Kohlmeise, Kohl-Meise (Parus major), an selbstgemachtem Vogelfutter in einer Tasse
Bildrechte: IMAGO

FIGARINOS Basteltipp Eine Futterstation für Vögel bauen

Wenn es kalt wird im Winter, wird es meist auch ganz still in der Natur. Das liegt vor allem daran, dass im Winter bei uns kaum Vögel zu hören sind. Im Herbst sind sie bereits in den Süden gezogen, nach Spanien oder in den Norden Afrikas. Dort ist es warm genug und sie finden ausreichend Nahrung zum Überleben. Ein paar Vogelarten allerdings trotzen der Kälte und bleiben den Winter über bei uns. Sie überleben, indem sie möglichst energiereiche Nahrung zu sich nehmen. Mit unserer Futterstation könnt ihr ihnen helfen, den Winter zu überstehen.

Kohlmeise, Kohl-Meise (Parus major), an selbstgemachtem Vogelfutter in einer Tasse
Bildrechte: IMAGO

Das brauchst du:

  • eine alte Tasse, eine Dose oder eine halbe Kokosschale (mit Loch für das Band zum Aufhängen)
  • Sprühfarbe oder buntes Klebeband
  • ein Stöckchen (z.B. ein Stück Ast)
  • ein Band zum Aufhängen
  • eine Körnermischung für Vögel (gibt's im Handel oder du mischst sie selber), zusätzlich zerkleinerte Nüsse und Rosinen
  • einen Würfel Kokosfett

So geht’s:

Vogelfuttersamen
Futtermischungen gibt's im Handel. Du kannst sie aber auch selbst zusammenstellen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als erstes richtest du deine Futterstation her: Wenn du eine Tasse nimmst, achte darauf, dass sie eine große Öffnung hat und nicht ganz so tief ist. Spül sie einmal ab und befestige das Band am Henkel. Nimmst du eine Dose, entferne das alte Etikett und gib ihr mit etwas Sprühfarbe oder buntem Klebeband ein fröhliches Aussehen. Bist du damit fertig, befestigst du ebenfalls ein Band, damit du deine Futterstation später aufhängen kannst.

Vogelfutter-Herzen
Du kannst auch kleine Back- oder Keksformen mit der Futtermischung befüllen! Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als nächstes bereitest du das Vogelfutter zu: Hier brauchst du die Unterstützung von einem Erwachsenen. Bitte ihn, das Kokosfett für dich zu schmelzen und mit der Körnermischung, den Nüssen und Rosinen zu vermengen.

Zum Schluss füllst du die Mischung in deine Futterstation und bohrst das Stöckchen hinein, damit die Vögel etwas zum Festhalten haben. Jetzt heißt es warten, denn bevor du deine Futterstation aufhängen kannst, muss die Vogelfuttermischung fest werden. Das geht am schnellsten, wenn du sie dafür kurz nach draußen stellst. Und wer weiß, vielleicht kommt dabei ja schon der erste Vogel und nascht …


Nicht alle Vögel mögen das gleiche Futter!

Kohlmeise am Futtergitter
Egal in welcher Form die Leckereien angeboten werden - den Vögeln gefällt's. Bildrechte: IMAGO

Man unterscheidet bei den Vögeln Weichfutterfresser und Körnerfresser. Weichfutterfresser sind z.B. Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel und Star. Sie holen sich ihr Futter gern vom Boden. Locken könnt ihr sie mit Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst oder einer Vogelmischung aus dem Handel. Meisen, Spechte und Kleiber gehören auch zu den Weichfutterfressern, aber sie sind flexibler und nehmen im Winter auch Körner und Sonnenblumenkerne zu sich.

Zu den klassischen Körnerfressern gehören u.a. Finken und Sperlinge. Sie mögen Sonnenblumenkerne, Hanf und Samen aus Körnermischungen.

