Im Harz verbindet diese Seilbahn seit 1970 Thale mit dem Hexentanzplatz.
Mit der Seilbahn kann man von Thale aus zum Hexentanzplatz schweben. Bildrechte: ddp

FIGARINO-Kinderreporter im Harz Hexen, Höhlen und Gespenster - Abenteuer im Harz

Der Harz ist eine beliebte Ferienregion. Viele Familien machen hier Urlaub und gehen wandern. Hm, klingt jetzt nicht so spannend, eher langweilig und anstrengend? Die FIGARINO-Kinderreporter probierten es aus und erkundeten die Region.

Im Harz verbindet diese Seilbahn seit 1970 Thale mit dem Hexentanzplatz.
Mit der Seilbahn kann man von Thale aus zum Hexentanzplatz schweben. Bildrechte: ddp
Leo, Mira und Hannah machen Wanderpause
Leo, Mira und Hannah wanderten zum Kaiserturm bei Wernigerode. Zum Ende des Mittelalters wurden auf dem Berg, auf dem er steht, Leprakranke gepflegt. Daher heißt der Berg, auf dem der Turm steht, "Armeleuteberg". Bildrechte: Regine Förster/MDR

MDR KULTUR - Das Radio 09:57 min

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Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leo, Mira und Hannah machen Wanderpause
Leo, Mira und Hannah wanderten zum Kaiserturm bei Wernigerode. Zum Ende des Mittelalters wurden auf dem Berg, auf dem er steht, Leprakranke gepflegt. Daher heißt der Berg, auf dem der Turm steht, "Armeleuteberg". Bildrechte: Regine Förster/MDR

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Bergbau im Harz

Schon vor 3.000 Jahren baute man im Harz Erz ab. Im Mittelalter entstanden große Bergbauhütten und Steinbrüche, in denen Erz, Silber, Blei, Braunkohle und sogar Marmor abgebaut wurden. Deshalb gibt es dort auch heute noch einige alte Bergbauschächte, die man besichtigen kann. Bei Netzkater zum Beispiel kann man im Rabensteiner Stollen erfahren, wie vor 300 Jahren Kohle abgebaut wurde. In vielen Harzer Orten gibt es auch Bergbaumuseen.

Geheimnisvolle Höhlenwelt

Der steinerne Tisch und Stuhl von Kaiser Friedrich I. Barbarossa in der Barbarossahöhle.
Der steinerne Tisch und Stuhl von Kaiser Barbarossa in der Barbarossahöhle. Bildrechte: dpa

Auch die Harzer Höhlenwelt hat es in sich. Ein Muss ist sicher die Iberger Tropfsteinhöhle. Im Innern der Höhle könnt ihr den "Zwergenkönig Hübich“ und den "Backofen der Zwerge“ bewundern. Bis zu 85 Meter geht es unter die Erde. Gigantisch groß ist die Barbarossahöhle. Der Sage nach schläft Kaiser Barbarossa in einem unterirdischen Schloss, bis die Raben nicht mehr um den Berg Kyffhäuser fliegen. Die Baumanns- und Hermannshöhle im Harz sind ebenfall toll, sie gehören zu den ältesten Natur-Schauhöhlen Deutschlands.

Das Gespenst auf dem Brocken

Weißer Nebel über dem Luppbodetal
Auf dem Brocken ist ständig Nebel. Bildrechte: Ilona Linßner

Auf dem Brocken gibt es ein Gespenst! Doch das könnt ihr nur bei Nebel sehen! Der Brocken ist mit 1.141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands. Eine besondere Wettersituation des Harzes führt dazu, dass der Brocken an 300 Tagen im Jahr im Nebel hängt. Wenn euch die Sonne dann im Rücken steht, sorgt ein optischer Effekt dafür, dass vor euch im Nebel ein Gespenst schwebt. Aber keine Angst, es ist nicht echt: Euer eigener Schatten wird vom Nebel reflektiert!

Eisenbahn fahren wie vor 100 Jahren

Früher fuhren die Züge nicht mit Strom oder Diesel, sondern mit Wasserdampf. Solche dampfbetriebenen Eisenbahnen fahren noch immer im Harz. Sie heißen Harzer Schmalspurbahnen, und zwar deshalb, weil die Schienen, auf denen sie fahren, eine Spurbreite von nur knapp einem Meter haben. Einsteigen könnt ihr mit eurer Familie beispielsweise in Nordhausen. Von dort aus könnt ihr mit dem "Quirl" bis hoch zum Brocken fahren.

Aufregendes Tierleben

Im Harz gibt es viele Wildtiere. Wenn man sich ruhig verhält, kann man öfter Rehe, Mufflons und Wildschweine beobachten. In den letzten Jahren wurden auch Luchse ausgewildert. Das sind seltene Wildkatzen, die ungefähr so groß wie Labrador-Hunde sind. Gefährlich sind sie nicht, da sie Angst vor Menschen haben.

