Löwenzahn-Erlebnispfad in Drei Annen Hohne
Was eine Eule nachts alles hören kann - erfährst du auf dem Löwenzahn-Erlebnispfad! Bildrechte: Freddy Müller

Abenteuer in der Natur Auf dem Löwenzahn-Erlebnispfad

Wandern oder spazieren gehen - das mag nicht jeder. Aber es gibt schon Wege, die solltet ihr unbedingt mal laufen. Einer z. B. ist der Löwenzahn-Entdeckerpfad im Harz. Der lohnt sich und selbst Mädchen und Jungen, die nun wirklich nicht besonders gut zu Fuß sind, können sich da heranwagen. Sonderlich lang ist er nämlich nicht. Tom Hartmann hat ihn besucht.

Löwenzahn-Erlebnispfad in Drei Annen Hohne
Was eine Eule nachts alles hören kann - erfährst du auf dem Löwenzahn-Erlebnispfad! Bildrechte: Freddy Müller

Die Sonne strahlt, und für eine Wanderung ist es vielleicht eine Spur zu warm. Aber gut: der Löwenzahn-Entdeckerpfad ist kaum mehr als einen Kilometer lang, da sollte man eh nicht von einer Wanderung sprechen. Lieber von einem Spaziergang. Einem Spaziergang, der ganz in der Nähe des Schmalspurbahnhofs Drei Annen Hohne im Harz beginnt. Mit am Start: Irmtraud Theel, Leiterin des Naturerlebniszentrums HohneHof in Drei Annen Hohne. Sie erzählt, dass der Löwenzahn-Entdeckerpfad vor einiger Zeit mit der Fernsehsendung Löwenzahn - damals noch mit Peter Lustig - entstanden ist.

Ein Pfad zum Hören, Fühlen, Springen und Träumen

Etabliert und bewährt hat sich dieser Pfad, weil hier mehr passiert als dass man nur einen Fuß vor den anderen setzt. Man kommt an bestimmten Stationen vorbei. Stationen, die einem die Natur näherbringen, und an denen man ganz verschiedene Dinge tun kann: hören, fühlen, springen und träumen.

Wichtig war es uns, mal nicht nur den typischen Lehrpfad hier zu installieren. Sondern ein Erlebnispfad. Also man muss dann wirklich selber entdecken, ausprobieren, mitmachen, und dabei natürlich auch lernen.

Irmtraud Theel, Leiterin des Naturerlebniszentrums HohneHof in Drei Annen Hohne

Also machen wir uns auf den Weg, um euch den Löwenzahn-Entdeckerpfad vorzustellen. Und um Kinder kennenzulernen, die zufällig an diesem Tag auf diese kleine Exkursion gehen. Nicht mit uns, sondern mit Mama und Papa, Opa oder Oma.

Es geht in den Wald und schon kurz nach dem Beginn heißt es: Tierspuren entdecken. Wir entdecken allerdings nicht nur Tierspuren, sondern obendrein die zwölfjährige Charlotte. Sie hat einen ganz schön weiten Weg hinter sich, um unter die Entdeckerinnen zu gehen. Denn sie kommt aus Steenwijk in Overijssel. Das liegt in den Niederlanden. Charlotte und ihre Familie machen Urlaub im Harz.

Erinnerungsfoto mit der Träumerbank

Eine Station befindet sich auf einer Wiese. Eine mächtige, prachtvolle, sehr schöne Eiche empfängt uns. Außerdem entdecken wir eine Bank, an der ein Bilderrahmen angebracht ist. Da kommt man nicht unbedingt sofort auf die Idee, was das soll. Irmtraud Theel erklärt es:

Angedacht ist es so: Dass man diese Träumerbank nutzt, sich mit dem Rücken drauf legt und von unten in den Baum reinguckt. Und sich diesen Holzbilderrahmen nimmt als Eingrenzung und sich damit sein eigenes Erinnerungsfoto, sein eigenes Bild von dieser Eiche macht. Weil es einfach so beeindruckend, so faszinierend ist.

Irmtraud Theel

Eine Eule zum Hineinklettern

Baum in Landschaft
Die Eiche und die Träumerbank Bildrechte: Freddy Müller

Die Eiche, die Bank - ein Ort, der Lust auf Verweilen macht. Aber: wir werden von einer Eule erwartet. Sie steht nicht weit entfernt von der schönen Eiche. Es ist keine echte Eule. Sondern eine gebaute. Man kann in sie hineinklettern. Diese Eule ist eine Hör-Eule. Durch einen Trichter in diesem künstlichen Vogel nimmt man wahr, was eine Eule hört, wenn sie nachts durch die Gegend fliegt. Einer nach dem anderen klettert in sie hinein.

Wer springt weiter als die Waldtiere?

Löwenzahn-Erlebnispfad in Drei Annen Hohne
Wer kann weiter springen als ein Eichhörnchen? Das schafft nämlich fünf Meter! Bildrechte: Freddy Müller

Etwa eine ungewöhnliche Weitsprunganlage. Hier stehen an der Seite die Figuren von Tieren. So erfährt man, wie weit die Tiere springen und kann sich gleichzeitig mit ihnen messen mit Marder, Häschen., Fuchs, Eichhörnchen, Schwein und Hirsch.

Eine andere Station ist der Barfußpfad. Dort kann man mit den Füßen fühlen, über welchen Untergrund man läuft. Am besten macht man das mit geschlossenen Augen. Das ist spannender. Angela traut sich und läuft über Kienäppel, Wurzeln, Beton.

Die "Archimedische Schraube" auf der Wiese

Dann verlassen wir die Wiese. Und geraten an einen Bach, an eine "Archimedische Schraube" mit Wasserrad und an Enrico. Der Junge aus Lichtenbusch an der belgisch-deutschen Grenze führt uns vor, was hier passiert.

Also indem man hier an dieser Schraube dreht, wird Wasser durch die ganze Schraube nach oben befördert. Und dann in diese Leitung transportiert, und dann nach da in das andere Rad, und das bewegt sich dann.

Enrico aus Lichtenbusch

Endstation: Naturerlebniszentrum Hohnehof

Hier endet unser Löwenzahn-Entdeckerpfad. Und für die Kinder: Das Schönste ist natürlich unser Spielplatz vorm Haus. Für die Eltern ist vielleicht die Cafeteria interessanter. Und es ist auch jeden Tag ein Ranger vor Ort, der informieren kann, was man sonst noch im Harz entdecken kann. 

Irmtraud Theel

Es hat großen Spaß gemacht auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad. Dabei haben wir euch noch nicht einmal alles vorstellen können, was man hier so erleben und machen kann. Und nun seid ihr dran: Fahrt hin, lauft los, macht mit!

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2018, 10:11 Uhr