Dieses Futter nutzen viele Vögel gern:

Sonnenblumenkerne, Hanf, Haferflocken, gehackte Nüsse und kleine Samen, wie Hanf, Leinsamen,Hirse, Mohn.

Figarinos kleine Vogelkunde

Stieglitz, Buntspecht, Zeisig - kennt ihr unsere heimische Vogelwelt oder etwa nur die Taube auf dem Dach? Klickt euch durch und staunt, wie bunt und verschieden die gefiederten Gesellen sind.

Erlenzeisig
Zwischen Oktober und April kann man den Erlenzeisig bei uns beobachten. Schwarz, gelb und grün ist sein Gefieder. Sein Name stammt von seiner Vorliebe für Erlen-Samen. Bildrechte: Frank Heckler/NABU
Erlenzeisig
Zwischen Oktober und April kann man den Erlenzeisig bei uns beobachten. Schwarz, gelb und grün ist sein Gefieder. Sein Name stammt von seiner Vorliebe für Erlen-Samen. Bildrechte: Frank Heckler/NABU
Sachsens Wildnis - Grünfink
Der Grünfink mag Hecken und Gebüsche, in denen er sich gut verstecken kann. Sein trillernder Gesang erinnert an einen Kanarienvogel. Auf seinem Speiseplan stehen ausschließlich Samen und Früchte. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Hocki
Eine Nebelkrähe (links) und ein Rabe.
Krähe oder Rabe? Das ist die Frage. Der Rabe (rechts) ist deutlich größer und hat einen schwarzen Schnabel. Krähen sieht man meist im Schwarm. Raben sind dagegen eher als Paar unterwegs. Beide zählen zu den Rabenvögeln und damit zu den intelligentesten Vögeln überhaupt. Bildrechte: Collage: Colourbox.de
Ein Seeadler
Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,60 Metern macht der Seeadler großen Eindruck. Allerdings ist er selten zu sehen, denn die Menschen haben ihn lange Zeit als Fischdieb betrachtet und beinahe ausgerottet. Heute steht er unter Naturschutz. Bis zu 40 Jahre alt können Seeadler werden. Ihren Horst (Nest) bauen sie gern auf hohen Bäumen. Bildrechte: colourbox
Bartgeier
Bartgeier ernähren sich von Knochen. Große Knochen tragen sie hoch empor in die Luft und lassen sie auf Felsen fallen, damit sie zerbrechen. Die Knochenteile werden danach vom Vogel in einem Stück verschlungen. Bildrechte: Colourbox.de
Stieglitz
Der Stieglitz ist auch als Distelfink bekannt. Der farbenfrohe Winzling wiegt ganze 16 Gramm. Vorrangig frisst er Samen. Mancherorts wird er in Käfigen gehalten. Bildrechte: Andreas Hartl/NABU
Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast
Auch der Eisvogel begeistert durch sein buntes Federkleid. Meist findet man ihn in der Nähe von Gewässern, aus denen er sich kleine Fische und Frösche holt. Er frisst aber auch Insekten. Bildrechte: colourbox
Buntspecht
Schwarz-weiß-rot ist das Gefieder des Buntspechts. Er ist die bei uns am häuftigsten vorkommende Spechtart. Aus dem Holz der Bäume holt er sich sein Futter: Insekten, Larven und Spinnen. Das Klopfen, das sein Schnabel dabei erzeugt, kann man gut hören. Bildrechte: Frank Derer/NABU
Eine Blaumeise pickt Nüsse im Winter.
Die Blaumeise mit ihrem blau-gelben Gefieder ist oft in Gärten oder auf Balkonen zu sehen. Der kleine, sehr bewegliche Vogel bringt nur zehn Gramm auf die Waage. Blaumeisen freuen sich, wenn Menschen ihnen Nistkästen aufstellen und im Winter Meisenknödel aufhängen. Bildrechte: Colourbox.de
