18. August, Sonntag: Der Dammbruch bei Torgau

Nach langem Kampf mit Sandsack, Schaufel und Bagger bricht um 9.05 Uhr vor Dautzschen der Deich an der Elbe auf 30 Metern Länge. Die Bewohner des Dorfs bei Torgau in Nordsachsen müssen ihre Häuser verlassen. Während die meisten dem Aufruf folgen und sich in das militärische Schutzgebiet im Wald begeben, bleiben einige auf ihren Höfen, um sich um die Tiere zu kümmern.

Unterdessen sinkt in Dresden der Elbe-Pegel jetzt schneller als erwartet, von 06 Uhr morgens bei 8,95 Metern bis 20 Uhr abends auf 8,15 Meter. Erste Aufräumarbeiten können beginnen. Sie lassen zunächst aber nur das Ausmaß des Schadens erahnen. Die akute Gefahr für Sachsen ist nach den Worten von Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) vorbei. Neben Schlamm und Verwüstung aber bleiben Gefahren: Das Grundwasser drückt in die Häuser, die Statik des Herzzentrums und des St.-Benno-Gymnasiums in Dresden ist in Gefahr.

In der Mulde im Chemnitzer Land wird die Leiche eines Mannes gefunden. Es ist das elfte bekannte Todesopfer in Sachsen.