Grüne würden Klima- und Umweltschutz ändern

von Janina Lückoff, ARD-Hauptstadtkorrespondentin für MDR AKTUELL

Wenn die Grünen in Europa 100 Prozent hätten, dann würde sich vor allem beim Klima- und Umweltschutz einiges ändern.  Denn das sind ja die Kernthemen der Grünen, und das gilt auch bei dieser Europawahl.  Die Grünen würden eine europäische Plastik-Steuer auf Wegwerfprodukte einführen. In der Landwirtschaft bekämen kleine Betriebe und Öko-Bauern mehr europäische Fördergelder. Glyphosat und giftige Pflanzengifte würden von den Feldern verschwinden.

Die Grünen würden eine CO2-Abgabe einführen – verbunden mit einem Energiegeld für die Bürger. Und ab 2030 würden nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden.

Die Grünen setzen aber auch stark auf das Thema soziale Gerechtigkeit. Und damit es innerhalb der Europäischen Union gerechter zugeht, würden die Grünen eine Grundsicherung für alle Menschen in der EU einführen und einen europaweiten Mindestlohn. Außerdem würden sie ein Europäisches Kriminalamt einführen und eine gemeinsame europäische Unternehmensmindestbesteuerung.

Mit den Grünen gäbe es eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik – dazu gehören ein faires, solidarisches Verteilungssystem, gleiche Asylstandards und ein europäischer Integrationsfonds, der Kommunen und Regionen unterstützen soll. Insgesamt wäre Europa mit 100 Prozent Grün gerechter, ökologischer und demokratischer – sagen die Grünen.

Zuletzt aktualisiert: 12. Mai 2019, 17:24 Uhr

Blick in den Plenarsaal des Europaparlaments.
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Wenn eine Partei 100 Prozent hätte, dann:

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Was wäre, wenn eine der Parteien alle Stimmen bei der Wahl gewinnen würde. Unsere Hauptstadtkorrespondenten haben dieses Szenario zu Ende gedacht - und überlegt, was die Parteien in einem solchen Fall umsetzen würden.