Im Herbst röhren und brüllen in den Wäldern die Rothirsche um die Wette. Dann ist für das Rotwild Paarungszeit. Die Hirsche versuchen mit dem Gebrüll, die Rehe zu beeindrucken. Wenn man sich still verhält, kann man sie dabei beobachten.

Höllisches Abenteuer: Walpurgis bei den Harzhexen

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai eines jeden Jahres findet die "Walpurgisnacht" statt. Auf dem Brocken treffen sich dann die Hexen, um mit dem Teufel zu feiern. Dabei tanzen sie bis in die frühen Morgenstunden um ein Feuer herum. Dieser Brauch geht auf einen uralten Volksglauben zurück. Überall im Harz finden Walpurgisfeste statt. Alle können sich dann als Hexen und Teufel verkleiden und feiern.

Längste Hänge-Seilbrücke der Welt

Die neuste Attraktion im Harz ist eine 440 Meter lange Fußgänger-Hängeseilbrücke, die über das Rappbodetal führt. Angeblich ist sie die längste der Welt. Neben der Brücke entstehen auch ein neues Besucherzentrum und ein Abenteuer-Spielplatz. Außerdem gibt es eine Plattform, von der Wagemutige an einem Seil 75 Meter in die Tiefe springen können.

FIGARINOs Wandertipps - Das solltet ihr mitnehmen

  • feste Wanderschuhe
  • einen kleinen Rucksack mit Trinken und Essen
  • etwas Geld, falls ihr mit der Eisenbahn fahren wollt
  • eine Wanderkarte
  • eine Regenjacke, denn das Wetter kann sich im Harz schnell ändern
  • Im Harz kann man sich schnell verlaufen. Deshalb wandert am besten in Begleitung eines Erwachsenen.
  • Verlasst nicht die Wanderwege. Abseits der Wege gib es oft Abhänge, die ihr herunterfallen könnt.

Abendsonne an der Teufelsmauer
Die Teufelsmauer bei Blankenburg Bildrechte: Anja Leineweber

Wusstet ihr?

Im Norden des Harzes soll der Teufel eine Mauer gebaut haben: die Teufelsmauer. Es heißt, sie geht auf eine Wette zwischen Gott und Teufel zurück, die der Teufel verlor. Auf der Rosstrappe soll ein riesengroßes Pferd über eine Schlucht gesprungen sein. Man sieht dort immer noch den großen Hufabdruck, der in den Felsen geschlagen ist. - Zu fast jeder Sehenswürdigkeit im Harz gibt es eine spannende Sage. Wenn man diese Orte besucht, scheinen die Geschichten lebendig zu werden.

Der Harz

Der Harz ist ein Mittelgebirge. Es ist das höchste Gebirge Norddeutschlands. Die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen treffen im Harz aufeinander. Insgesamt erstreckt sich der Harz über ein Länge von 110 Kilometern und eine Breite von ungefähr 40 Kilometern. Als Deutschland bis 1989 in die BRD und DDR geteilt war, verlief die Grenze durch den Harz. Diese ehemals innerdeutsche Grenze kann man dort immer noch sehen und teilweise auf ihr entlangwandern.

Zuletzt aktualisiert: 08. Mai 2018, 11:28 Uhr

Die Kinderreporter im Harz

Leo, Mira und Hannah waren im Harz wandern und haben euch ein paar Bilder mitgebracht.

Leo, Mira und Hannah machen Wanderpause
Leo, Mira und Hannah wanderten zum Kaiserturm bei Wernigerode. Zum Ende des Mittelalters wurden auf dem Berg, auf dem er steht, Leprakranke gepflegt. Daher heißt der Berg, auf dem der Turm steht, "Armeleuteberg". Bildrechte: Regine Förster/MDR
Wander-Schilder
Wo geht es lang? Achtet beim Wandern immer auf die Schilder. Bildrechte: MDR/Regine Förster
Hannah und Mira spielen Brockenhexen
Wer wandert, kann viel erleben und richtig viel Spaß haben. Mira und Hannah fanden einen Stock und spielten Brockenhexen. Bildrechte: Regine Förster/MDR
auf dem Kaiserturm
Geschafft! Die FIGARINO-Kinderreporter Leo, Mira und Hannah haben den Kaiserturm erklommen. 1902 wurde er zu Ehren Kaiser Wilhelm II. erbaut. Heute bildet er als "Rapunzelturm" das Ende des Wernigeröder Märchenweges. Bildrechte: Regine Förster/MDR
Leo, Mira und Hannah machen Wanderpause
Leo, Mira und Hannah wanderten zum Kaiserturm bei Wernigerode. Zum Ende des Mittelalters wurden auf dem Berg, auf dem er steht, Leprakranke gepflegt. Daher heißt der Berg, auf dem der Turm steht, "Armeleuteberg". Bildrechte: Regine Förster/MDR
Ausblick auf das Schloss Wernigerode
Wenn man auf einen Berg wandert, kann das ganz schön anstrengend sein. Doch meistens wird man mit einem tollen Ausblick belohnt. Bildrechte: MDR/Regine Förster
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