Verschiedene Plüschtiere
Bildrechte: Colourbox.de

Kinder und ihre Kuscheltiere Nicht ohne meinen Teddy!

Sie sind da, wenn sie gebraucht werden, haben immer Lust auf Kuscheln und sind nie schlecht gelaunt oder überarbeitet. Ein Leben ohne sie ist unvorstellbar. Fast jedes Kind hat ein Lieblingskuscheltier. FIGARINO-Reporterin Regine Förster hat ein paar Kuscheltiere kennengelernt und herausgefunden, warum Eltern auch kaputtgeliebte Teddys nicht wegwerfen dürfen.

Verschiedene Plüschtiere
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FIGARINO-Reporterin Regine Förster ist zu Besuch bei Julia. In ihrem Kinderzimmer tummeln sich Hunde, Katzen, Elefanten, Schafe, Wale, Marienkäfer und natürlich Bären. Sie gehören zu Julias Kuscheltierzoo. Julia ist acht Jahre alt und spielt mit all ihren Tieren gern, doch am allerliebsten hat sie zwei Schafe. Auch ihre Freundin Elena hat ein allerliebstes Kuscheltier. Ihr Frosch Frog muss abends unbedingt mit ins Bett.              

Leander mag Cosmo sehr

Leander und Cosmo
Leander und seine sieben Cosmos. Bildrechte: MDR FIGARO/Regine Förster

Leander ist schon zehn Jahre alt und sein ganzes Leben lang hat ihn sein kleiner blauer Plüschbär Cosmo begleitet. Wenn Leander abends versucht einzuschlafen, drückt er Cosmo ganz fest an sich und  dreht und zupft an seinem blauen Plüschfell herum. "Das mach ich so aus Angewohnheit, damit ich gut schlafen kann", erzählt er. Dabei kann Cosmo auch schon mal ein paar Fellbüschel verlieren.

Manchmal muss ein neuer Cosmo her

So passiert es immer wieder, dass Leander früh im Bett zwischen lauter blauen Plüschfusseln liegt und Cosmo immer nackter wird. Wenn es nichts mehr abzuzupfen gibt und aus dem blauen Plüschteddy ein weißer Nackedei geworden ist, dann setzt sich Leanders Mama vor den Computer und sucht nach einem neuen Plüschteddy, der genauso aussieht wie Cosmo. Inzwischen leben sieben Cosmos bei Leander - mit mehr oder weniger Fell. Einer hat einen bunten Pullover an, ein anderer eine Hose und der dritte trägt sogar einen kompletten Anzug. Mit ihnen hat Leander eine Menge erlebt. Sie waren schon mit im Urlaub in Dänemark, einer durfte in der ersten Klasse im Ranzen mit in die Schule kommen und einer wurde sogar schon einmal in der Nacht in der Bibliothek vergessen.

Kann ein Teddy wie ein echter Freund sein?

Ein Kind schläft mit einem Teddy im Arm.
Kleine Kinder schlafen nicht ohne ihr Kuscheltier ein Bildrechte: Colourbox.de

Cosmo ist also ein richtiger Freund geworden. Aber geht das denn? Können das nicht nur richtige Menschen sein? Der Kinderpsychologe Marcel Hachmeister meint, dass ein Kuscheltier für Kinder sehr wichtig sein kann. Für den, der es liebt, ist das Tier fast wie ein Familienmitglied. Ihm kann man alles erzählen und manchmal kann das Lieblingskuscheltier sogar helfen.

Gemeinsam mit dem Kuscheltier kann das Kind Lösungen für Probleme suchen.

Kinderpsychologe Marcel Hachmeister

Cosmo hat Leander schon oft geholfen. Zum Beispiel im Traum. Da spricht Cosmo mit Leander. Und als Mama einmal einkaufen gegangen ist, war Leander nicht ganz allein in der Wohnung, denn Cosmo war ja da. Er kann sogar Geheimnisse bewahren: "Ich rede viel mit ihm. Ich vertrau ihm was an. Er ist sowas wie meine Schatztruhe", sagt Leander.

Vielen Kuscheltieren sieht man an, dass sie innig geliebt und gebraucht werden. Und nur das ist wichtig, sagt der Kinderpsychologe Marcel Hachmeister, auch wenn die Eltern das manchmal anders sehen: "Ganz egal, wie sie aussehen. Die soll man nicht weggeben."

Zuletzt aktualisiert: 04. Januar 2018, 10:42 Uhr