Illustration - Piranha
"Isch bin ein verwunschener Prinz" - sagt der Piranha in Figarinos Aquarium. Was soll man da sagen? Bildrechte: Colourbox.de

FIGARINO-Geschichte & Reportage | 14.07.2018 | 18:05 Uhr Figarino und der Piranha

Illustration - Piranha
"Isch bin ein verwunschener Prinz" - sagt der Piranha in Figarinos Aquarium. Was soll man da sagen? Bildrechte: Colourbox.de

Figarino bringt ein kleines Aquarium mit in den Fahrradladen. Ein Fisch schwimmt darin. Es handelt sich um Figarinos neues Haustier - und nicht etwa um ein originelles Abendbrot, wie Long John erst fälschlicherweise annimmt. Der Kater versteht das nicht. Ein Fisch ist doch kein Haustier, den kann man ja nicht mal streicheln. Long John dagegen ist ein richtiges Haustier, er hat weiches Fell und schnurrt.

Figarino will den Fisch Charlie nennen und möchte ihn angucken, weil er so schön aussieht. Doch Long John entdeckt, dass es sich bei Charlie um einen Pianha handelt, und ein Piranha ist ein Fisch mit spitzen, messerscharfen Zähnen, der so ziemlich alles frisst, was nicht bei Drei aus dem Wasser ist. Trotzdem traut sich Long John, seine Pfote ins Aquarium zu halten, als Figarino Fischfutter besorgt. Und dann passiert etwas Unglaubliches: Der Piranha beginnt zu sprechen! Charlie behauptet, er wäre ein verwunschener Prinz. Außerdem ist er Vegetarier und hat einen Sprachfehler …

Piranha-Alarm

Piranha
So sieht der "Unterbiss" des Piranhas aus! Bildrechte: IMAGO

Dass Monster nicht immer groß sein müssen, beweist der Piranha. Er ist in den Süßgewässern Südamerikas zu Hause, also in Ländern wie Argentinien, Brasilien oder Venezuela. Im Fluss Orinoco, der durch Venezuela fließt, hat man 16 verschiedene Piranha-Arten entdeckt, im Amazonas weitere 25. Der Fisch ist meist nur 20 bis 30 Zentimeter lang, aber er hat es in sich. Das Bedrohliche an den Fischen sind ihre scharfen Zähne. Sie werden nur vier Millimeter groß, sind aber wie auf einem Sägeblatt angeordnet. Dadurch kann der Piranha außergewöhnlich kraftvoll zubeißen.

Ähnlich wie ein Hai beißt sich der Piranha an seiner Beute fest, macht eine Rüttelbewegung, bis er ein Stück Fleisch herausgebissen hat, und verschwindet. Wenn ein Tier oder ein Mensch verletzt ist, zieht das Blut die Fische sofort an; sie können das Blut im Wasser riechen. Meist kommen sie dann gleich zu Hunderten angeschwommen. Der Piranha hat gelernt, dass er allein zu schwach ist, um in der Natur zu überleben. Deshalb tut er sich mit anderen zusammen und lebt als Schwarmfisch. Thomas Hartmann hat die Meeresbiologin Kathrin Ehlert getroffen. Sie erzählt spannende Sachen über Piranhas und kennt sogar welche, die 40 Zentimeter groß werden.

Ein Schwarm Piranhas
Bildrechte: Colourbox.de

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Figarinos Fahrradladen | 14. Juli 2018 | 18:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2018, 10:48 Uhr

Viele blaue Comicfische
Bildrechte: Colourbox.de

Geschichten aus dem Fahrradladen:

Geschichten aus dem Fahrradladen:

Figarino/Kater Long John: Raschid D. Sidgi
Piranha Alfons: André Kudernatsch
Autorin: Franziska Anna Opitz
Reporter: Tom Hartmann
Ton: Holger Kliemchen
Regie: Petra Bosch
Produktion Mitteldeutscher Rundfunk 2015