FIGARINO-Kinderhörspiel | 15.07.2018 | 07:05 Uhr Geschichten aus der Murkelei: Geschichte vom unheimlichen Besuch

Von Hans Fallada

Weil er sich verstecken kann wie kein zweiter, nennen die Eltern ihren Jungen nur noch Husch. Sie ärgern sich oft, weil er nie auffindbar ist. Als sie an diesem Sonntagnachmittag heimkommen, staunen sie sehr: Der tüchtige Husch ist mit zwei unheimlichen Besuchern, der Füchsin und dem Bär, ganz allein fertiggeworden. Offenbar kam ihm dabei seine Fähigkeit, sich gut zu verstecken, sehr zu Hilfe.

Über Hans Fallada

Hans Fallada
Hans Fallada guckt sehr ernst. Er konnte aber sehr lustig sein und machte mit seinen Kindern Uli und Mücke viel Quatsch. Bildrechte: dpa

Hans Fallada hieß eigentlich Rudolf Ditzen und wurde 1893 in Greifswald geboren. In seiner Kindheit und Jugend stritt er sich sehr oft mit seinem Vater, der immer Recht haben wollte. Seine Familie zog erst nach Berlin, dann nach Leipzig und überall blieb er Außenseiter. Er mochte damals zum Beispiel Geschichten von Oscar Wilde, den haben in dieser Zeit nicht so viele Jugendliche gelesen. Als Rudolf 18 Jahre alt war, kam er nach Rudolstadt. Das Gymnasium musste er hier ohne Abschluss verlassen, weil es wieder Probleme gab. Er war so unglücklich, dass er sich gemeinsam mit einem Freund das Leben nehmen wollte. Zum Glück blieb er am Leben - im Gegensatz zu seinem Freund. Aber er war schwer verletzt. In einer psychiatrischen Anstalt sollte er von der großen Traurigkeit geheilt werden. Auch später trank er immer wieder zu viel Alkohol, nahm Drogen, was ihm überhaupt nicht gut bekam.

Den Künstlernamen Hans Fallada gab er sich wegen zwei Märchen der Brüder Grimm: "Hans im Glück" und "Die Gänsemagd", in dem vom Pferd Fallada berichtet wird, das auch nach seinem Tod noch die Wahrheit sagt, solange, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt. Anfang der 1930er Jahre begann Hans Falladas schriftstellerischer Erfolg. Er lebte auf einem kleinen, wunderschönen Landgut in Carwitz/Mecklenburg-Vorpommern mit vielen Apfelbäumen und Bienenstöcken. Hier schrieb er 1938 auch für seine Kinder Ulrich (Uli) und Lore (Mücke) die "Geschichten aus der Murkelei". Hans Fallada starb 1947.

Wer hat bei dem Hörspiel mitgemacht?

Regie: Angelika Perl
Bearbeitung: Maritta Hübner
Komponist: Hermann Naehring
Produktion: Rundfunk der DDR 1988

Sprecher:
Rolf Ludwig - Erzähler
Honza Taffelt - Kind
Sebastian Schönstein - Kind
Maria Aulibauer - Kind
Carmen Schoch - Kind
Ilja Schierbaum - Husch
Martin Seifert - Vater
Horst Lampe - Bär
Barbara Schnitzler - Fuchs
Klaus Manchen - Lehrer

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kinderhörspiel | 15. Juli 2018 | 07:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Juli 2018, 15:38 Uhr

Ein Junge das sich die Ohren lang zieht.
Bildrechte: Colourbox.de

Ab welchem Alter geeignet?

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Das Hörspiel ist für alle Ohren ab 6 Jahren geeignet!

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Nach der Ausstrahlung im Radio könnt ihr die Geschichte hier bei uns sieben Tage lang anhören!