FIGARINO-Geschichte & Reportage | 08.09.2018 | 18:05 Uhr Figarino und der Vogel Greif

Figarino und der Greif
Bildrechte: Colourbox.de/MDR

Die FIGARINO-Geschichte

Figarino war mal wieder auf dem Flohmarkt. Und natürlich hat er etwas ganz Besonderes gefunden: ein goldenes Ei. Long John ist hin und weg. Er will nicht mal mehr Abendbrot essen, so sehr hat er sich in das Ei verliebt. Doch dann knackt es im Ei, es rumpelt und pumpelt und heraus kommt ein kleines Vögelchen mit goldenen Federn. Der kluge Long John weiß gleich, was für ein Vogel das ist: ein Greif. Leider will der so gar nicht mit dem Kater kuscheln; er beißt ihn lieber und isst alle Würste auf, die der Kühlschrank hergibt. Was soll werden, wenn der Greif größer wird? Für Figarino steht fest: Der Vogel muss weg. Doch wohin?

Illustration eines Vogel Greif
Der Greif ist ein sagenhaftes Mischwesen aus Vogel und Löwe. Bildrechte: Colourbox.de

Schon gewusst?

Ein Vogel Greif ist ein geflügeltes Wesen, welches einen vogelähnlichen Kopf mit scharfem, gebogenem Schnabel, spitze Ohren und einen Löwenkörper besitzt. Seine herausragenden Eigenschaften sind Stärke, Klugheit, Mut und Wachsamkeit. Man trifft ihn in Märchen, Mythen und Legenden, aber zum Beispiel auch auf  Wappen, Münzen, auf alten Gemälden und altertümlichen Gebrauchsgegenständen, als Skulptur oder als Relief an Gebäuden.

Halb Mensch, halb Tier Menschenähnliche Wesen der Sagenwelt

Es gab sie nie wirklich, dennoch sind sie bis heute bekannt: die Mischwesen der Mythologien. Sie sind halb Mensch halb Tier und kommen in vielen Kulturen vor. Wir stellen euch einige vor.

Sphinx in Ägypten
Sphinx Die Sphinx stammt aus dem ägyptischen Altertum. Sie ist halb Mensch, halb Löwe und hat Flügel. Sie bewacht die Tempel der Ägypter. Neben den Pyramiden von Gizeh kann man heute noch die Sphix auf unserem Foto bewundern. Mehr als 4.500 Jahre ist sie alt. Bildrechte: IMAGO
Sphinx in Ägypten
Sphinx Die Sphinx stammt aus dem ägyptischen Altertum. Sie ist halb Mensch, halb Löwe und hat Flügel. Sie bewacht die Tempel der Ägypter. Neben den Pyramiden von Gizeh kann man heute noch die Sphix auf unserem Foto bewundern. Mehr als 4.500 Jahre ist sie alt. Bildrechte: IMAGO
Satyr, handkolorierter Kupferstich aus Friedrich Justin Bertuch Bilderbuch für Kinder, Weimar 1792
Satyr Der Satyr ist zur Hälfte Mensch, zur anderen Hälfte Ziegenbock. Auch er gehört in die die griechische Mythologie und gilt als genuss- und trinksüchtig. Gern stellt er den Nymphen nach. Außerdem ist er ein sehr guter Flötenspieler. Bei den alten Römern ist er als Faun bekannt. Bildrechte: IMAGO
Zentaur, handkolorierter Kupferstich aus Friedrich Justin Bertuch Bilderbuch für Kinder, Weimar 1792.
Zentaur Zentauren haben den Oberkörper eines Menschen und den Unterkörper eines Pferdes. Sie gelten als kampfeslustig, menschenscheu und weise. Sie spielen in der griechischen Sagenwelt eine Rolle. Oft sind sie mit Pfeil und Bogen ausgestattet. Bildrechte: imago/imagebroker
Sirenen
Sirenen Sirenen sehen aus wie Vögel, allerdings haben sie ein hübsches Mädchengesicht. Manchmal ist auch der gesamte Oberkörper der einer Frau. Allerdings führen Sirenen Böses im Schilde. Sie sitzen auf Klippen im Meer und warten auf Seefahrer, die sie mit ihrem verführerischen Gesang in den Untergang locken. Ihre Schiffe zerschellen dann an den Klippen. Bildrechte: Colourbox.de
eine Meerjungfrau
Meerjungfrau Sie sehen aus wie Frauen, doch ihr Körper endet in einem Fischleib. In vielen Geschichten wird von den Meerjungfrauen oder Nixen erzählt. Manchmal zerstören sie das Leben von Menschen, meist aber gelten sie als anmutig und hilfreich. Bildrechte: IMAGO
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Greifvögel - Die Könige der Lüfte

