ein Mann in einer orangefarbenen Jacke schiebt eine braune Mülltonne
Bildrechte: MDR/Monika Werner

Vorgestellt Traumberuf Müllmann

Sie fahren große, schwere Autos, sind bärenstark und müssen sehr früh aufstehen: die Mitarbeiter der Müllabfuhr, meistens einfach nur "Müllmänner" genannt. In ihren leuchtend orangefarbenen Anzügen sind sie nicht zu übersehen. Doch was bedeutet es, jeden Morgen durch die Straßen zu fahren und den Müll fremder Menschen einzusammeln? FIGARINO-Reporterin Regine Förster ist mit der städtischen Müllabfuhr mitgefahren.

ein Mann in einer orangefarbenen Jacke schiebt eine braune Mülltonne
Bildrechte: MDR/Monika Werner

Ein Füller, der nur noch kleckst, ein Turnschuh mit einem Loch in der Sohle, ein verfaulter Apfel und ein abgenagtes Hühnerbein - alles, was man nicht mehr braucht, landet im Müll. Und weil alle Menschen ihren Müll schnell loswerden wollen, stehen überall in der ganzen Stadt Mülltonnen.

ein Mann in einer orangefarbenen Jacke schiebt eine braune Mülltonne 5 min
Bildrechte: MDR/Monika Werner

MDR KULTUR - Das Radio 05:19 min

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Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Auffällige Kleidung

Ein Mann mit einer braunen Mülltonne an einem Müllauto
Der LKW hebt die Tonnen automatisch hoch. Bildrechte: MDR/Monika Werner

Regelmäßig kommen große Müllautos vorbei, um den Müll einzusammeln. Sven Zimmermann und Mario Kupfer fahren in so einem Auto mit. Mit ihren orangefarbenen Hosen und den silbrig blinkenden Streifen erkennt man die beiden sofort. Doch warum tragen sie eine solch auffällige Arbeitskleidung? Zum Einen schützt die Kleidung vor Dreck; zum Anderen ist Orange eine Signalfarbe. Mario Kupfer erklärt: "Es ist wie bei der Ampel: Gelb und Rot bedeuten immer Achtung und Vorsicht."

Die Arbeit beginnt sehr früh am Morgen

Die Mitarbeiter der Müllabfuhr müssen sehr früh aufstehen. "Bei uns geht es um 6:30 Uhr los. Jeder hat seine Tour, die er fährt, und dann werden dort Papier und Plaste, also gelbe oder blaue Tonnen, geholt," erklärt Mario. In sein Müllauto passen ungefähr acht Tonnen Müll. Das sind ungefährt 550 kleine Mülltonnen, die zum Beispiel bei euch vor dem Haus stehen. Doch wie funktioniert so ein Müllauto?

Wir nehmen uns die Tonne, kippen sie an und rollen sie zum LKW. Dort wird die Tonne eingehangen und hochgehoben und automatisch ausgeleert. Dann kommt die Tonne wieder runter. Das machen wir 550 Mal am Tag.
Mario Kupfer

Um möglichst viel Müll einzuladen, gibt es im Auto eine kleine Presse. Die presst den Müll fest zusammen. Doch irgendwann ist das Auto voll, dann fahren Mario und Sven zum Abladen.

Abwechslungsreich und viel frische Luft

Bioabfall-, Papiertonne und Gelbe Tonne
Müll sollte heute getrennt werden, damit die Abfälle recycelt werden können. Bildrechte: imago/mm images/bildagentur-n

Die beiden Müllmänner mögen ihre Arbeit. Sven meint: "Ich finde es sehr abwechslungsreich. Ich liebe LKW-Fahren und dann macht man das auch gerne." Beim Fahren wechseln sich die beiden ab. Besonders toll finden sie es, an der frischen Luft zu sein. "Man ist ja wirklich bei Wind und Wetter draußen, egal ob 30 Grad plus oder 20 minus."

Einziger Nachteil: der Geruch. Wenn Mario und Sven Papier und Plaste abholen, riecht es kaum. Aber an anderen Tagen sind andere Abfalltonnen dran, mit Essensresten zum Beispiel. Doch irgendwann, so sagen die beiden, gewöhnt man sich daran.

Übrigens: Wer Müllmann werden möchte, muss eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft absolvieren.

Unterwegs mit der Dresdner Müllabfuhr

Was passiert eigentlich mit unserem Bio-Abfall? Das wollte MDR-Reporterin Monika Werner wissen und hat sich mit der Dresdner Müllabfuhr auf eine Tour durch die sächsische Landeshauptstadt begeben.

ein Mann mit einer braunen Mülltonne an einem Müllauto
Um sechs Uhr früh beginnt die Bio-Mülltour von Tilo und Stefan. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Mann mit einer braunen Mülltonne an einem Müllauto
Um sechs Uhr früh beginnt die Bio-Mülltour von Tilo und Stefan. Bildrechte: MDR/Monika Werner
Plastebeutel in einer braunen Tonne
Hauptproblem: Plastiktüten. Sie haben im Biomüll nichts zu suchen. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Mann in orangefarbener Kleidung an einer Mülltonne
Deshalb wird diese Tonne gekennzeichnet und muss als Restmüll entsorgt werden. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Mann in einer orangefarbenen Jacke schiebt eine braune Mülltonne
Rund 50 Kilogramm Biomüll pro Jahr sammelt jeder Dresdner im Schnitt. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Bildschirm mit gelben Knöpfen
Die Tonnen sind mit einem Chip versehen, werden bei Leerung gewogen und direkt abgerechnet. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Müllauto vor einem Haufen Müll
Mit dem vollen Müllauto geht es direkt in die Bio-Gasanlage mit Kompostierung, die Anfang 2017 in Klotzsche neu gebaut wurde. Bildrechte: MDR/Monika Werner
zwei orangefarbene Fahrzeuge in einer Halle
Der Biomüll wird direkt in "Betongaragen" transportiert und mit bakterienhaltigem Wasser beregnet. Bildrechte: MDR/Monika Werner
eine Kuppel auf einem Gebäude, umringt von Rohren
Aus dem Biomüll wird auch Biogas gewonnen, das in diesem Gebäude gelagert wird. Bildrechte: MDR/Monika Werner
ein Mann in einer grünen Latzhose vor zwei Bildschirmen
Am Ende werden so weit über 1.000 Dresdner Haushalte mit grünem Strom beliefert. Bildrechte: MDR/Monika Werner
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Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2018, 12:17 Uhr

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