Fakt ist! Aus Erfurt Essen oder Energie - Kampf ums Ackerland

Raps, Mais, Solarpaneele und Windräder zur Energiegewinnung oder Weizen, Kartoffeln und Weideflächen für die Lebensmittelproduktion: Wie wollen oder sollen wir in Zukunft unsere Wiesen & Felder nutzen? Darüber diskutieren wir bei Fakt ist! Aus Erfurt am Montag.

Weizenfeln und Rapsfeld
Essen oder Energie - Kampf ums Ackerland Bildrechte: panthermedia, MDR

"Ernährungssicherung hat oberste Priorität. Deshalb zählt jetzt Realitätssinn und keine ideologische Politik", sagt der CDU-Politiker Marcus Malsch. Der Agrarexperte im Thüringer Landtag verweist darauf, dass aktuell landwirtschaftliche Produkte knapper werden, deshalb will er alle politischen Vorgaben für die Landwirte auf den Prüfstand stellen lassen.

Marcus Malsch
Bildrechte: MDR/Marcus Malsch

Agrarpolitischer Sprecher Marcus Malsch, MdL CDU

Marcus Malsch, MdL CDU

MdL, Agrarpolitischer Sprecher CDU-Faktion im Thüringer Landtag

"Ernährungssicherung hat oberste Priorität. Deshalb zählt jetzt Realitätssinn und keine ideologische Politik."

Ophelia Nick (Grüne), Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, hält das für blanken Populismus. Aus ihrer Sicht droht Deutschland kein Versorgungsproblem.

MdB, Parlamentarische Staatssekretärin für Ernährung und Landwirtschaft
Bildrechte: Ophelia Nick

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick, MdB B'90/GRÜNE

Dr. Ophelia Nick, MdB B'90/GRÜNE

MdB, Parlamentarische Staatssekretärin für Ernährung und Landwirtschaft

"Vorgaben zur Art der Bewirtschaftung machen – nein; Förderanreize schaffen – ja."

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Wagner fordert angesichts der weltweiten Entwicklung in der Agrarwirtschaft mehr Bewegung von der deutschen Politik. Es könne nicht sein, dass Deutschland in einer Ausnahmesituation an Flächenstilllegungen festhalte. Wagner wendet sich auch gegen eine zunehmende Nutzung von Landwirtschaftsflächen zur Energieerzeugung "Ernährungssicherung ist Kernaufgabe der Landwirtschaft. Nur mit Strom allein bekommen wir niemanden satt."

Präsident Thüringer Bauernverband e.V.
Bildrechte: Klaus Wagner

Präsident Thüringer Bauernverband Dr. Klaus Wagner

Dr. Klaus Wagner

Präsident Thüringer Bauernverband e.V.

"Ernährungssicherung ist Kernaufgabe der Landwirtschaft. Nur mit Strom allein bekommen wir niemanden satt."

Für die Agrarwissenschaftlerin Kerstin Wydra ist die Diskussion um "Essen oder Energie" kein Widerspruch. Weil Ackerflächen mit Energiepflanzen unrentabel sind, setzt sie auf moderne Photovoltaik-Anlagen auf Feldern, die zusätzlich auch eine landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.

Pflanzenforscherin Fachhochschule Erfurt
Bildrechte: ThEEN

Agrarwissenschaftlerin, FH Erfurt Prof. Dr. Kerstin Wydra

Prof. Dr. Kerstin Wydra

Agrarwissenschaftlerin, Fachhochschule Erfurt

"Agri-Photovoltaik ist eine Win-Win-Win-Situation für Pflanzen- und Energieproduktion und Bürger*innen."

Diese und andere Fragen diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik und Landwirtschaft mit dem Publikum im Studio.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | FAKT IST | 11. April 2022 | 22:10 Uhr

Gäste in der Sendung

Präsident Thüringer Bauernverband e.V.
Bildrechte: Klaus Wagner

Dr. Klaus Wagner

Dr. Klaus Wagner

Präsident Thüringer Bauernverband e.V.

"Ernährungssicherung ist Kernaufgabe der Landwirtschaft. Nur mit Strom allein bekommen wir niemanden satt."

Marcus Malsch
Bildrechte: MDR/Marcus Malsch

Marcus Malsch, CDU

Marcus Malsch, CDU

MdL, Agrarpolitischer Sprecher CDU-Faktion im Thüringer Landtag

"Ernährungssicherung hat oberste Priorität. Deshalb zählt jetzt Realitätssinn und keine ideologische Politik."

Pflanzenforscherin Fachhochschule Erfurt
Bildrechte: ThEEN

Prof. Dr. Kerstin Wydra

Prof. Dr. Kerstin Wydra

Agrarwissenschaftlerin, Fachhochschule Erfurt

"Agri-Photovoltaik ist eine Win-Win-Win-Situation für Pflanzen- und Energieproduktion und Bürger*innen."

MdB, Parlamentarische Staatssekretärin für Ernährung und Landwirtschaft
Bildrechte: Ophelia Nick

Dr. Ophelia Nick, B'90/GRÜNE

Dr. Ophelia Nick, B'90/GRÜNE

MdB, Parlamentarische Staatssekretärin für Ernährung und Landwirtschaft

"Vorgaben zur Art der Bewirtschaftung machen – nein; Förderanreize schaffen – ja."

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