Sie sehen majestätisch aus, wenn sie hoch über uns schweben - große Greifvögel wie Falken, Habichte und Adler. Bereits vor mehr als dreitausend Jahren wurden Greifvögel abgerichtet und zur Jagd eingesetzt. In den Golfstaaten spielt die Falknerei noch heute eine große Rolle. In Deutschland wird hingegen nur selten mit Greifvögeln gejagt. Aber es gibt Falkner, die sich um die Aufzucht und Abrichtung von Greifvögeln kümmern. Besonders aktiv sind sie auf dem Gebiet des Vogelschutzes.

Jedes Jahr wird eine Vielzahl von verletzten Greifvögeln gepflegt und wieder in die Natur entlassen. Zum Abrichten der Vögel braucht ein Falkner vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen. Hans Peter Schaaf aus Moritzburg ist einer von ihnen. Er trainiert seine Greifvögel sogar für Filmproduktionen und Freilichttheateraufführungen. Zum Beispiel ist er bei den Karl May Spielen in Bischofswerda dabei. Figarino-Reporterin Regine Förster hat ihn dort bei einer Flugvorführung der gigantischen Vögel besucht.

Bartgeier
Bartgeier Bildrechte: Colourbox.de

Schon gewusst?

Der größte Greifvogel, den es in Europa wirklich gibt, ist der Bartgeier. Er kann seine Flügel fast zwei Meter weit spannen. Am schnellsten von allen Greifvögeln der Welt ist der Wanderfalke. Im Sturzflug fliegt er schneller als 300 km pro Stunde! Greifvögel gibt es natürlich nicht nur in groß, sondern auch in ziemlich klein. Der kleinste Greifvogel der Welt ist der südafrikanische Zwergfalke, der auf den ersten Blick aussieht, wie ein großer, dicker Spatz.

