haußmann auch Anne Kasprik, Michele Marian und Maxi Biewer spielten ihre ersten Rollen in "Sachsens Glanz und Preußens Gloria". Magdalena Trzybala agierte als schöne und temperamentvolle Gräfin Cosel. Die Tochter des Regisseurs, Anne Kasprik, mimte Gräfin Dönhoff, die Nachfolgerin der Cosel als Mätresse Augusts des Starken, den Dietrich Körner verkörperte. Kasprik weiß auch um die Kämpfe ihres Vaters, das Großprojekt zu stemmen.

Fakt und Fiktion

Die sechs Filme rund um "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" haben bis heute Spuren hinterlassen. Historiker oder Gästeführer an einstigen wie der Burg Stolpen können ein Lied davon singen. So kennen nicht wenige Touristen die Filme, die dann auch im Westen erfolgreich im Fernsehen liefen. Sie hören demnach oft nicht so gern, dass die Cosel nicht die romantisch Liebende war, die alle im Kopf haben oder dass Friedrich August vielleicht doch nicht so schwach, melancholisch und von Staatsgeschäften überfordert war, wie in "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" dargestellt. Auch im Falle Brühls kann bei näherer Betrachtung der Quellenlage keinesfalls an dem intriganten, selbstsüchtigen und politisch unterbelichtete Charakter festgehalten werden, den der Film zeichnet.

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Krönung von August, II. Dietrich Körner (August II)
Folge 1: In sechs Teilen erzählt die Serie von Aufstieg und Fall des sächsischen Königshauses im 18. Jahrhundert. Dietrich Körner verkörpert August II., der Starke (hier bei der Krönung). Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Bernd Nickel
Krönung von August, II. Dietrich Körner (August II)
Folge 1: In sechs Teilen erzählt die Serie von Aufstieg und Fall des sächsischen Königshauses im 18. Jahrhundert. Dietrich Körner verkörpert August II., der Starke (hier bei der Krönung). Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Bernd Nickel
Marzena Trybala (Gräfin Cosel)
Folge 2: Die Verbindung Augusts des Starken mit der Gräfin Cosel (Marzena Trybala) ist eine der schillernden, legendenumwobenen Liebesgeschichten der Barockzeit. Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Siegfried Skoluda
Dietrich Körner (König August II. von Sachsen) (li), Marzena Trybala (Anna Constantina von Hoym, spätere Gräfin Cosel) (re)
Folge 2: Während August nach Polen reist, um seine verlorene Königskrone zurückzuerobern, bleibt die Cosel in Sachsen zurück. Ihre Versuche, August zurückzugewinnen, scheitern ... Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Siegfried Skoluda
 Irma Münch (Königin Maria Josepha) (li), Ezard Haußmann (Heinrich Graf von Brühl) (re) (sitzend, 1. Reihe), Marta Rafael (Gräfin Kolowrath, Oberhofmeisterin) (1.v.l.), Jitka Molavcova (Gräfin Franziska von Kolowrath) (3.v.l.) (2. Reihe stehend)
Folge 3: Mit dem Tode August des Starken 1733 beginnt auf mehreren Ebenen der Kampf um seine Nachfolge. Sachsens Schicksal wird zunehmend von einem jungen Adligen gelenkt, der sich vom Pagen August des Starken bis zum Premierminister hochgearbeitet hat, dem Grafen Heinrich von Brühl (Ezard Haußmann, sitzend, 1. Reihe, r.).

