Die offiziellen Maskottchen der Olympischen Winterspiele Pyeongchang, Soohorang (l) und Bandabi (Paralympics) stehen vor dem Bahnhof.
Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär (rechts im Bild), sind die Maskottchen 2018. Bildrechte: dpa

Von der Antike bis heute Woher kommen die Olympischen Spiele?

Vom 9. bis 25. Februar 2018 finden in Pyeongchang in Südkorea die Olympischen Winterspiele statt. Knapp 3.000 Athleten nehmen in 102 Wettbewerben daran teil. Viele Menschen fiebern mit den Sportlern mit. Und das war schon vor über 2.500 Jahren so.

Die offiziellen Maskottchen der Olympischen Winterspiele Pyeongchang, Soohorang (l) und Bandabi (Paralympics) stehen vor dem Bahnhof.
Soohorang, ein weißer Tiger, und Bandabi, ein asiatischer Schwarzbär (rechts im Bild), sind die Maskottchen 2018. Bildrechte: dpa

Schon in der Antike, um 776 vor Christus, waren die Olympischen Spiele ein Großereignis. Sie wurden zu Ehren des Gottes Zeus in der Stadt Olympia veranstaltet und waren Teil der sogenannten "Panhellenischen Spiele", zu denen auch Wettkämpfe in Musik, Bildhauerei, Poesie, Malerei und Tanz gehörten. Unter den Sportarten waren Ringen und Faustkampf, aber auch Wagenrennen, Wettreiten und Fünfkampf (Diskuswerfen, Weitsprung, Speerwerfen, Laufen und Ringen). Später kamen Boxen und verschiedene Waffenkämpfe dazu. Die Gewinner bekamen noch keine Medaillen, sondern einen Olivenkranz, und wurden wie Helden gefeiert, denn es hieß, sie seien von den Göttern auserwählt worden zu siegen.

Doch dann wurde Griechenland von den Römern eingenommen, ein Kaiserwechsel fand statt und die Tempel- und Sportanlagen wurden zerstört. 393 nach Christus verbot der römische Kaiser Theodosius die Spiele. Er war Christ und empfand sie als heidnische Rituale. In der Folge gerieten sie über Jahrhunderte in Vergessenheit.

Dass die Spiele heute wieder alle vier Jahre stattfinden, verdanken wir dem französischen Baron Pierre de Coubertin. Er zählt auch zu den Gründern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Dank seiner Initiative fanden 1896 die ersten Spiele der Neuzeit in Athen statt. Etwa 250 Athleten aus 14 Ländern nahmen daran teil. Sie maßen sich in neun Disziplinen.

Schon gewusst?
An den olympischen Spielen dürfen heutzutage nur Länder teilnehmen, die nicht im Krieg sind. Dementsprechend werden bei der Eröffnungszeremonie auch immer weiße Tauben freigelassen, um quasi den Gedanken der Freiheit, aber auch des Friedens zu vertreten.

Immer mehr Sportarten

Bis heute haben sich die Spiele natürlich sehr verändert. Es sind zahlreiche Sportarten hinzugekommen. Vertreten sind inzwischen auch Leichtathletik, Turnen, Schwimmen, Wassersport, verschiedene Ballsportarten, Radsport, Reiten, Kampfsport und Schießsport. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio werden erstmals auch Karate, Sportklettern, Baseball/Softball, Surfen und Skateboarden dabei sein.

Olympische Spiele auch im Winter

Das Frauen-Eishockey-Team der USA spielt den Puck während einer Trainingseinheit vor den Olympischen Winterspielen. Auf der Eisfläche sind die Olympischen Ringe und das Logo der Olympischen Spiele zu sehen.
Das Frauen-Eishockey-Team der USA beim Training für die Olympischen Winterspiele. Bildrechte: dpa

Seit 1924 gibt es auch Olympische Winterspiele, und zwar jeweils zwei Jahre nach den Sommerspielen. Hier kommen dann Sportarten wie Skifahren, Eislauf, Rodeln, Bobfahren, Eishockey und Curling zum Zuge.