Figarinos kleine Vogelkunde

Erlenzeisig
Zwischen Oktober und April kann man den Erlenzeisig bei uns beobachten. Schwarz, gelb und grün ist sein Gefieder. Sein Name stammt von seiner Vorliebe für Erlen-Samen. Bildrechte: Frank Heckler/NABU
Erlenzeisig
Zwischen Oktober und April kann man den Erlenzeisig bei uns beobachten. Schwarz, gelb und grün ist sein Gefieder. Sein Name stammt von seiner Vorliebe für Erlen-Samen. Bildrechte: Frank Heckler/NABU
Sachsens Wildnis - Grünfink
Der Grünfink mag Hecken und Gebüsche, in denen er sich gut verstecken kann. Sein trillernder Gesang erinnert an einen Kanarienvogel. Auf seinem Speiseplan stehen ausschließlich Samen und Früchte. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Hocki
Eine Nebelkrähe (links) und ein Rabe.
Krähe oder Rabe? Das ist die Frage. Der Rabe (rechts) ist deutlich größer und hat einen schwarzen Schnabel. Krähen sieht man meist im Schwarm. Raben sind dagegen eher als Paar unterwegs. Beide zählen zu den Rabenvögeln und damit zu den intelligentesten Vögeln überhaupt. Bildrechte: Collage: Colourbox.de
Ein Seeadler
Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,60 Metern macht der Seeadler großen Eindruck. Allerdings ist er selten zu sehen, denn die Menschen haben ihn lange Zeit als Fischdieb betrachtet und beinahe ausgerottet. Heute steht er unter Naturschutz. Bis zu 40 Jahre alt können Seeadler werden. Ihren Horst (Nest) bauen sie gern auf hohen Bäumen. Bildrechte: colourbox
Bartgeier
Bartgeier ernähren sich von Knochen. Große Knochen tragen sie hoch empor in die Luft und lassen sie auf Felsen fallen, damit sie zerbrechen. Die Knochenteile werden danach vom Vogel in einem Stück verschlungen. Bildrechte: Colourbox.de
Stieglitz
Der Stieglitz ist auch als Distelfink bekannt. Der farbenfrohe Winzling wiegt ganze 16 Gramm. Vorrangig frisst er Samen. Mancherorts wird er in Käfigen gehalten. Bildrechte: Andreas Hartl/NABU
Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast
Auch der Eisvogel begeistert durch sein buntes Federkleid. Meist findet man ihn in der Nähe von Gewässern, aus denen er sich kleine Fische und Frösche holt. Er frisst aber auch Insekten. Bildrechte: colourbox
Buntspecht
Schwarz-weiß-rot ist das Gefieder des Buntspechts. Er ist die bei uns am häuftigsten vorkommende Spechtart. Aus dem Holz der Bäume holt er sich sein Futter: Insekten, Larven und Spinnen. Das Klopfen, das sein Schnabel dabei erzeugt, kann man gut hören. Bildrechte: Frank Derer/NABU
Eine Blaumeise pickt Nüsse im Winter.
Die Blaumeise mit ihrem blau-gelben Gefieder ist oft in Gärten oder auf Balkonen zu sehen. Der kleine, sehr bewegliche Vogel bringt nur zehn Gramm auf die Waage. Blaumeisen freuen sich, wenn Menschen ihnen Nistkästen aufstellen und im Winter Meisenknödel aufhängen. Bildrechte: Colourbox.de
Amsel
Die Amsel wird auch Schwarzdrossel genannt. Die schwarz gefiederten Männchen sind am gelb-orangen Schnabel zu erkennen. Die Weibchen sind braun gefärbt. Amseln ernähren sich von Regenwürmern, Schnecken und Insekten, im Sommer auch von Früchten. Bildrechte: colourbox
Ein Zaunkönig sitzt auf einem Ast
Der kleine braune Zaunkönig wirkt manchmal wie eine Maus, die durchs Gebüsch huscht. Dafür kann er beeindruckend singen und tut das sogar im Winter. Er ernährt sich von Insekten und Samen. Der Name Zaunkönig geht angeblich auf eine alte Fabel zurück. Sie erzählt, dass die Tiere den Winzling zum König wählten, weil er am höchsten fliegen konnte. In Wahrheit saß er aber auf dem Rücken eines Adlers, der das nicht merkte, weil der Zaunkönig so leicht ist. Bildrechte: colourbox
Eichelhäher
Der Eichelhäher ist mit Elster, Krähe und Rabe verwandt. Er liebt es, andere Vögel zu imitieren, kann aber auch bellen wie ein Hund. Seinen Alarmschrei hat sicher schon jeder gehört. Deshalb nennt man ihn auch "Waldpolizei". Seine Lieblingsspeise sind Eicheln. Wie ein Eichhörnchen versteckt er sie als Vorrat für den Winter. Manchmal plündert er auch die Nester andere Vögel und frisst ihre Eier. Bildrechte: colourbox
Sachsens Wildnis - Sperling
Der Sperling, auch Spatz genannt, ist überall zu sehen. Er brütet mehrmals im Jahr und ist am liebsten mit anderen Sperlingen gemeinsam unterwegs. Der Vogel ist sehr reinlich und liebt es zu baden; er tut das sogar in Sand. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Sonja Haase
Kleiber
Der Name Kleiber ist entlehnt vom früheren Beruf des Kleibers, der Lehmwände baut. Das tut der Vogel auch. Er mauert den Eingang zu seiner Bruthöhle bis auf ein kleines Loch soweit zu, dass andere nicht hereinkommen können. Außerdem kann er gut kopfabwärts klettern. Bildrechte: Frank Derer/NABU
Rotkehlchen
Schon im Morgengrauen beginnt das Rotkehlchen zu singen. Es ernährt sich von Insekten, Würmern und Schnecken, im Winter auch von Samen und Nüssen. Brüten tut der kleine Vogel in Bodenvertiefungen, unter Gestrüpp, Wurzeln oder in Mauerlöchern. Bildrechte: Colourbox.de
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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | FIGARINOS FAHRRADLADEN | 08. September 2018 | 18:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2018, 16:42 Uhr

Vogel
Bildrechte: Colourbox.de

Geschichten aus dem Fahrradladen

Geschichten aus dem Fahrradladen

Figarino und Kater Long John: Raschid D. Sidgi
Autorin: Franziska Anna Opitz
Ton: Holger Kliemchen und Christian Grund
Regie: Petra Bosch
Produktion: MDR 2018