Irma Münch (Königin Maria Josepha) (li), , Marta Rafael (Gräfin Kolowrath, Oberhofmeisterin) (1.v.l.), Jitka Molavcova (Gräfin Franziska von Kolowrath) (3.v.l.) (2. Reihe stehend)
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
Molavcova (Gräfin Brühl) (li), Ezard Haußmann (Heinrich Graf von Brühl (re)
Mehr als 20 Millionen Mark der DDR verschlingt denn auch die teuerste DEFA-Produktion aller Zeiten. In sechs Teilen erzählt sie von Aufstieg und Fall des sächsischen Königshauses im 18. Jahrhundert. Allein für die ersten beiden Teile gibt es 123 Drehtage an 53 Drehorten. Gedreht wird nicht nur in Sachsen, sondern auch im Ausland, beispielsweise in der Leningrader Eremitage. Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
Ortmann (Oberst Rosen ) (li), Gunter Schoß (Graf Joseph von Sulkowski) (re)
Folge 4: Noch teilt Brühl seine Macht mit Sulkowski (Gunter Schoß, r.), dem Intimus aus der Jugendzeit August III.. Doch Brühl, versteht es, seine außenpolitischen diplomatischen Aktivitäten mit einer erfolgreichen Intrige zu verknüpfen, um Sulkowski zu stürzen. Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
Rolf Hoppe (König August III.)
Folge 4: Für den Erfolg von "SGUPG" sorgt auch die Star-Besetzung. Rolf Hoppe (l.) mimt den schwächelnden Nachfolger August III. als melancholisch-trägen Sachsenkönig, der auf einen drahtigen Preußen trifft. Arno Wischnewski spielt Friedrich II., der aus dem kurfürstlichen Sachsen im Siebenjährigen Krieg einen "Mehlsack" macht. Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
Leon Niemczyk (Rat Menzel)
Folge 5: Weihnachten 1985 wird "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" im DDR-Fernsehen ausgestrahlt. Ob des Publikumserfolges entstehen bis 1987 noch zwei Teile, die nun auch die Vorgeschichte mit Gräfin Cosel zeigen. Auch die ARD strahlt die Serie aus. Hier zu sehen: Rat Menzel (Leon Niemczyk). Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heint Pufahl
Arno Wyzniewski (König Friedrich II. von Preußen)
Folge 6: Preußenkönig Friedrich II. (Arno Wyzniewski, r.) lässt den Brühlschen Palast plündern und das sächsische Geheimarchiv aufbrechen. Die sächsische Monarchie ist am Ende.
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
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Dass der Sechsteiler dennoch hochprofessionelles Filmkunsthandwerk war, wird dennoch von keinem Historiker bezweifelt. Zehn Jahre seines Lebens hat Regisseur Kasprzik schließlich an "Sachsens Glanz und Preußens Gloria" gearbeitet und dem DDR-Fernsehen zu einem seiner größten Erfolge verholfen. Auch die ARD zeigte die Serie.

Sachsen und Preußen: Szenen einer Nachbarschaft

Johann Fink/Fincke (?), Johann Georg II. von Sachsen und Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Um 1665; Öl auf Leinwand, 163 x 133 cm, Rüstkammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Johann Fink/Fincke (?), Johann Georg II. von Sachsen und Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Um 1665 Bildrechte: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut

Wallende Locken, prächtige Rüstungen, rechts Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, links Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen – Hand in Hand malte Johann Fink in einem großen Ölbild die beiden Nachbarn um 1660. Beide griffen nach der Königswürde, nicht ohne einander dabei zu unterstützen. Damals tauschten sie noch gegenseitige Glückwunschschreiben aus. Zugleich wetteiferten sie um "Glanz und Gloria" – und rüsteten auf.

Doch die Allianz zwischen Preußen und Sachsen war nicht für die Ewigkeit. Mit Friedrich II. kam die fatale Wende. 1756 marschierte der Preuße in Sachsen ein und eröffnete damit einen Siebenjährigen Krieg in Europa. Als Aufmarsch- und Versorgungsgebiet musste Sachsen herhalten. So folgten auf den Handschlag blutige Schlachten, der Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht und der Niedergang des glanzvollen Sachsens, das an der Seite Napoleons in den Befreiungskriegen unterging und nach dem Wiener Kongress 1814/1815 zwei Drittel seines Territoriums verlor. Die erste Brandenburgische Landesausstellung 2014 schilderte die "Szenen einer Nachbarschaft".

"SGPG": Worum es in dem Sechteiler geht

August der Starke nimmt sich Anna Constantina von Hoym, die spätere Reichsgräfin von Cosel, zur Mätresse. Er gewinnt die polnische Krone, agiert aber eher glücklos in der europäischen Politik. Ihm folgt sein Sohn, der Sachsenkönig August III., auf den Thron. Er ist von den Regierungsgeschäften eher überfordert, flüchtet sich lieber ins Sammeln und Betrachten von Bildern. Er vertraut die Regierungsgeschäfte nacheinander Graf Sulkowski und dessen Gegenspieler Minister Heinrich Graf von Brühl an. Im Gegensatz zum trägen Sachsenkönig weiß der Preußenkönig, Friedrich der Große, die Gunst der Stunde zu nutzen.