Amsel
Die Amsel wird auch Schwarzdrossel genannt. Die schwarz gefiederten Männchen sind am gelb-orangen Schnabel zu erkennen. Die Weibchen sind braun gefärbt. Amseln ernähren sich von Regenwürmern, Schnecken und Insekten, im Sommer auch von Früchten. Bildrechte: colourbox
Ein Zaunkönig sitzt auf einem Ast
Der kleine braune Zaunkönig wirkt manchmal wie eine Maus, die durchs Gebüsch huscht. Dafür kann er beeindruckend singen und tut das sogar im Winter. Er ernährt sich von Insekten und Samen. Der Name Zaunkönig geht angeblich auf eine alte Fabel zurück. Sie erzählt, dass die Tiere den Winzling zum König wählten, weil er am höchsten fliegen konnte. In Wahrheit saß er aber auf dem Rücken eines Adlers, der das nicht merkte, weil der Zaunkönig so leicht ist. Bildrechte: colourbox
Eichelhäher
Der Eichelhäher ist mit Elster, Krähe und Rabe verwandt. Er liebt es, andere Vögel zu imitieren, kann aber auch bellen wie ein Hund. Seinen Alarmschrei hat sicher schon jeder gehört. Deshalb nennt man ihn auch "Waldpolizei". Seine Lieblingsspeise sind Eicheln. Wie ein Eichhörnchen versteckt er sie als Vorrat für den Winter. Manchmal plündert er auch die Nester andere Vögel und frisst ihre Eier. Bildrechte: colourbox
Sachsens Wildnis - Sperling
Der Sperling, auch Spatz genannt, ist überall zu sehen. Er brütet mehrmals im Jahr und ist am liebsten mit anderen Sperlingen gemeinsam unterwegs. Der Vogel ist sehr reinlich und liebt es zu baden; er tut das sogar in Sand. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Sonja Haase
Kleiber
Der Name Kleiber ist entlehnt vom früheren Beruf des Kleibers, der Lehmwände baut. Das tut der Vogel auch. Er mauert den Eingang zu seiner Bruthöhle bis auf ein kleines Loch soweit zu, dass andere nicht hereinkommen können. Außerdem kann er gut kopfabwärts klettern. Bildrechte: Frank Derer/NABU
Rotkehlchen
Schon im Morgengrauen beginnt das Rotkehlchen zu singen. Es ernährt sich von Insekten, Würmern und Schnecken, im Winter auch von Samen und Nüssen. Brüten tut der kleine Vogel in Bodenvertiefungen, unter Gestrüpp, Wurzeln oder in Mauerlöchern. Bildrechte: Colourbox.de
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Zuletzt aktualisiert: 04. Januar 2018, 13:20 Uhr

Das mögen Vögel im Winter

Amseln, Drosseln, Rotkehlchen

Amseln, Drosseln, Rotkehlchen

Sie mögen Äpfel, Rosinen und Haferflocken. Am liebsten fressen sie am Boden.

Meisen

Meisen

Sie mögen zerkleinerte Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und Fettfutter, das an Bäumen oder großen Sträuchern aufgehangen wird.

Sperlinge

Sperlinge

Sie mögen so ziemlich alles: Körnergemische, zerkleinerte Erdnüsse, Rosinen und Sonnenblumenkerne. Sie kommen auch ans Futterhaus.

Gimpel, Buchfink, Erlenzeisig

Gimpel, Buchfink, Erlenzeisig

Sie mögen Körnergemische, zerkleinerte Erdnüsse und Sonnenblumenkerne. Gern besuchen sie ein Futterhäuschen oder eine Futtersäule.

Elstern, Eichelhäher

Elstern, Eichelhäher

Sie mögen ganze Erdnüsse und Mais (auch getrocknete Maiskolben).

Grünfink, Stieglitz

Grünfink, Stieglitz

Sie mögen zerkleinerte Nüsse, Hanf, Mohn, Sonnenblumenkerne.