Menschen spiegeln sich 2014 in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament
Wie sehr identifiziert sich der normale Bürger mit Europa? Bildrechte: dpa

"FAKT IST!" | am 20. Mai aus Magdeburg | 22:05 Uhr Was schert mich Europa?

Flüchtlingskrise, nationalistische Tendenzen, Brexit – Europa ist ein Projekt mit Mängeln. Gleichzeitig bietet die EU ihren Bürgern viele Möglichkeiten. Doch was schert die Menschen eigentlich Europa? Darüber diskutiert die Runde bei "FAKT IST!" aus Magdeburg am Montag (20. Mai 2019) ab 22.05 Uhr im MDR-Fernsehen.

Menschen spiegeln sich 2014 in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament
Wie sehr identifiziert sich der normale Bürger mit Europa? Bildrechte: dpa

Europa ist fern und kompliziert. Und eine gigantische Geldvernichtungsmaschinerie. So zumindest das gängige Vorurteil. Doch die EU fördert mit ihrem multimilliardenschweren Haushalt jährlich zwei Millionen Einzelprojekte in den Mitgliedsländern – mit dem Ziel, die Lebensverhältnisse innerhalb der Union anzupassen. Jeder Bürger hat täglich mit der EU zu tun – sei es nur über eine gemeinsame Währung in vielen Ländern oder durch das inzwischen kostengünstige Telefonat aus dem europäischen Urlaubsland nach Hause.

Doch Europa ist viel mehr: der freie Handel mit Waren zwischen den Ländern, die grenzenlose Arbeitsplatz- und Wohnortwahl zwischen Lappland und Mittelmeer. Und nicht zuletzt ein gemeinsames Versprechen verschiedenster Völker aus den Lehren zweier apokalyptischer Weltkriege, dass so etwas von europäischem Boden nie wieder ausgehen darf – ein Versprechen, das 2012 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde.

Wie weiter mit Europa?

Stimmzettel Europawahl
Das Europaparlament wird alle fünf Jahre gewählt. Die Beteiligung lag zuletzt deutschlandweit bei 48 Prozent. Bildrechte: MDR/Anna Wulffert

Ein Projekt mit Mängeln: Denn der Ruf Europas ist lädiert. Spätestens 2015, mit den Fluchtbewegungen aus Nordafrika und Syrien, war es vorbei mit europäischer Solidarität. Nationalistische Tendenzen in Italien, Frankreich, Ungarn, Polen und anderen Ländern untergraben den europäischen Gedanken, mit dem Brexit dreht sogar gleich ein ganzes Land der EU den Rücken.

Die Bürger sollen letztlich das schlingernde Schiff auf Kurs halten, indem sie mit ihrer Europawahl-Stimme am 26. Mai dem Projekt neuen politischen Wind in die Segel pusten und Europa eine klare Richtung geben.

Doch was schert die Menschen eigentlich Europa? Sind nicht längst Reformen nötig, ist das alles für Otto-Normal-Europäer überhaupt noch verständlich und wo greift Europa – vielleicht auch zu tief – in die Lebensbereiche der Bürger ein?

Das diskutiert Moderatorin Anja Heyde mit:

Pia Schulte
Bildrechte: Pia Schulte

Pia Schulte

Pia Schulte

Junge Europäische Föderalisten (JEF) Deutschland

"Wir müssen die EU stetig weiterentwickeln. Das langfristige Ziel sollten dabei eine föderale Verfassung und damit die Vereinigten Staaten von Europa sein."

Lucas Guttenberg
Bildrechte: Laura Morton

Lucas Guttenberg

Lucas Guttenberg

Jaques-Delors-Instítut - Hertie School of Governance

"Europa ist längst Realität – aber man muss es politisch gestalten wollen."

Dieter Weitzel
Bildrechte: MDR

Dieter Weitzel

Dieter Weitzel

Landwirt in Gerbstedt

"Ich halte es mit dem ehemaligen französischen Präsidenten de Gaulle: Europa der Vaterländer, kein europäisches Vaterland."

Dr. Lutz Trümper vor Stadtkulisse mit Dom und Elbe
Bildrechte: Landeshauptstadt Magdeburg

Lutz Trümper

Lutz Trümper

SPD, Oberbürgermeister Magdeburg

"Europa ist gut für die Menschen – kann aber noch viel besser werden!"

Und was ist Ihre Meinung dazu?

Bürgerreporter Stefan Bernschein hat mit Bürgern den Praxistext zur Europawahl gemacht und den Menschen schon vorab den mehr als einen Meter langen Wahlzettel vorgelegt. Er spricht mit Vertretern der Wirtschaft und mit Bürgern über ihre EU-Erfahrungen.

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Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: FAKT IST! | 20. Mai 2019 | 22:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Mai 2019, 11:31 Uhr