Die Nachwehen: 23. August bis Anfang November

23. August, Freitag: 19 Todesopfer

Die Zahl der Flut-Todesopfer in Sachsen wird jetzt mit 19 angegeben. Der Kreuzchor und die Philharmonie in Dresden geben in der Kreuzkirche ein erstes Benefizkonzert. Der Elbe-Pegel ist auf 4,17 Meter gesunken.

24. August, Sonnabend: Das Leben normalisiert sich

Die Dresdner Straßenbahn fährt wieder nach Gorbitz, Radebeul und Leutewitz. Das Klärwerk Kaditz beginnt, Abwässer wieder grob zu reinigen. Der Elbe-Pegel fällt auf 3,60 Meter.

25. August, Sonntag: Gottesdienst für die Opfer

Auf dem Schlossplatz in Dresden wird ein ökumenischer Gottesdienst für die Opfer der Flut gefeiert.

26. August, Montag: Die Katastrophe ist vorbei

Mittags um 12.00 Uhr wird der Katastrophenalarm für Dresden aufgehoben. Der Elbe-Pegel ist etwa 3,50 Meter gesunken und fällt weiter.

27. August, Dienstag:

Die Straßenbahn verkehrt jetzt auch wieder nach Dresden-Laubegast.

21. September, Sonnabend:

Der Landkreis Sächsische Schweiz hebt als letzter den Katastrophenalarm auf.

6. November, Mittwoch: Endgültige Bilanzen

Die Bundesregierung gibt bekannt, dass der gesamte Schaden der Flut in Sachsen bei rund sechs Milliarden Euro liegt. Die Landesregierung beziffert ihn später mit 6,2 Milliarden Euro. Ein Sonderfonds "Aufbauhilfe" von Bund und Ländern stellt zum Ausgleich der für ganz Deutschland auf 9,2 Milliarden Euro veranschlagten Schäden rund 7,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Dazu sollen noch EU-Gelder kommen.

Insgesamt hat die Flut in Sachsen 21 Menschenleben gefordert.

Das Hochwasser im ostthüringischen Landkreis Altenburger Land Das Hochwasser der Pleiße im Altenburger Land, an der Grenze zu Sachsen, kam nicht über Zuflüsse, sondern direkt aus dem Himmel. Die Vorwarnzeit war extrem kurz. Im Lauf des 11. und 12. August hatten gewaltige Niederschläge den Wasserstand des Flusses - auch wegen seines kleinen Einzugsgebiets - in wenigen Stunden auf über zwei Meter ansteigen lassen.

Am Pegel Gößnitz wurde am 12. August um 09.00 Uhr bei einem Stand von 3,30 Metern die höchste Alarmstufe 3 erreicht. In Gößnitz erreichte das Hochwasser wenig später sogar 3,69 Meter.

Im Zuge dessen lief auch die in der Zuständigkeit der Talsperrenverwaltung von Sachsen stehende und lange nicht sanierte Talsperre Windischleuba über. Ein Seitendamm des Rückhaltebeckens war auf rund 30 Metern gebrochen.

Zuletzt aktualisiert: 09. August 2013, 12:34 Uhr