Eiszapfen am Strand
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FIGARINO-Geschichte & Reportage | MDR KULTUR | 06.01.2018 | 18:05 Uhr Wie klingt der Winter?

Kann man Eiszapfen hören, das wilde Treiben von Schneeflocken oder eine Schlittenfahrt? Diese Frage hat viele Komponisten beschäftigt. Sie haben sich darüber Gedanken gemacht, wie man vom Winter musikalisch erzählen kann. FIGARINO-Reporter Claus Fischer stellt euch die Musik vor.

Eiszapfen am Strand
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Die FIGARINO-Geschichte:

Figarino und Kater Long John wollen ins Konzert, aber es ist sehr kalt draußen. Warm eingepackt machen sie sich auf den Weg. Nur fahren wegen Glatteis weder Bus noch Taxi. Und zum größten Unglück fällt das Konzert auch noch wegen einer kaputten Heizung aus. Long John ist verzweifelt, aber da hat Figarino eine Idee …

Könnt ihr den Winter hören? Der Komponist Antonio Vivaldi hatte eine genaue Vorstellung davon, wie das geht. Er lebte vor 300 Jahren in Venedig. Beim Warten auf ein Boot, das ihn nach Hause bringt, hat er mächtig gefroren. Aus seinem  Zähneklappern hat er Musik gemacht und die Melodie dann zu Hause schnell aufgeschrieben.

Paar fährt in einem Pferdeschlitten durch Winterlandschaft
In der Musik von Leopold Mozart kann man hören, wie der Pferdeschlitten saust. Bildrechte: IMAGO

Kälte und Schneesturm mögen viele am Winter nicht. Aber Schlittenfahren macht den meisten Spaß. Leopold Mozart (er war der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart) hat eine Schlittenfahrt aufs Notenpapier gebracht. Allerdings dachte er dabei nicht an einen kleinen Kinderschlitten, mit dem man den Hügel hinunterrutscht, sondern an einen großen Schlitten, der von Pferden gezogen wird. Die Pferde kann man in dieser Musik tatsächlich hören.

Früher haben die Leute im Winter gern zusammen gesessen und gearbeitet, zum Beispiel Flachs gesponnen. Aus den Fasern einer Pflanze, die Lein heißt, wurde ein Faden hergestellt. Daraus konnte man z.B. Bettwäsche weben. Der Komponist Joseph Haydn hat das Spinnen in den warmen Stuben in seiner Musik beschrieben.

Snegurotschka - Enkelin von Väterchen Frost - verkörpert von eioner jungen Frau in reich besticktem,, weißen Gewand
Snegurotschka (deutsch: Schneeflöckchen) heißt die Enkelin von Väterchen Frost. Bildrechte: dpa

Wenn man so am Spinnrad sitzt, das munter vor sich hin schnurrt, dann kann man leicht ins Träumen geraten. Vielleicht sieht man am Fenster das Schneeflöckchen, ein kleines Mädchen aus Schnee. In Russland glauben die Kinder, dass es den Weihnachtsmann begleitet, wenn er die Geschenke verteilt. Wie sich das anhört, hat der Komponist Peter Tschaikowski musikalisch beschrieben.

In unserem Beitrag könnt ihr alle Musikbeispiele hören:

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2017, 15:42 Uhr

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