So wie Kraszewski Roman soll auch der Film aus sechs Teilen bestehen. Doch dagegen formiert sich anfangs Widerstand, da bei der DEFA zur gleichen Zeit ein Vierteiler über das Leben des Kommunisten und Widerstandskämpfers Ernst Thälmann-Film entsteht. Erst mit dem "SGPG"-Erfolg nach der Ausstrahlung wird mit der eigentlich vorangestellten Geschichte rund um die Cosel in zwei Teilen nachgelegt.

Es geht darin also um ihre Liebe zu August dem Starken und ihr tragisches Ende in der Verbannung auf der Burg Stolpen. Nach dem Tode Augusts des Starken steht der listige Graf Brühl im Mittelpunkt. Mit Intrigen versteht er es, August III. auf seine Seite zu ziehen und Widersacher am Hofe zu entfernen. Es folgen die Wirren des Siebenjährigen Krieges. August III. und Brühl legen sich mit Friedrich dem Großen an. Bis preußische Soldaten in Dresden einmarschieren. Preußens Gloria siegt über Sachsens Glanz.

Wer mitgespielt hat

August der Starke: Dietrich Körner
Gräfin Cosel: Marzena Trybała
August III.: Rolf Hoppe
Graf Heinrich von Brühl: Ezard Haußmann
Gräfin Franziska von Brühl: Jitka Molavcová
Graf Josef von Sulkowski: Gunter Schoß
Königin Maria Josepha: Irma Münch
Friedrich II.: Arno Wyzniewski
Monika Woytowicz: Gräfin Frederike von Moszynska, Tochter von August dem Starken mit seiner Mätresse, Gräfin von Cosel
u.v.a.

Making of

* Zehn Stunden Film in sechs Teilen
* 186 Drehorte, davon 100 im Außenbereich,
* Innenaufnahmen in 86 verschiedenen Dekorationen vom Hinterzimmer und Kabinett bis zu Salons und Sälen
* Kosten: 21 Millionen Ost-Mark, eine Million D-Mark zahl die ARD für die Senderechte.

Buchtipp Albrecht Börner
Sachsens Glanz und Preußens Gloria
336 Seiten
Jena: Bussert & Stadeler 2007
ISBN: 978-3-932906-76-3

Auf Basis von Józef Ignacy Kraszewskis Epos schrieb Albrecht Börner das Drehbuch. Kraszewskis Zyklus umfasst die drei Romane "Gräfin Cosel" (1873), "Brühl" (1874) und "Aus dem Siebenjährigen Krieg" (1875). Jeder der drei Teile ist noch untergliedert in zwei Bücher.

Programmtipp & Mediathek

Dietrich Körner (August II, Kurfürst von Sachsen, König von Polen)
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Bernd Nickel
MDR FERNSEHEN So, 27.12.2020 22:45 00:15

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Gräfin Cosel, Teil 1

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 1

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Dietrich Körner (König August II. von Sachsen) (li), Marzena Trybala (Anna Constantina von Hoym, spätere Gräfin Cosel) (re)
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MDR FERNSEHEN Mo, 28.12.2020 00:15 01:35

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Gräfin Cosel, Teil 2

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 2

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 Irma Münch (Königin Maria Josepha) (li), Ezard Haußmann (Heinrich Graf von Brühl) (re) (sitzend, 1. Reihe), Marta Rafael (Gräfin Kolowrath, Oberhofmeisterin) (1.v.l.), Jitka Molavcova (Gräfin Franziska von Kolowrath) (3.v.l.) (2. Reihe stehend)
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
MDR FERNSEHEN Di, 29.12.2020 00:00 01:35

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Brühl - Die große Karriere, Teil 1

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 3

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Rolf Hoppe (König August III.)
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
MDR FERNSEHEN Di, 29.12.2020 01:35 03:05

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Brühl - Der Zweikampf, 2. Teil

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 4

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Arno Wyzniewski (König Friedrich II. von Preußen)
Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heinz Pufahl
MDR FERNSEHEN Mi, 30.12.2020 00:45 02:15

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Aus dem Siebenjährigen Krieg, Teil 2

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 6

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Leon Niemczyk (Rat Menzel)
Leon Niemczyk (Rat Menzel) Bildrechte: MDR/Deutsches Rundfunkarchiv/Heint Pufahl
MDR FERNSEHEN Di, 29.12.2020 23:25 00:45

Winter der Legenden Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Sachsens Glanz und Preußens Gloria

Aus dem Siebenjährigen Krieg, Teil 1

Sechsteiliger Fernsehfilm DDR 1983/1987

Folge 5

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DEFA-Geschichte: Mehr als Märchen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 27. Dezember 2020 | 22:00 Uhr