2018 richtet Südkorea die Winterspiele aus. Zuvor fanden sie erst zweimal in Asien statt (1972 und 1998 in Japan). Sechs mal war man auf dem amerikanischen Kontinent, ansonsten immer in Europa.

Mächtig gewaltig – die Paralympics

Drei Wochen nach Ende der Olympischen Spiele beginnen die Paralympics. Das sind die Wettkämpfe der behinderten Sportler. In dem Wort steckt das englische "paralyzed", das so viel wie gelähmt bedeutet. Die Idee entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Soldaten kamen damals schwer verletzt von der Front zurück, hatten Arme oder Beine verloren oder saßen im Rollstuhl. Der Sport sollte ihnen helfen, sich nicht aufzugeben, sondern daran zu arbeiten, ihre Leistungen trotz der Einschränkungen wieder zu verbessern. In 22 Sportarten messen sich Behinderte heute, darunter Parakanu, Sitzvolleyball, Rollstuhlfechten und Rollstuhltennis. Und auch bei den Winterspielen geht es hoch her. Schaut euch doch mal Para-Eishockey oder Rollstuhlcurling an!

Doping -  nein, danke!

Hände halten mehrere Ampullen mit der Aufschrift Grindeks.
Doping schadet den Sportlern. Bildrechte: IMAGO

Schon vor den diesjährigen Olympischen Spielen wurde wieder viel über Doping geredet. Man warf den russischen Sportlern vor, gedopt zu haben und dabei noch Unterstützung vom russischen Sportministerium bekommen zu haben. Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass Spitzensportler verbotene Medikamente einnehmen, um ihre Leistungen zu verbessern und schneller und ausdauernder zu werden, als sie tatsächlich sind. Das ist unfair gegenüber anderen Sportlern, die das nicht tun. Und es ist gefährlich für die Gesundheit. Manche Sportler sind schon an den Folgen des Dopings gestorben.

Um zu verhindern, dass Sportler verbotene Medikamente einnehmen, gibt es Kontrollen. Mit speziellen Tests lassen sich verbotene Stoffe im Urin, Blut oder Speichel nachweisen. Allerdings ist das nicht ganz einfach: Immer wieder kommen neue Mittel auf den Markt und es bedarf neuer Tests, um sie nachzuweisen.

Werden Sportler beim Doping erwischt, dürfen sie für einige Jahre nicht mehr an den Wettkämpfen teilnehmen. Außerdem müssen sie ihre bereits gewonnenen Medaillen wieder abgeben.

Olympia-Ringe
Die olympischen Ringe sind ein Symbol für die Verbundenheit aller Länder im Sport. Bildrechte: Colourbox.de

Die olympischen Ringe

Die fünf bunten Ringe sind das Symbol der Olympischen Spiele. Sie stehen für die fünf Kontinente. Gestaltet wurden sie 1913 von dem Franzosen Pierre Coubertin. Dabei hat er Farben genutzt, von denen mindestens eine in den Flaggen aller Länder der Welt enthalten ist. Dass die Ringe ineinander verschlungen sind, soll zeigen, dass alle Länder im Sport miteinander verbunden sind.

Entflammen des Olympischen Feuers in Olympia
Die Tradition des olympischen Feuers stammt aus der Antike. Bildrechte: IMAGO

Das olympische Feuer

Einige Monate vor den Spielen wird in der griechischen Stadt Olympia das olympische Feuer entzündet. Danach wird es von einem Fackelläufer in das Land getragen, in dem die olympischen Spiele veranstaltet werden. Wichtig ist, dass das Licht bis zum Ende der Olympiade nicht erlischt.

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2018, 12:26 Uhr

Diese Sportler aus Mitteldeutschland nehmen an den Winterspielen teil